Command & Conquer: Zu wenig Zeit, veraltete Technik - Ex-Entwickler wettert gegen EA
Schelte für Electronic Arts. Greg Black ist einer der ehemaligen Command & Conquer-Entwickler des mittlerweile radikal geschrumpften EA Studios in Los Angeles. Und er weiß nur wenig Gutes über die Entwicklung der vergangenen Command & Conquer-Teile zu berichten. So wurde er in einem Interview gefragt, was er von den neuesten Teilen der Serie halte: „Ich war einer der härtesten Kritiker unserer Spiele hier beim RTS-Team von EA Los Angeles. Ich startete mit C&C in 1995 und war sofort gefesselt. Ich liebte die Story, das Gameplay, das Setting. Und ich liebte Kane – auf rein platonische Art und Weise natürlich. Für mich war C&C so etwas wie ein heiliges Spiel. […] Auch wenn wir ein sehr talentiertes Team hatten, gab uns Electronic Arts einfach nicht die Zeit die wir gebraucht hätten, um ein wirklich großartiges C&C-Spiel zu machen. Im Falle von Command & Conquer 3 war der Entwicklungszyklus gerade einmal 11 Monate lang. Vergleichen Sie das mit Blizzard oder Relic, die drei bis sechs Jahre für ihre Echtzeit-Strategiespiele bekommen. Mit 18 Monaten hatten wir für Alarmstufe Rot 3 die meiste Zeit. Doch zu dieser Zeit wurde das Team bereits um die Hälfte verkleinert und eine Playstation 3-Version kam hinzu. […] Ich bin nicht glücklich damit, was aus C&C 3 oder Alarmstufe Rot 3 geworden ist. Unsere Games wurden immer in Eile programmiert, die Engine war veraltet, unsere Wegfindung war schlecht, unsere Online-Einbindung war blamabel und nicht zuletzt waren unsere Spiele – meiner Meinung nach – nicht das, was C&C, Alarmstufe Rot 2 oder Generäle einst waren.“
Nichtsdestotrotz zeigt er Respekt für das Team, denn was unter diesen Umständen – schlechte Technik, Zeitmangel – herausgekommen ist, sei schon beeindruckend. „Bedauerlicherweise weiß der Spieler, der rund 50 US-Dollar für das Spiel ausgibt, nicht, wie viel Zeit wir dafür hatten oder wie die internen Anweisungen von EA ausgefallen sind. Er sieht ja nur das, was in der Box ist.“
An Command & Conquer 4 habe er nicht mitgearbeitet, daher sei es unfair jetzt darüber zu urteilen. Dennoch weiß Black interessante Details zu berichten. „C&C 4 war nicht als ein echtes Tiberium-Game geplant. Es war mehr ein Experiment für Online-Spiele. Es sollte eigentlich eine Online-Version von C&C 3 für den asiatischen Markt werden. Irgendwann entschied die Firma dann, dass es finanziell wohl mehr Sinn hätte schnell eine Singleplayer-Kampagne hinzuzufügen, es C&C 4 zu nennen und in einer Box zu verpacken. Das Team protestierte, doch die Entscheidung war gefallen. Das Team tat was es konnte, um ein gutes Spiel zu machen. Letztendlich war es aber ein Spiel, das die nichtfunktionierende Zusammenarbeit zwischen Publisher und Entwickler repräsentiert.“
Abschließend sagt Greg Black im Command & Conquer-Interview mit gamereplays.org: „An C&C Spielen zu arbeiten war, als würde ein Traum wahr werden. Manchmal können Träume aber auch Albträume sein…“
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Wer kauft den bitte noch großartig EA SPiele? nur die verrückten die EA Sports spiele kaufen
Und so einem Typen der anscheinend nicht mehr da arbeitet und seinem Ex-Arbeitgebern schlecht macht glaubt ihr so einfach? Wenn daß jetzt Apple oder EA wären die etwas versprechen würdet ihr dagegen flamen.....
Schade eigentlich, ich hab vorallem Tiberian Sun geliebt aber schon komisch, dass die neuen Entwickler mehr oder weniger das Gleiche passiert ist wie Westwood.
CnC war eigentlich bei den Leuten vom Radar verschwunden und EA hat mehr oder weniger einfach das Spiel neu Aufgelegt um nochmal so viel Geld aus der Lizenz zu schlachten wie möglich. Hätten sie weniger Geld für Videocasts und Zwischensequenzen ausgegeben wär vllt was Besseres dabei herrausgekommen.