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  • Dual Universe: Entwicklerbesuch mit Gameplay-Details zur Vision zum Sci-Fi-Sandbox-MMORPG für PC

    Jäger oder kapitales Schlachtschiff? Die Spieler sollen völlig freie Hand dabei haben, was sie erschaffen möchten. Quelle: Novaquark

    Mit Dual Universe möchte das französische Entwicklerteam Novaquark zeigen, was in einem Sandbox- MMORPG mit der heutigen Technik auf dem PC möglich sein soll. Basierend auf Voxel-Welten und einer leistungsfähigen Single-Shard-Servertechnologie sollen die Spieler ihre eigene Zivilisation aufbauen können. Wie das gehen soll, erläutert uns Jean-Christophe Baillie bei seinem Besuch anhand der Pre-Alpha des Spiels.


    (Hundert)tausende Spieler, die gleichzeitig in der gleichen Spielwelt eine ganze Sci-Fi-Zivilisation auf PC aufbauen, vereint auf einem einzigen Serversystem - das ist die Vision des 25-köpfigen Entwicklerteams Novaquark unter der Leitung von CEO Jean-Christophe Baillie (JC). "Wir sind heute an einem Punkt, wo wir mit der so genannten Single-Shard-Technologie die entsprechende Voraussetzung besitzen, um einen solchen Traum zu verwirklichen" erklärt uns der sympathische Franzose Baillie beim Entwicklerbesuch. Wie sich dieser Traum in die Realität umsetzen lässt, das wollte uns Baillie anhand einer Pre-Alpha-Version zeigen, die er uns ausgiebig vorstellte. Der Wissenschaftler und Unternehmer blickt auf eine langjährige Erfahrung in Roboter- und KI-Technik zurück, die er jetzt für seine Ideen in Dual Universe nutzt.

    Am 7. September 2016 startete die Kickstarter-Kampagne für Dual Universe. Das Mindestziel liegt bei 500.000 Euro. Aktuell (Stand 26.09.201) haben die Entwickler über 371.000 Euro davon beisammen und noch 15 Tage Zeit, bis die Kampagne endet.

    01:08
    Dual Universe: Video zum Kickstarter-Launch des Sandbox-MMORPGs

    Worum geht's in Dual Universe eigentlich?

          

    Ganz knapp erklärt, stellt Dual Universe eine Mischung aus einem Sci-Fi-Minecraft und EVE Online dar. Sprich, der Fokus des Spiels liegt im Bauen und Erschaffen von Konstruktionen, gepaart mit massivem Multiplayer-Gameplay, in dem sich Spieler zu mächtigen Konzernen und Organisationen zusammenschließen. Eingebettet ist das Ganze in einem riesigen 3D-Universum, bei dem die Spieler prozedural generierte Planeten aus der Ego-Perspektive erkunden, besiedeln, nach Rohstoffen suchen und Objekte craften. Gebäude, Spielerstädte, Fahrzeuge, Raumschiffe und sogar riesige Orbitalstationen, die sich völlig frei gestalten lassen, sollen dabei möglich. Darüber hinaus legt Dual Universe viel Wert auf "emergent gameplay", das heißt, es gibt keinen, fest von den Entwicklern vorgegebenen Spiel-Content. Storys, Handlungen, das Waren- und Wirtschaftssystem mit seinen dynamischen Preisen, ja selbst politische sowie soziale Strukturen und territoriale Ansprüche auf den Planeten sind allein durch die Aktionen der Spieler gesteuert.

    Die bizarr gestalteten Arkships stellen den Startpunkt für den Spieler dar. Von dort aus beginnt dann das eigentliche Abenteuer. Dual Universe: Die bizarr gestalteten Arkships stellen den Startpunkt für den Spieler dar. Von dort aus beginnt dann das eigentliche Abenteuer. Quelle: Novaquark Die auf der Webseite zum Spiel kurz präsentierte Hintergrundgeschichte skizziert dabei den Untergang der Menschheit, die daraufhin versucht, mit großen Kolonie-Schiffen (den Arkships) eine neue Heimat im Universum zu finden - hat hier jemand Sid Meier's Civilization: Beyond Earth gesagt? Mit der Ankunft auf einem neuen Heimatplaneten soll das Spielerabenteuer in Dual Universe beginnen. Alle Spieler starten dabei auf dem Planeten Alioth. Los geht's im Arkship, in dem ihr aus dem Cryo-Schlaf erwacht, um von dort die ersten Schritte in die durch Voxel generierte Spielwelt zu unternehmen. Die Startzone, insgesamt ein etwa 20km² großes Gebiet, ist als Safezone gekennzeichnet. Das bedeutet, dass innerhalb dieser Grenze kein PvP möglich ist. Das soll verhindern, dass etwa schon fortgeschrittene Spieler unbedarften Neulingen auflauern. Erst außerhalb einer Safezone ist freies PvP fester Bestandteil des Gameplays.

