Test: Edna bricht aus - zurück in die guten, alten Zeiten
Die Dialoge beim Anklicken von Objekten sind humoristisch ein Holzhammer. [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Edna bricht aus probiert sich als Tribut an klassische Point- &-Click-Adventures: skurrile Charaktere, uferloses Gegenstandskombinieren, absurde Kommentare. "Gehe zu", "Nehme", "Benutze", "Siehe an" - das sind die magischen Befehle.
Wer etwas des Genannten ausführen will, muss vorher Syntax, danach Hotspot beklicken. Was in einem Ankh, einem Geheimakte Tunguska oder Overclocked an Mausarbeit wegrationalisiert wurde, geschieht hier mit Absicht. Instant-Ortswechsel durch Doppelklicks? Edna geht den Weg. Sich wiederholende Standarddialoge beim Puzzlen? Edna weiß zu jeder Aktion Sprüche, die sich humoristisch überschlagen.
Edna eingesperrt im Irrenhaus ergibt: Prison Break mal anders. [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Aus einem solchen Quatsch- Feuer werk mag sich ein Adventure- Fan unverhofft als herausgewachsen bemerken. Monkey Island ist lange her, es war viel Zeit zur Glorifizierung. Persönliche Vorlieben einmal beiseite gelassen, bleibt festzustellen, dass Edna bricht aus etwas tief Sympathisches an sich hat.
Der ungewöhnlichen Rahmenhandlung gebührt Lob, sie weckt den Wunsch zur Rettung Ednas. Die erwacht in einer Polsterzelle einer Psychiatrie, leidet an Amnesie und verkündet: "Ich bin nicht verrückt!" Dann fleht sie ihren Stoffhasen Harvey um Bestätigung an. Und erhält Antwort.
Das Warum setzt sich aus Kurztrips auf der Erinnerungsstraße zusammen: Stückchenweise reisen Sie zwischen Vergangenheit und Gegenwart, bringen dadurch eine Geschichte zum Abschluss, in der jede der 120 Örtlichkeiten durch technisch erbärmliche, künstlerisch zauberhafte Buntstift-Grafik besticht.
Ein Wärter verfolgt Edna - sie muss ihn loswerden. Aber wie? [Quelle: Siehe Bildergalerie]

stimmt, du kapierst echt nicht, was wir wollen.