Abenteuerlich: Gothic 3, Gilde 2, Spellforce-2-Add-on, Hellgate: London
Der krönende Abschluss
Am Stand von Namco sind auch die Flagship Studios untergekommen, dort schaue ich mir hinter verschlossenen Türen das Action-Rollenspiel Hellgate: London an. Und was soll ich sagen - für mich ganz klar einer der besten PC-Titel dieser E3. Einfach alles an diesem Spiel schreit "Spiel mich!", so wie es einst Diablo 2 in seinen besten Zeiten tat. Kein Wunder, bei den Flagship Studios sind viele ehemalige Mitarbeiter von Blizzard North, dem Team hinter Diablo, untergekommen. Die Demo zeigt den Cabalist, eine neue Charakterklasse, die sich mittels dämonischer Magie die Monsterhorden vom Leib hält. Am Interface hat sich nochmal eine Menge getan, per Schnelltastenzugriff kann man sich so beispielsweise verschiedene Sets an Gegenständen, Zaubern und Waffen zurechtlegen, um in bestimmten Situationen schneller reagieren zu können.
Die Mehrspielerkomponente von Hellgate: London ist ein Thema für sich: In Städten, sogenannten Hubs, treffen sich die Spieler ähnlich wie in Guild Wars, um zu handeln und Gruppen zu bilden, dann geht's durch ein Portal hinaus in einen instanzierten Bereich. Diese Gebiete werden wie schon in Diablo 2 per Zufallsgenerator aus vielen kleinen Bausteinen zusammengesetzt, kein Level gleicht daher dem anderen. Außerdem gibt es noch spezielle Zonen, die einen bestimmten Ort wie etwa die Tower Bridge enthalten und nur teilweise zufallsgeneriert werden. Es sind auch PvP-Inhalte geplant, insgesamt wirkt Hellgate: London fast schon wie ein ausgewachsenes MMO. Deshalb denkt man bei Flaghsip derzeit auch über monatliche Gebühren für den Mehrspielermodus nach - entschlossen ist jedoch noch nichts! Ganz wichtig: Hellgate: London ist natürlich ein vollwertiges Singleplayer-Spiel, so wie Diablo 2 auch. Und dafür werden sowieso keine Gebühren anfallen.
Bei Nintendo reingeschnuppert
Abschließend, möchte ich mal für Sie über den Tellerrand schauen, denn ich habe mich erfolgreich auf den Nintendo-Stand geschlichen, um mir den neuen Wii (sprich: Weeeeeeee) anzusehen. Gott sei Dank musste ich nicht anstehen - die Warteschlange führte bereits um kurz nach 9 Uhr morgens einmal um den kompletten Stand herum, das hätte mir schon etwas zu lange gedauert. Dutzende Konsolen und eine Menge frischer Titel standen zum Anspielen bereit, jedoch sollte man aufgrund der Besuchermassen für jedes Spiel eine halbe bis volle Stunde Wartezeit einplanen. Ächz.
Im Vorbeigehen schaue ich mir ein witziges Dirigenten-Spiel an, bei dem man ein komplettes Orchester führen muss. Der innovative Wii-Controller, optisch einer Fernbedienung nicht unähnlich, wird tatsächlich wie ein Dirigentenstab geschwungen, hier hat man nicht zuviel versprochen: Einer der Messebesucher steigert sich beim Spielen richtig rein, gestikuliert und wedelt, als wenn es kein Morgen gäbe. Auch beim Schlagzeug trommeln oder Angeln hält Nintendo Wort, das Spielgefühl ist tatsächlich neu und unverbraucht. Technisch merkt man sofort, dass der Wii es gar nicht erst versucht, mit der Xbox360 oder gar PS3 aufzunehmen: Die Grafik der gezeigten Titel - darunter ein neues Mario-Spiel - ist durchgängig gut, aber zu keinem Zeitpukt wirklich mehr als das. Sehr gut entwickelt sich das neue Zelda - Twighlight Princess, welches sowohl für den Wii als auch für Gamecube erscheint.


die bilder und videos sehen viel versprechend aus