    Was steckt hinter der Single-Shard-Technologie?

          

    Die Entwickler von Dual Universe setzen eine optimierte Netcode- und Servertechnik ein, die es erlaubt, dass viel mehr Spieler als bisher bei MMORPGs üblich, miteinander agieren können. Das sei beispielsweise erst durch moderne Cloud-Systeme möglich. Wie genau das funktioniert, demonstriert Novaquark in einem jüngst veröffentlichten Tech-Video.

    Nur dadurch ist es möglich, dass beispielsweise riesige, von Spielern erschaffene Konstrukte wie etwa Städte oder Orbitalstationen auch von anderen Spielern schon aus großer Entfernung erkennbar sind.

    Dual Universe: PC Games im Gespräch mit Jean-Christophe Baillie

          

    Zahlreiche weitere Details zum Gameplay von Dual Universe erläutert uns Entwickler JC im Gespräch bei seinem Besuch in der Redaktion von PC Games. Wir fassen für euch die interessantesten Einblicke sinngemäß zusammen.

    Wie kamen die die Single-Shard-Technologie un die Projektidee zu Dual Universe eigentlich zustande?

          

    JC: Ich habe 2013 damit angefangen, den technischen Prototyp zu entwickeln, in dem ich grundlegende, dynamische Systeme für die geplante Netzwerkstruktur ausprobiert habe. Die Ergebnisse waren vielversprechend und das war im Prinzip für mich der Startschuss, um das Unternehmen Novaquark zu gründen, um damit meine Spielidee endlich umsetzen zu können. Eigentlich träume ich schon seit 2001 davon, ein solches MMORPG-Spiel wie Dual Universe zu ermöglichen, aber damals gab es die dafür notwendigen technologischen Voraussetzungen noch nicht. Das für die Entwicklung der Single-Shard-Technologie notwendige Kapital stammt von verschiedenen Investoren, denn schließlich musst du deine Mitarbeiter ja auch bezahlen können. Das Ergebnis ist der jetzt vorliegende Prototyp, die Pre-Alpha-Version, die wir euch auch heute gezeigt haben. Das ist das, was wir bis jetzt haben und worauf die kommenden Schritte aufbauen werden.
    Schaffen die Entwickler es, die Kickstarter-Kampagne für ihr Projekt erfolgreich zu beenden? Dual Universe: Schaffen die Entwickler es, die Kickstarter-Kampagne für ihr Projekt erfolgreich zu beenden? Quelle: Novaquark Der nächste Schritt ist die aktuell laufende Kickstarter-Kampagne, die uns dabei hilft, jetzt den benötigten Content für Dual Universe Schritt für Schritt zu realisieren. Das Ziel dabei ist, eine möglichst große Community zu erreichen, die dich nachhaltig unterstützt, sodass du deine geplanten Ziele für das Spiel möglichst ohne Kompromisse umsetzen kannst.

    Was wird man in den ersten Spielstunden von Dual Universe machen?

          

    JC: Die Antwort auf diese Frage ist davon abhängig, zu welchem Zeitpunkt ein Spieler einsteigen wird und genau das macht es für mich auch so spannend - denn das Spielerlebnis wird sich mit der Zeit zunehmend verändern.

