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Electronic Arts plante laut Danny Bilson einen Irak-Shooter

10.08.2010 15:10 Uhr
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Electronic Arts plante offenbar einen Shooter mit Irak-Setting. Dies behauptet der ehemalige EA-Mitarbeiter Danny Bilson, heute Publishing-Boss bei THQ.

Electronic Arts plante laut Danny Bilson einen Irak-Shooter. Auf Grund des brisanten Themas wurde er verworfen. Stattdessen kommt Medal of Honor. Electronic Arts plante laut Danny Bilson einen Irak-Shooter. Auf Grund des brisanten Themas wurde er verworfen. Stattdessen kommt Medal of Honor. Electronic Arts hat wie es scheint, Pläne für einen Irak-Shooter in der Schublade gehabt, letzten Endes aber doch verworfen. Dies behauptet Danny Bilson, seines Zeichens EA-Executive: „Als ich bei meinem alten Arbeitgeber [EA] war, musste ich zur Zeit des Irakkriegs ins Vereinte Königreich um Pläne für ein neues Spiel durchzusprechen, [welches sich genau um jenes Thema drehte].“

Der Shooter mit Irak-Setting wurde allerdings nicht fertiggestellt. Zu sensibel sei das Thema gewesen, gerade vor dem Hintergrund des damals aktuell ausgefochtenen Krieges. Mit Medal of Honor hat Electronic Arts momentan allerdings einen Titel in der Mache, der sich mit einem nicht weniger brisanten Thema beschäftigt: Afghanistan - inklusive spielbaren Taliban-Milizen.

Quelle: CVG

Online-Redakteur
Moderation
10.08.2010 15:10 Uhr
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Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
11.08.2010 00:31 Uhr
Ich finde das auch voll daneben. Stellt euch doch mal vor, ein Bundeswehr-Soldat kommt aus Afghanistan zurück nach Deutschland und sieht dann im Laden ein Spiel stehen, welches den Konflikt in Afghanistan als Shooter thematisiert. Ich glaube, nicht, dass derjenige sich darüber freuen, geschweige denn dieses Game spielen würde ...
Aktuelle Konflitke in der Welt (alle, also nicht nur solche, wo Deutschland involviert ist!) sollten nicht unbedingt als Hintergrund für ein Spiel, erst recht nicht für einen Shooter herhalten!
Ich persönlich halte auch von Spielen rund um die Weltkriege oder andere, reale Kriege/Konflikte überhaupt nichts. Solange es rein fiktiv ist (z.B. Counter-Strike, Half Life oder Strategie-Spiele um fiktive Kriege/in fiktiven Welten), spiele ich solche Games auch.
Dass EA überhaupt plant, aktuelle Konflikte in Spielen zu thematisieren, finde ich schon makaber und unsensibel
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
10.08.2010 19:37 Uhr
@ Busch:

Afghanistan ist genauso daneben. Aktuelle Konflikte gehören nicht auf den PC. Schon gar nicht sonstwie verglorifiziert.

Solange davon aktuell Menschen betroffen sind (egal welcher Herkunft) sollte man daraus kein Vergnügungsspiel machen.

Mein Großvater war auch im WW2 vermisst, deswegen trifft mich das aber heute nicht wenn ich etwas zu dieser Thematik sehe/spiele.

Wenn aber gerade wer im Irak/Afghanistan fällt, tifft einen das sehr wohl.

Wer unbedingt Krieg nachspielen will, soll was nehmen was schon so lange ger ist, dass es eben niemanden mehr wirklich direkt betrifft (außer halt ein paar super zart besaitete)
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
10.08.2010 18:29 Uhr
Zitat: (Original von Exar-K;8850974)
Was sollte an einem Shooter mit diesem Setting heikel sein?
Der 1. und 2. Weltkrieg waren dann eine Kaffeefahrt oder wie?
Ist doch egal wie alt ein militärischer Konflikt ist, oder nach welcher Zeit darf man erst Filme bzw. Spiele darüber machen?

Tach Post !
Kommt halt immer auf die Sichtweise und das Gefühl der politischen Korrektheit des Produzierenden und der angestrebten Käuferschafft an. Ich hätte wie schonmal in anderen Diskussionen geschrieben überhaupt nichts dagegen mal einen deutschen Soldaten im 1. oder 2. Weltkrieg zu spielen. Auch einen heutigen KSK Angehörigen mit ensprechender realistisch spannender Kampagne würde ich zocken. Aber ebend nur mit dem gewissen Anspruch und nicht so einen verklärenden MW 2 und Konsorten Mist.
Hinzu kommt bei Irak 3 möglicherweise der Punkt der Völkerrechtswidrigkeit wie beim Kosovokrieg.
Keine Ahnung das sind nur Mutmaßungen. Bei Medal of Honor wird es halt als Antiterroreinsatz geschildert, mit dem man offenbar der vor allem amerikanischen Käuferschaft nicht so sehr auf die Füße tritt.
Bei WW2 Shootern ist halt der Ansatz : die Amis sind die uneingeschränkten Helden und der Rest Freiwild. Die die damals dabei waren sind zu alt und beschäftigen sich nicht mit dem Medium PC/ Videospiel.

Und immer daran denken, meiner Meinung nach, es ist für Produzenten der amerikanische Markt und die Befindlichkeiten dortiger Käufer wichtig. Was interressiert da die Meinung der deutschen oder gar afghanischen Bevölkerung über die Darstellung der jeweiligen Antagonisten in etwaigen Spielen solange der Held das Us Banner schwingt.
Hand zum Gruß
Community Cadet
Bewertung: 0
10.08.2010 17:43 Uhr
Was sollte an einem Shooter mit diesem Setting heikel sein?
Der 1. und 2. Weltkrieg waren dann eine Kaffeefahrt oder wie?
Ist doch egal wie alt ein militärischer Konflikt ist, oder nach welcher Zeit darf man erst Filme bzw. Spiele darüber machen?
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
10.08.2010 17:18 Uhr
Tach Post !
@ Angeldust : Und Afghanistan ist weniger heikel ? Nur zur Info dort sterben auch deutsche Soldaten. So mal als Denkanstoß !!!!!!!

@ Thema : Welchen Irakkrieg meint der ? Den ersten, zweiten oder dritten Krieg.
Nur weil der Dritte aus den Medien verschwunden ist, heißt das noch lange nicht daß er beendet ist.
Wie soll man auch ein Spiel über einen Krieg produzieren in dem sich der eine der beiden Kontrahenten nicht verteidigen kann/ konnte. Das Spiel wäre tödlich langweilig. Ferngesteuerte Drohnen gegen Panzer der T-Reihe aus den 50igern. Absolut heroisch.
Erschießen von sich ergebenden, mit der weißen Fahne winkenden, vollkommen unterlegenen irakischen Einheiten und dabei einen coolen Spruch setzen. Absolut edel.
Nachstellung der Todesursache der ersten Toten im Krieg. Ein amerikanischer Heli knallt mit einem anderen zusammen. Oder Tod bei Freundfeuer. Das nenne ich absolute Kompetenz.

Als es im März 2003 losging waren wir mit unserer Einheit in Afrika und konnten nur noch fassungslos lachen über diesen größten Schwachsinn der jüngeren Geschichte.
Die Welt schaut zu und sagt ja und amen.
Es ist so schön warm, dunkel und feucht im amerikanischen Hintern.

Hand zum Gruß

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