Die große Freiheit
Eve: The Second Genesis
Eine Minmatar-Frigatte beim Anflug auf eine riesige Raumstation.
spielt in einer fernen Zukunft, in der die Galaxie von Menschen erobert und erforscht wird. Sie übernehmen die Rolle eines Raumschiffkapitäns auf der Suche nach Ruhm, Geld und Macht. Als Händler können Sie Erze abbauen, Handel betreiben und sogar einen eigenen Konzern aufbauen. Oder Sie verdingen sich als Söldner respektive Pirat und verdienen Ihr Brot mit Kampfaufträgen, Begleitschutz-Missionen und Beutezügen. Um Ihre Fähigkeiten zu verbessern, benötigen Sie nämlich in erster Linie Geld. Mit dem notwendigen Kleingeld kaufen Sie sich dann bessere Schiffe, Waffen und Ausrüstungsgegemstände.
Wie bei Online-Rollenspielen üblich, erstellen Sie bei Spielbeginn einen eigenen Charakter. Vier Rassen, fünf Charaktereigenschaften, die Art der Ausbildung und diverse Spezialfähigkeiten stehen anfangs zur Wahl, zudem dürfen Sie das äußere Erscheinungsbild Ihrer Spielfigur über zahlreiche Schalter und Schieberegler verändern. Anschließend wird Ihnen in einem kurzen Tutorial beigebracht, wie man das Einsteiger-Raumschiff fliegt, Erz abbaut und den Laser auf andere Schiffe respektive Mitspieler abfeuert. Danach sind Sie auf sich allein gestellt. Das ist in etwa vergleichbar mit dem Rauswurf aus dem Elternhaus mit zehn Euro in der Tasche und einem Fahrrad vor der Tür, sprich: Sie müssen von nun an selber sehen, wie Sie zurechtkommen. Keine leichte Aufgabe, denn das Spiel erschlägt Anfänger mit Dutzenden von Menüs, Informationen und Möglichkeiten.
Die völlige Freiheit und die enorme Komplexität von Eve: The Second Genesis ist gleichzeitig Fluch und Segen. Als Einzelgänger hat man wenig Spaß - um besser zu werden, braucht man halt sehr viel Kohle und Zeit, sonst gestaltet sich der Level-Aufstieg extrem beschwerlich und mühsam. Erst wenn man sich mit anderen Spielern zu Firmen oder Piratenbanden zusammenschließt und sich gegenseitig hilft, stellt sich so was wie Spielspaß ein.

