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  • Dying Light angespielt: Kletter-Splatter in der E3-Vorschau

    Mit Dying Light will Techland den nächsten Zombie-Verkaufserfolg feiern. Wir haben Probe gespielt. Quelle: Techland

    Blutfontänen und Freerunning - nein, Dying Light ist keine interaktive Dokumentation schmerzhafter Unfälle von Parkour-Sportlern. Es ist vielmehr ein weiteres Zombie-Spiel von Techland, in dem jedoch Rennen und Springen mindestens genauso wichtig sind wie eine gute Waffe, mit der ihr den Untoten die Rübe abhackt. Wir haben Dying Light auf der E3 2014 gespielt - unser Fazit lest ihr in der Vorschau aus Los Angeles.

    "Mwwwäääääuuuaaaaahhhh!"

    Zombie-Gestöhne und Redakteurs-Gegähne können sich verblüffend ähnlich anhören. Auf der E3 2014 gab es am Techland-Stand beides zu hören: Die Hauptwiedersacher im Zombie-Actionspiel Dying Light verlangten lautstark nach nahrhaften Gehirnen und der spielende Redakteur war dezent gelangtweilt von dem, was er da zu spielen bekam. Denn Dying Light ist nichts anderes als die inoffizielle Fortsetzung eines kommerziell erfolgreichen Zombie-Spiels, das in Deutschland schneller indiziert wurde, als man "platzende Köpfe" sagen kann. Während die Rechte an der Serie bei Publisher Deep Silver verblieben und das offizielle Dead Island 2 beim deutschen Entwickler Yager entsteht, verlegt Erfinder Techland die Zombiehatz mit Dying Light ab 2015 von den Tropen nach Brasilien. Und dort wird nicht nur mit Vorliebe der Ball ins Tor gespitzelt oder auf den Straßen protesiert, nein, in Brasilien wird vor allem gerne gerannt und gesprungen.

    Lauf, Zombie-Metzler, lauf!

    Die Fähigkeit, an Wänden entlang zu laufen, erlernt ihr erst nach einigen Levelaufstiegen. Die Fähigkeit, an Wänden entlang zu laufen, erlernt ihr erst nach einigen Levelaufstiegen. Quelle: Techland 20 Minuten lang spielten wir auf der E3 eine frühe PC-Version und zwar zwangsweise mit dem an einen PC angeschlossenen Xbox-One-Gamepad. Ob sich die Bewegungen des aus der Ego-Perspektive gesteuerten Protagonisten deshalb so behäbig und hölzern anfühlten? Geschwindigkeit ist in Dying Light der Schlüssel zum Sieg: Gerade zu Anfang gibt es viel zu viele Zombies und feindlich gesinnte Überlebende der Apokalypse, die zudem noch sehr stark sind, als dass ihr euch durchboxen könntet. Stattdessen gilt es, die Missionsziele der linearen, wahlweise im Koop-Modus spielbaren Kampagne zu erreichen, indem ihr euch die Parkour-Fähigkeitne des Helden zunutze macht. So rennt, springt und schlittert ihr durch Gassen, über Wellblechhütten und unter Zäunen hindurch.

    Das macht grundsätzlich Laune, aber das Bewegungsgefühl ist meilenweit von dem aalglatten Spielfluss eines Mirror's Edge entfernt, besonders zu Beginn. In einem späteren Abschnitt, den wir zusätzlich zur ersten Mission spielen konnte, sorgten mittlerweile freigeschaltete Fähigkeiten für eine geringfügige Verbesserung. Das Skillsystem ist zweigeteilt: Die beiden Erfahrungsbalken für Agilität und Stärke steigen jeweils durch Aktionen der jeweiligen Kategorie an, also indem ihr klettert oder Gegner mit (per Crafting aufrüstbaren) Baseballschlägern oder Schraubenschlüsseln umhaut. Dieses Learning-by-doing-Prinzip resultiert irgendwann in einem Levelaufstieg der jeweiligen Kategorie, woraufhin ihr einen Skillpunkt erhaltet und im umfangreichen Fähigkeitenbaum voranschreitet. Inwieweit das zusammen mit der Herstellung neuer, mächtigerer Waffen für Langzeitmotivation sorgt, lässt sich nach der kurzen Hands-on-Partie natürlich noch nicht abschätzen.

