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  • Ekkelins Knecht

    Das Leben des Raubritters Eppelein von Gailingen als Liebhaberprojekt. Das Leben des Raubritters Eppelein von Gailingen als Liebhaberprojekt. Quelle: 3L Filmverleih Low-Budget-Produktion aus fränkischen Gefilden, die erst einmal nur in Bayern in die Kinos kommen wird. Erzählt wird die (weitestgehend wahre) Geschichte des Ritters Ekkelin Geyling, im Frankenland auch als Raubritter Eppelein von Gailingen bekannt, der sich der Legende nach als Gefangener auf der Nürnberger Burg mit einem beherzten Sprung auf dem Pferderücken in den Burggraben gerettet haben soll (der angebliche Beweis hierfür - ein Hufabdruck - ist heute noch in der Wehrmauer Nürnbergs zu bewundern).

    Tatsächlich war Geyling ein in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts geborener Landadeliger in den Diensten der Grafen von Hohenlohe. Als solcher erlebte er, wie der Film zeigt, den Aufstieg der Städte und damit verbunden den Niedergang des Rittertums. Aus Sicht eines seiner Waffenknechte beschreibt Ekkelins Knecht das Dilemma, in dem Geyling steckte: Das teure Leben eines Berufssoldaten zu finanzieren, bereitete ihm mehr und mehr Probleme, zudem befand er sich mit der mächtigen Reichsstadt Nürnberg permanent in Fehde.

    Der Beginn von Überfällen auf Kaufmannszüge brachte ihm die Reichsacht und den Verlust seines Besitzes ein. Als eine Auseinandersetzung zwischen seinem Lehnsherrn und dem Burggrafen von Nürnberg ausbricht, wird der Ritter Geyling mit seinen Männern zum Bauernopfer bei den Intrigen des hohen Adels. 1381 wird er gefangen, zum Tode verurteilt und hingerichtet. Neben seinem Werdegang erzählt der Film die fiktive Geschichte seines Knechts und Helfers Konrad, der sich in die Magd Elspeth verliebt, das Raubrittertum aber einem ruhigen Leben mit ihr vorzieht und am Ende in Geylings Fußstapfen zu treten versucht, um dessen Legende Nahrung zu geben.

    Von der Dramaturgie her etwas unspannend erzählt, erweist sich Ekkelins Knecht als ambitioniertes Liebhaber-Projekt, zu dem eine Reihe Mittelalter-Vereinigungen (sogenannte Reenactment-Gruppen) engagiert beigetragen haben. Die Dialoge sind einfach gestrickt (aber wer sagt, dass zu dieser Zeit nicht in diesem Stil gesprochen wurde?) und den unter reichlich Farbfiltereinsatz gedrehten Dialogszenen, Reiter- und Kampfsequenzen merkt man trotz allem Einsatz das geringe Budget und das Laienschauspielertum an.

    Trotzdem: Bemerkenswert sind die mit viel Liebe dargestellten kleinen Details wie schmutzige Fingernägel, kaputte Zähne sowie die Kampf- und Tanzeinlagen allemal. Für Liebhaber des seit vielen Jahren währenden Mittelalter-Booms - praktiziert in Form von Schaustellermärkten und Ritterspielen - eine tolle Erzählung zwischen Ritterabenteuer wie The Bruce und Heimatdrama à la Jennerwein. Wer aber natürlich das Niveau des großen Kinos erwartet und ein Kingdom of Heaven vor Augen hat, sitzt hier im falschen Sessel. Doch das Budget von 250.000 Euro (gegenüber dem eines Ridley Scott von 130 Mio. Dollar!) macht deutlich, dass ein solcher Vergleich auch Unsinn wäre. Für 250.000 Euro macht Orlando Bloom schließlich keinen Finger krumm.

    Widescreen-Wertung
     

    Action
     
    Spannung
     
    Emotion
     
    Humor
     
    Erotik
     
    Anspruch
     
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Ekkelins Knecht
    Ekkelins Knecht
    Vertrieb
    3L Filmverleih
    Kinostart
    01.05.2008
    Film-Wertung:
     
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Ekkelins Knecht
Ekkelins Knecht
http://www.pcgames.de/Ekkelins-Knecht-Film-215275/Tests/Ekkelins-Knecht-641681/
28.04.2008
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2008/04/2804_Widescreen_EkkelinsKnecht_3L_09_b2teaser_169.jpg
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