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Electronic Arts

Pandemic-Schließung: Brisante Fakten - EA-Boss John Riccitiello in der Kritik

19.11.2009 09:51 Uhr
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Electronic Arts-Geschäftsführer John Riccitiello legt beim Erwirtschaften von Privatgewinn eine gewisse moralische Flexibilität an den Tag.

EA-Boss John Riccitiello. EA-Boss John Riccitiello. Im Oktober 2007 investierte Electronic Arts die beachtliche Summe von 810 Millionen US-Dollar (ca. 535 Millionen Euro) in die Übernahme der Entwicklerstudios Pandemic (Mercenaries-Serie) und Bioware (Dragon Age: Origins). Beide Studios gehörten zum damaligen Zeitpunkt dem Unternehmen VG Holding Corp. Brisant: Die VG Holding Corp. unterliegt dem Kapitalunternehmen Elevation Partners, das unter anderem von EA-Boss John Riccitiello gegründet wurde. Mit anderen Worten: John Riccitiello kaufte sein eigenes Unternehmen.

Dokumente der United States Securities and Exchange Commission (US-amerikanische Börsenaufsichtsbehörde) belegen, dass John Riccitiello im Zuge der Übernahme rund 4,9 Millionen US-Dollar Privatgewinn verzeichnete. Die großen Profiteure finden sich auf Seiten von Elevation Partners, zu den großen Verlierern gehören die Aktionäre von Electronic Arts. Wie MarketRap.com berichtet, habe eine EA-Aktie seit dem Deal 70 Prozent an Wert verloren.

Besonderen Zündstoff erhalten die Umstände durch die kürzlich vorgenommene Schließung des Entwicklerstudios Pandemic. Welche nachvollziehbaren Gründe gibt es, 810 Millionen US-Dollar in zwei Unternehmen zu investieren, um eines davon nur 24 Monate später zu schließen? Zum Vergleich: 2006 kaufte Take-Two Interactive das Entwicklerstudio Irrational Games (Bioshock) für 11 Millionen US-Dollar - die Marken des Entwicklerstudios gehörten Take-Two allerdings bereits. Nicht wie im Fall von Pandemic/Bioware und Electronic Arts. Hier mussten Marken und Studio gekauft werden.

Moderation
19.11.2009 09:51 Uhr
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Dein Kommentar
Erfahrener Benutzer
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19.11.2009 17:31 Uhr
ja
Insiderhandel wär, wenn man sein Wissen ausnutz und im Vorfeld vor einer Unternehmensübernahme sich mit Aktien eindeckt um die sich selbst teuer abzukaufen
Also Theoretisch, weil das würde ja sofort auffliegen
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
19.11.2009 17:20 Uhr
Zitat: (Original von Joker2u;8342118)
Das Problem liebt hierbei aber darin, dass der jetzige EA-Boss somit vielleicht in einem Insider-Handel verwickelt ist. Jedoch ist der Insider-Handel verboten. Da ist es egal, wem er geholfen hat. Sofern er eigenes, internes Wissen über eine zukünftige Entwicklung…
Benutzer
Bewertung: 0
19.11.2009 17:06 Uhr
Das Problem liebt hierbei aber darin, dass der jetzige EA-Boss somit vielleicht in einem Insider-Handel verwickelt ist. Jedoch ist der Insider-Handel verboten. Da ist es egal, wem er geholfen hat. Sofern er eigenes, internes Wissen über eine zukünftige Entwicklung selber nutzt, wo andere Aktionäre dieses Wissen nicht haben, ist es Insider-Handel und somit strafbar in jedem Börsensystem.

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