    Dual Universe: Zu Spielbeginn wird es darum gehen, eine funktionierende Spielerzivilisation aufzubauen. Dual Universe: Zu Spielbeginn wird es darum gehen, eine funktionierende Spielerzivilisation aufzubauen. Quelle: Novaquark Zum Release von Dual Universe wird es für die Spieler zunächst darum gehen, eine funktionierende Zivilisation aufzubauen. Das heißt, es geht in dieser Phase primär darum, nach Rohstoffen zu scannen und diese abzubauen. Mit den gewonnenen Ressourcen entstehen erste Gebäude und die Spieler beginnen damit, Märkte aufzubauen, die später alleine durch die Spieler gesteuert werden. Zuvor können die Spieler ihre Rohstoffe schon an KI-Bots verkaufen, da es ja noch keinen Spielermarkt gibt. Dadurch erwirtschaften die Spieler ihre ersten Gewinne. Bei Bots lassen sich aber auch benötigte Materialien kaufen, um erste Konstruktionen herzustellen. So entstehen beispielsweise erste Häuser und Spielerraumschiffe sowie Hovercraft-Vehikel, mit denen sich die Planetenoberfläche erkunden lässt. Im nächsten Schritt werden die Spieler dann in der Lage sein, ihre geschaffenen Konstruktionen als Blaupause abzuspeichern. Diese Blaupausen (Blueprints) lassen sich dann beispielsweise am Spielermarkt handeln. Damit beginnt dann quasi eine industrielle Ära im Spiel, in der Massenproduktion möglich ist und so in der Lage ist, eine regelrechte Kundschaft zu etablieren. So in etwa stellen wir uns die mögliche Entwicklung einer Spielerzivilisation in der frühen Phase nach Release von Dual Universe vor.

    Für weit nach Release startende Spieler kann dies bedeuten, dass sie an ihrem Startpunkt eine schon komplett aufgebaute Stadt vorfinden. Dort könnten zum Beispiel schon im Spiel etablierte Organisation ihre Stärke durch entsprechende Anlagen und Skulpturen zeigen, vielleicht sogar um Mitgliedschaft werben oder Jobs anbieten. Es wird keine vordefinierten Quests oder ähnliches geben - Aufträge und Jobs ergeben sich durch das Spiel selbst, etwa wenn eine Gruppe Spieler für ein großes Projekt wie etwa den Bau eines eigenen "Todessterns" beispielsweise massenhaft Schürfer sucht oder Fabrikanten, welche die benötigten Waffensystem liefern etc. Solche Angebote sollen die Spieler an einer Art Job-Börse vorfinden. Wer mag, findet dadurch schnell Anschluss an schon bestehende Spielergruppen und -organisationen. Wer das nicht möchte, baut sich eben sein eigenes Schiff auf dem Startplaneten, fliegt damit los und beginnt damit, auf einem ganz anderen Planeten eine neue Zivilisation von Grund auf zu errichten.
    Die Entwickler bei Novaquark möchten mit Dual Universe das MMORPG-Genre auf die nächste Stufe hieven. Die Entwickler bei Novaquark möchten mit Dual Universe das MMORPG-Genre auf die nächste Stufe hieven. Quelle: Novaquark

    Wie verhält es sich mit den vorhandenen Rohstoffvorkommen auf einem Planeten?

          

    JC: Es wird keine Rohstoff-Regeneration im Spiel geben. Wer etwa das Vorkommen eines seltenen Materials abbaut, sitzt damit nicht automatischem auf einem endlosen Geldstrom. Da die Rohstoffvorkommen begrenzt sind, wird man neue Quellen erschließen müssen, um sein entsprechendes Geschäft weiter betreiben zu können. Daraus können wiederum neue Jobs für andere Spieler entstehen, etwa indem man Prospektoren anheuert, die sich mit Scannern auf die Suche nach neuen Vorkommen machen.

    Werden die Spieler auch eigene Legierungen verschiedener Materialen herstellen können?

          

    JC: Ein solches Feature würde ich persönlich schon gerne für die Release-Version des Spiels drin haben. Aber das können wir zum derzeitigen Standpunkt der Entwicklung nicht garantieren. Sicher passt das Feature hervorragend in das Sci-Fi-Industrie-Setting, aber ich denke, das wird erst zu einem späteren Zeitpunkt nach Release möglich sein.

    Wie sieht es mit Tieren, Lebewesen und Kreaturen auf den Planeten aus?