    Schießeisen spielen eine untergeordnete Rolle, meistens sind Nahkampfwaffen das Mittel der Wahl, um sich Untote vom Leib zu halten. Schießeisen spielen eine untergeordnete Rolle, meistens sind Nahkampfwaffen das Mittel der Wahl, um sich Untote vom Leib zu halten. Quelle: Techland

    Da hak' ich doch gerne ein!

    Die Demo bot zudem viel zu wenig Raum, um mit dem Kletterhaken zu experimentieren. Den dürft ihr im Gegensatz zu dem Exemplar in Far Cry 4 deutlich freizügiger einsetzen; ihr seid nicht auf jene bestimmten Stellen beschränkt, welche die Entwickler dafür vorgesehen haben. Kletterhaken auswählen, zielen, abfeuern und - zack! - steht ihr auf einem Dach und könnt von dort aus weiter sprinten und klettern. Auch Schwimmen und Tauchen sind als Bewegungsformen mit von der Partie. Ob ihr in Fahrzeuge einsteigen könnt, ist aber noch unbekannt, die Straßen sahen jedenfalls allesamt viel zu chaotisch und mit Leichen zugepflastert aus, um Durchgangsverkehr zu erlauben.

    Bei Nacht geht es ungleich gefährlicher auf den Straßen zu. Bei Nacht geht es ungleich gefährlicher auf den Straßen zu. Quelle: Techland Der Fokus liegt offensichtlich auf Wallruns und der Bewegung zu Fuß. Diese wird um einen weiteren interessanten Aspekt erweitert und zwar dann, wenn wir in einem unserer nach und nach gesicherten Safe Houses (funktioniert ähnlich wie mit den Außenposten in Far Cry 3) ein Nickerchen machen oder nach einer gewissen Zeit das Tageslicht der nächtlichen Finsternis weicht. Dann werden aus den trägen Zombies in der Stadt flinke Jäger, zudem treiben sich besonders starke Spezialmonster auf den Straßen herum. Um ihnen aus dem Weg zu gehen, nutzt ihr eine Art Radar, bei dem das Spiel eine Druckwelle aussendet und diese Superzombies angepingt werden. Anschließend könnt ihr ihre Silhouetten durch Wände sehen und entsprechend eure Route planen. Das sorgte bei unserem kurzen Nachtausflug während der Demo für echten Nervenkitzel!

    Dying Light hat Potenzial, keine Frage. Auch wenn unser E3-Fazit eher so lala ausfällt, müssen Zombie-Fans nicht verzagen: Techlands vorheriger Zombie-Titel wirkte im Vorfeld auch eher uninspiriert und mauserte sich nach dem Release zu einem Überraschungshit. Einzig Grafik-Fetischisten dürfte Dying Light wohl im Hals stecken bleiben wie einem Zombie das Hirn eines beliebigen Dschungelcamp-Teilnehmers: Selbst die PC-Version muss mit groben Texturen und geringer Detaildichte auskommen. Bedanken darf man sich dafür bei den Versionen für PS3 und Xbox 360, für die Dying Light ebenfalls erscheint und deren geringer Arbeitsspeicher die Technik merklich limitiert.

    01:44
    Dying Light: Gameplay-Trailer zur E3 2014
  • Dying Light
    Dying Light
    Publisher
    Warner Bros. Interactive
    Developer
    Techland
    Release
    27.01.2015

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Dying Light
Kletter-Splatter in der E3-Vorschau
Blutfontänen und Freerunning - nein, Dying Light ist keine interaktive Dokumentation schmerzhafter Unfälle von Parkour-Sportlern. Es ist vielmehr ein weiteres Zombie-Spiel von Techland, in dem jedoch Rennen und Springen mindestens genauso wichtig sind wie eine gute Waffe, mit der ihr den Untoten die Rübe abhackt. Wir haben Dying Light auf der E3 2014 gespielt - unser Fazit lest ihr in der Vorschau aus Los Angeles.
http://www.pcgames.de/Dying-Light-Spiel-22342/News/Dying-Light-angespielt-E3-Vorschau-1124586/
11.06.2014
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2014/06/Dying_Light_02-pc-games_b2teaser_169.jpg
dying light,action,e3 2014,zombie,e3
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