Duke Nukem Forever Report: Wenn Perfektion zur Besessenheit wird - Die Wahrheit hinter dem Mythos
Mittlerweile ging 3D Realms allerdings das Geld aus. Seit der ersten Ankündigung hatten Miller und Broussard mehr als 20 Millionen US-Dollar in die Entwicklung gesteckt. Also mussten beide mit ihrem Vorsatz brechen und baten Take-Two um Geld. Sie benötigten weitere sechs Millionen US-Dollar, um Duke Nukem Forever fertigzustellen. Doch Take-Two machte ein Gegenangebot: 2,5 Millionen US-Dollar sofort und 2,5 Millionen US-Dollar bei Fertigstellung. Miller und Broussard lehnten ab und stellten die Arbeit an Duke Nukem Forever offiziell ein. Am 8. Mai 2009 wurde bekannt, dass das gesamte Team von 3D Realms aufgelöst wurde. Nur wenige Tage später erschienen im Internet neben diversen Bildern aus der Entwicklung auch ein Video, das neue Gameplay-Szenen aus dem Spiel zeigte.
Am 14. Mai 2009 ging Take-Two gerichtlich gegen 3D Realms vor. Im Jahr 2000 habe Take-Two 12 Millionen US-Dollar an Infogrames gezahlt, um die Publishing-Rechte an Duke Nukem Forever zu erhalten - und man habe dafür nie ein fertiges Spiel gesehen. 3D Realms konterte und sagte aus, dass man das Geld nie erhalten habe, schließlich sei das ein Deal zwischen Take-Two und Infogrames gewesen. Im Dezember 2009 ging Scott Miller an die Öffentlichkeit und relativierte die frühere Aussage. Zwar sei das gesamte Team hinter Duke Nukem Forever entlassen worden, was aber nicht das Ende des Projektes darstelle. Man werde mit einem externen Studio zusammenarbeiten, um das Spiel weiter zu entwickeln. Im Juni 2010 gaben 3D Realms und Take-Two bekannt, dass man die Rechtsstreitigkeiten beigelegt habe und 3D Realms im Besitz der Marke Duke Nukem bleibe.
Kurz darauf gingen Gerüchte um, das Entwicklerstudio Gearbox (u.a. Borderlands) habe sich Duke Nukem Forever angenommen. Diese Meldungen wurden am 3. September 2010 wahr. Auf der Penny Arcade Expo enthüllten Take-Two und Gearbox, dass Duke Nukem Forever im Jahr 2011 erscheinen werde - für PC, Playstation 3 und Xbox 360. Randy Pitchford, Chef von Gearbox, bestätigte, dass man seit 2009 an dem Ego-Shooter arbeite und mittlerweile sogar im Besitz der Marke Duke Nukem sei. Zusammen mit den Studios Triptych Games und Piranha Games werde man dafür Sorge tragen, dass Duke Nukem Forever tatsächlich auf den Markt komme. Dass der Duke über die Zeit nicht an Faszination verloren hat, belegt die Statistik des Kurznachrichtendienstes Twitter. Am 3. September verdrängte er gar den Hurrican Earl als auch das verheerende Erdbeben in Neuseeland aus dem Fokus der Twitter-User.
Die ehemaligen High-School-Freunde Scott Miller und George Broussard sowie ihre Firma 3D Realms bleiben Co-Entwickler, da sie die meiste Arbeit geleistet haben. Sie investierten mehr als 20 Millionen US-Dollar aus eigener Tasche, sie verloren ein ganzes Team und zuletzt auch die Rechte an ihrer Erfindung. Der Duke lebt also. Aber zu welchem Preis?
- Die Duke Nukem Forever-Reportage: Von der Gründung bis Duke Nukem 3D
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Internet-Quellen:
Kotaku, Shacknews, Web-Archive, 3D Realms, CNet, IGN, Wired
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ja, warte auch seit 13 Jahren... noch 20 Jahre bis zur Rente..mal sehen, was vorher eintritt.