Dungeons: Dungeon Keeper-Klon mit vielen eigenen Ideen - Die Gamescom-Vorschau
Die recht bunte Grafik von Dungeons passt zum heiteren Spielprinzip.
Anders als befürchtet macht Realmforge aus Dungeons nicht einfach einen simplen Dungeon Keeper-Klon. Vielmehr dreht das deutsche Studio das Spielprinzip des Klassikers um. Den Hauptteil des Spiels verbringen Sie nicht damit, Ihre Monster glücklich zu machen, sondern die einfallenden Helden. Klingt paradox, ist aber so. In Dungeons sind die Helden, die in Ihr Reich kommen um Monster zu töten und Schätze zu plündern, eine Art wandelnde Ressource. Töten Sie die Strahlemänner, bekommen Sie sowohl Gold als auch Seelenenergie. Während der Goldbetrag immer recht gleich ist, variiert die Seelenenergie je nachdem, wie glücklich und zufrieden die Helden zum Zeitpunkt ihres Todes sind. Jeder Held kommt in Ihren Dungeon mit einigen Wünschen. So will er zum Beispiel kleine Monster verkloppen oder einen Haufen Gold einsacken.
Bauen Sie Ihren Dungeon so auf, dass der Held sich vor seinem Ableben diese Wünsche erfüllen kann, so steigt seine Seelenenergieanzeige und damit ihr Lohn, wenn Sie ihn schlussendlich beseitigen. Ist die Zufriedenheit am Maximum, bevor der Held stirbt, bekommen Sie den gesamten Seelenenergie-Betrag und noch die Chance mehr aus dem Helden herauszupressen. Mit viel Seelenenergie haben Sie die Möglichkeit, Ihren Dungeon mit Prestige-Objekten zu füllen. Das können zum Beispiel Lampen, Feuerstellen und Regale sein. Mehr Prestige bringt Ihnen dann die Möglichkeit, bessere Räume zu bauen. So platzieren Sie in Ihrem Dungeon Büchereien und Schatzkammern. Auch Gefängnisse und Folterkammern errichten Sie. In diesen dürfen Sie die Helden einkerkern und so nach und nach den vollen Betrag an Seelenenergie aus ihnen herauspressen.
Allgemein soll man einen Dungeon wie in Diablo bauen können. Dementsprechend heuert man auch keine Monster direkt an, sondern setzt Spawnpunkte, von denen aus dann Monster mit einem gewissen Cooldown erscheinen. Kommt dem Spawnpunkt ein Feind zu nahe, greifen die Monster an.
Dungeons lehnt sich unverkennbar an Dungeon Keeper an.
Die Steuerung des Dungeon Lords an sich spielt sich fast wie ein Diablo. Aus der Schulterperspektive scheuchen Sie ihn durch die Gänge und greifen per Mausklick Gegner an. Außerdem dürfen Sie Ihren Dungeon Lord wie in einem Action-Rollenspiel aufleveln. In drei Kategorien schalten Sie Skills in den Bereichen Kampf, Verbesserung und Bauen. Außerdem werten Sie die Grundwerte Stärke, Intelligenz, Geschicklichkeit und Konstitution auf.
Auch in anderen Punkten macht das Spiel humoristische Anspielungen auf Diablo. So heißt eines der großen Monster Butch der untote Fleischer. Außerdem sollen Sie neben den großen Aufgaben (Besiege den gegnerischen Dungeon Lord) auch kleine Nebenquests bekommen. In einer Sidequest sollen Sie beispielsweise eine wunderschöne Nachbarstadt mit grünem Schleim vollsauen. Dafür stellen Sie Schleimkanonen auf, die die Stadt dann beschießen. Coole Idee!
Stärken und Schwächen von Dungeons
Uns gefällt sowohl die grafische Präsentation - auch wenn die Optik für manch einen zu bunt erscheinen mag - sowie die Nähe zum nicht verkennbaren Original. Der Spielprinzip-Twist sorgt für Abwechslung und der Dungeon Lord spielt sich ähnlich wie in einem Rollenspiel. Gut. Was noch fehlt, sind einige Spielmechaniken. Dafür haben die Entwickler aber noch einige Zeit.
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Sorry, jetzt muss ich mich da mal kurz einschalten. Ich habe die Demo Version auf der Gamescom auch gespielt und ich hatte sehr viel Spaß dabei. Ich kann nicht verstehen was manche Leute dazu antreibt in Foren solchen geistigen Dünnpfiff zu vebreiten. Es ist eine Sache, ob man seine Meinung…