          

    JC: Wir haben uns dafür entschieden, zu Beginn des Spiels erst mal nur einige wenige Kreaturen in Dual Universe zu integrieren. Es wird einige Zeit brauchen, bis wir so viele Arten geschaffen haben, um es als vollwertiges Feature im Spiel benennen zu können. Wir wollen einfach kein halbgares Feature als solches anpreisen, daher ist in der ersten Version des Spiels auch nicht damit zu rechnen, dass Dual Universe Survival-Aspekte wie etwa Tierjagd enthält. Langfristig gesehen würden solche Elemente sicher gut ins Spiel passen, aber da es nicht zu den Kernfeatures zählt, die Dual Universe ausmachen, haben sie für die aktuelle Entwicklung keine Priorität.
    Die Planeten im Spiel sollen verschiedene Biomtypen mit unterschiedlichen Eigenschaften bieten. Dual Universe: Die Planeten im Spiel sollen verschiedene Biomtypen mit unterschiedlichen Eigenschaften bieten. Quelle: Novaquark

    Die Spielermärkte stellen ein elementares Feature in Dual Universe dar. Besteht da nicht die Gefahr in Form eines Kollapses, bei dem alles zusammenbricht?

          

    JC: Du meinst eine richtige Finanzkrise? Nun - vielleicht - aber wenn ich solche wirtschaftlich komplexen Zusammenhänge voraussehen und erkennen könnte, wäre ich sicher ein reicher Mann in der Wirtschaft. Und ja, die Wirtschaft in Dual Universe wird ein sehr realistisches System abbilden. Viele Faktoren werden die Spielermärkte beeinflusse, so wie in der Realität auch. Grundsätzlich wird Angebot und Nachfrage die Märkte und die dortigen Warenpreise bestimmen und das wird sich auch im Gameplay widerspiegeln.

    Errichtet Verteidigungsanlagen, um damit eure geschaffenen Konstruktionen zu sichern. Dual Universe: Errichtet Verteidigungsanlagen, um damit eure geschaffenen Konstruktionen zu sichern. Quelle: Novaquark Nehmen wir mal an, dass die Mining-Aktivität gerade nicht sonderlich populär im Spiel ist. Was wird passieren? Du wirst Spieler haben, die auf solche Mining-Rohstoffe angewiesen sind, damit sie ihre Produkte herstellen können. Der Bedarf wird demnach hoch sein, das Angebot niedrig, folglich steigen die Preise. Ein anderer Spieler möchte sich vielleicht gerade sein "Traum-Raumschiff" kaufen, hat aber nicht das benötigte Kapital dafür. Er könnte jetzt hergehen, sich die aktuelle Marktlage zunutze machen und beschließen, an diesem Abend sich dem Mining zu widmen, um somit viel Geld zu erwirtschaften. Und Geld im Spiel wird ein treibender Motor im System sein, davon ist auszugehen. Das ist im echten Leben so und gilt ebenso für die virtuelle Realität: Menschen haben ihre Träume und suchen nach Wegen, um diese zu realisieren.

    Glaubst du, dass das dynamische Wirtschaftssystem in Dual Universe zu Monopolen für bestimmte Waren/Rohstoffe führen kann?

          

