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E-Sport

ESL entscheidet sich für Absage des eSport-Events in Karlsruhe

26.05.2009 11:40 Uhr
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Nach langen Hin und Her wird das Intel Friday Night Game in Karlsruhe am 5. Juni nun doch nicht stattfinden. Der Veranstalter hat sich in Absprache mit dem regierenden Oberbürgermeister zu diesem Schritt entschlossen.

Zuschauer während eines Intel Friday Night Games Zuschauer während eines Intel Friday Night Games Seit mehreren Wochen diskutiert die Stadt Karlsruhe über das Intel Friday Night Game, ein eSport-Event, welches am 5. Juni in der Schwarzwaldhalle hätte stattfinden sollen. Dabei stellte sich der regierende Oberbürgermeister der Stadt, Heinz Fenrich (CDU), als einer der wenigen Verfechter der Veranstaltung heraus, während sich ihm gegenüber die unterschiedlichsten Fraktionen positionierten. Als letztes stemmte sich seine eigene Partei mit aller Kraft gegen die Austragung.

Für heute Nachmittag 15:30 Uhr hatte man zu diesem Zweck eine Sondersitzung des Gemeinderats einberufen, in der über die Aufkündigung des Mietvertrags mit dem Veranstalter Turtle Entertainment abgestimmt werden sollte. Die Kündigung der Mietverträge ist für die Politik die einzige Möglichkeit zu reagieren, fehlt für ein Verbot des Events doch jede rechtliche Grundlage. Auf diesem Weg wurden bereits in die IFNGs in Stuttgart und Nürnberg im Anschluss an den Amoklauf in Winnenden verhindert. Dieses Mal ging es jedoch nicht um den tragischen Amoklauf, sondern um Computerspiele als solche.

Auf die Entscheidung des Gemeinderats wollte Turtle Entertainement jedoch nicht warten und so ging man so eben selbst in die Offensive, mit der Konsequenz, dass das IFNG Karlsruhe nicht stattfinden wird. "Wir haben den Eindruck im Karlsruher Kommunalwahlkampf instrumentalisiert zu werden. Mit viel Engagement haben wir den Dialog mit der Karlsruher Politik gesucht und Gespräche geführt. Jeder konstruktiven Diskussion über den Umgang mit Computerspielen und neuen Medien wird allerdings die Grundlage entzogen, wenn von demokratischen Parteien öffentlich die Kündigung rechtsgültiger Verträge angeregt wird", gibt Ralf Reichert von Turtle Entertainement zu Protokoll.

Man hätte bis zu letzt versucht die Politik zu erreichen, doch am Ende zeigte sich, "dass die große Distanz zu unserer Jugend und den neuen Medien einen schweren Generationskonflikt offen legt."

Alle weiteren Informationen auf readmore.de.

Jan-Hendrik Heuschkel
Moderation
26.05.2009 11:40 Uhr
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Dein Kommentar
Bewertung: 0
26.05.2009 23:09 Uhr
Ein sehr gutes Argument deinerseits, wäre es gewesen, wenn nicht die Rechtsradikalen versucht hätten vor 3 Jahren in Karlsruhe ein Zentrum für ihre Ideologie zu errichten und dabei aufgehalten worden sind.

Wie gesagt finde ich eine länger als 1 Woche anhaltende Diskussion über die Amokläufe gut. Die…
Bewertung: 0
26.05.2009 20:50 Uhr
grundrecht auf kommerzielle veranstaltungen?.. wär mir neu das es sowas gibt
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
26.05.2009 20:31 Uhr
leider ja
denn die Berufen sich auf Grundgesetz mit der Versammlungsfreiheit, das ist bei so einem Tunier halt nicht gegeben

aber schade das man nicht mal, wie die Spackos fordern, mit Zweierlei Maß messen darf und für die einfach mal die Grundrechte abschafft

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