Ist die Arbeit eines Präsidenten wirklich so langweilig?
In den Botschaften rund um den Reichstag sitzen Diplomaten- und Spione.
Eines muss man Economic War lassen: Die Button-Dichte wird derzeit nur von Tropico übertroffen. Doch während die gelungene Benutzerführung der Bananenrepublik-Simulation im komplexen Spielalltag hilft, kaschieren die Menüs bei Economic War nur die nicht vorhandene Spieltiefe. Als Präsidentenberater bestimmen Sie in der Wirtschaftssimulation die Geschicke Ihres Landes. Sie kümmern sich um den Aufbau von Fabriken, handeln diplomatische Verträge aus, erforschen neue Technologien und sorgen vor allem dafür, dass Ihr Chef auch weiterhin am Ruder bleibt. Leider beschränken sich Ihre Aktionsmöglichkeiten letztendlich darauf, alle paar Spieljahre ein Gebäude in die Landschaft zu setzen, hin und wieder bei einer Abstimmung Ihr Veto einzulegen und zwischendurch mit Spionen gegnerische Betriebe zu sabotieren. Größtes Manko ist der undurchsichtige Spielablauf, etwa wenn Ihr eben noch freundlicher Nachbar aus heiterem Himmel einen Raketenangriff auf Ihr Ländchen startet oder Ihre Partei dank einer zufällig verteilten "Ereigniskarte" die nächste Wahl verliert. Economic War ist nicht wirklich schlecht, es hält jedoch bestenfalls ein paar Stunden bei Laune.