    JC: Das ist eine gute Frage. Ich glaube im Prinzip schon, dass es Monopol-Situationen im Spiel geben könnte, wenn sich eine Gruppe Spieler entschließt, so etwas aufzubauen. Es gibt dabei aber einen entscheidenden Unterschied zur realen Wirtschaft. Wenn ich heute beispielsweise versuchen wollte, mit einem Jungunternehmen sagen wir mal den bestehenden Ölmarkt zu übernehmen, wird das kaum funktionieren, denn solche Strukturen sind in der echten Wirtschaft über einen langen Zeitraum gewachsen. In einem Spiel wie Dual Universe ist das anders, da sich solche Dinge viel schneller realisieren lassen. Sprich, eine entstehende Monopol-Stellung einer bestimmten Spielergruppe dürfte sich auch wieder relativ schnell durchbrechen lassen, wenn andere Spieler gemeinsam dagegen arbeiten. Sollte die Eigendynamik und Selbstregulierung im Spiel dafür langfristig nicht ausreichen, müssen wir uns als Entwickler natürlich überlegen, wie wir in einem solchen Fall regulierend eingreifen können. Das wäre in der Tat eine ziemliche Herausforderung, wenn es für alle Beteiligten fair bleiben soll.
    Brecht in eine gigantische Sandbox auf, um eure eigenen Geschichten zu schreiben. Ein Wunschtraum der Entwickler oder bald spielbare Realität? Dual Universe: Brecht in eine gigantische Sandbox auf, um eure eigenen Geschichten zu schreiben. Ein Wunschtraum der Entwickler oder bald spielbare Realität? Quelle: Novaquark Solche Balancing-Fragen ergeben sich nicht nur in puncto Wirtschafts-System. Das erläutert uns JC beispielsweise beim Thema Piraterie. Das Gameplay in Dual Universe soll es etwa erlauben, dass Spieler Raumschiffe anderer User entern und erbeuten können. Um diesen "worst case" zu verhindern, soll es dem Spieler möglich sein, als letzte Möglichkeit sein Schiff per Selbstzerstörung ins Nirvana pusten, damit es nicht in feindliche Hände fällt. Dies geht, wenn man sein Schiff mit einer entsprechenden Self-Destruct-Technik versehen hat. Das würde jedoch zur Folge haben, dass "Piratenspieler" auf Dauer permanent das Nachsehen hätten, weil einfach jeder eine solche Technik in seinem Schiff eingebaut haben würde. Das Gameplay als Pirat würde auf Dauer langweilig werden. Daher stammt die Idee, als Gegenstück zur Selbstzerstörungsautomatik einen "Scrambler" zu integrieren. Mit einem solchen Schiffs-Upgrade wäre dann ein Pirat in der Lage, die Selbstzerstörungsautomatik auszuschalten. Somit ließe sich wieder ein Gleichgewicht herstellen und das Gameplay spannender gestalten.

    Was passiert, wenn meine Spielfigur den Bildschirmtod erleidet?

          

    Novaquark plant derzeit ein Respawn-System, das an so genannte Wiederbelebungskapseln ("Resurrection nodes") gekoppelt ist. Sobald eure Figur stirbt, wird sie an der nächstgelegenen Kapsel wieder ins Spiel einsteigen. Damit die Spieler aber nicht inflationär mit den Kapseln umgehen können, werden diese ziemlich kostspielig sein. Darüber hinaus müsst ihr eine solche Kapsel auch direkt in der Spielwelt platzieren. In Verbindung mit dem territorialen Gameplay von Dual Universe kann das für strategisch brisante Situationen sorgen. Nehmen wir an, dass ein Spieler eine Location mit wertvollen Rohstoffen kontrolliert und sich dort auch seine nächstgelegene Wiederbelebungskapsel befindet. Wenn ein anderer Spieler nun genau diese Kapsel zerstört und dann den Eigentümer umnietet, wird dieser an seiner weiter zurück liegenden Kapsel wieder ins Spiel kommen. Das wird dazu führen, dass die Spieler sich sehr gut überlegen müssen, wo sie diese Kapseln platzieren. Da sich die Voxel-Welten in Dual Universe komplett bearbeiten lassen, wäre es also denkbar, dass man sich ein tief unter der Oberfläche gelegenes Versteck für seinen Respawn-Punkt anlegt.

    Wie fällt bislang das Feedback über euer geplantes Monetarisierungsmodell für Dual Universe aus?

          

    JC: Wir sind uns absolut darüber im Klaren, dass es heutzutage nicht viele Spiele gibt, die ein Abo (Subscription)-Modell benutzen. Das ist immer ein Thema für hitzige und kontroverse Debatten. Wir haben uns die verschiedenen Modelle angeschaut, die es auf dem Markt gibt. Wir glauben, dass unsere geplante Variante der Subscription die beste Wahl für die Art von Spiel ist, das Dual Universe darstellt. In Dual Universe soll der Spieler fest in die Welt eingebunden sein, in der er seine eigenen Storys erlebt und in die er richtig tief eintauchen kann. Uns ist es lieber, dies mit einer kleineren, aber fest überzeugten Community zu erreichen, denen wir auch einen entsprechend qualitativ hochwertigen und umfassenden Support bieten möchten.
    Kommandozentralen sollen die Steuerung ganzer Raumstationen ermöglichen. Dual Universe: Kommandozentralen sollen die Steuerung ganzer Raumstationen ermöglichen. Quelle: Novaquark Bei einer Free2Play-Variante würde das in Dual Universe meiner Meinung nach nicht funktionieren. Wir haben viel Feedback dazu erhalten, in dem die Leute sagen, dass sie genug von Free2Play-Content haben, in dem man dann aber doch ständig an Grenzen stößt, von werbenden Inhalten genervt ist und in dem das Gameplay so getweakt ist, dass man schließlich an einen Punkt gelangt, wo man dann doch zahlen muss, um voranzukommen. Es gibt genügend Spieler, die lieber klare Verhältnisse haben möchten - indem sie wissen, dass sie für ihr Abo das geboten bekommen, was sie sich für das Spiel wünschen.

    Die zweite, wichtige Säule in unserem geplanten Business-Modell für Dual Universe ist die Möglichkeit, wie man mithilfe von Coupons an Spielzeit gelangt. Man wird entsprechende 30-Tage-Coupons direkt bei uns kaufen können, die dann in deinem Inventar auftauchen. Die kannst du dann entweder für dich selber einsetzen oder aber sie auf dem Ingame-Markt an andere Spieler verkaufen. Dafür bekommst du dann den entsprechenden Wert in Spielwährung. Für andere Spieler bedeutet dass, das sie durch erspieltes Ingame-Geld die Möglichkeit haben, sich solche Coupons zu erwerben. So wird es für Intensiv-Spieler möglich sein, sich auf Dauer Spielzeit erwerben zu können, ohne dafür Echtgeld ausgeben zu müssen. Das Konzept ähnelt dem von Eve online und dort funktioniert das beispielsweise sehr gut. Ich selber habe so lange Zeit EVE online spielen können, ohne auch nur einen Cent Echtgeld dafür auszugeben.

    Als drittes Standbein werden wir eine Art "free ty try" anbieten. Sprich, interessierte Spieler können dann sich dann mit einer limitierten Version von Dual Universe beschäftigen und so für sich herausfinden und entscheiden, ob sie tiefer in dieses MMORPG-System eintauchen möchten.

    Wie ist der weitere, zeitliche Ablauf der Entwicklung geplant?

          

    JC: Den Start in die Alpha-Phase wollen wir im ersten Halbjahr 2017 realisieren. Innerhalb eines Jahres soll es dann in die Beta-Phase übergehen. Für die erste Release-Version peilen wir Ende 2018 an.

    Mehr zum Thema Dual Universe findet ihr auf unserer Themenseite zum Spiel. Was haltet ihr von Dual Universe und den geplanten Gameplay-Ideen für das PC-MMORPG? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare.

    01:08
    Dual Universe: Video zum Kickstarter-Launch des Sandbox-MMORPGs
  • Es gibt 8 Kommentare zum Artikel
    Von StefanWeiss
    Korrekt, vorgefertigte Schiffe gibt es nicht - die Entwürfe machen die Spieler selber, halt nach Lego-Prinzip. Was es…
    Von Pherim
    Ist mir auch gleich aufgefallen... aber auf dem Bild steht ja "All shown constructions & ships are built in-game",…
    Von StefanWeiss
    Hut ab! Gut beobachtet! ;-)Viele Grüße,Stefan W.
    • Es gibt 8 Kommentare zum Artikel

      • Von StefanWeiss Redakteur
        Zitat von Pherim
        Ist mir auch gleich aufgefallen... aber auf dem Bild steht ja "All shown constructions & ships are built in-game", also hat das vielleicht jemand absichtlich im Spiel nachgebaut um das Bausystem zu testen oder weil ihm gerade nichts anderes einfiel. Also in der Art…
      • Von Pherim Erfahrener Benutzer
        Ist mir auch gleich aufgefallen... aber auf dem Bild steht ja "All shown constructions & ships are built in-game", also hat das vielleicht jemand absichtlich im Spiel nachgebaut um das Bausystem zu testen oder weil ihm gerade nichts anderes einfiel. Also in der Art wird das im Spiel nicht auftauchen, außer…
      • Von StefanWeiss Redakteur
        Zitat von G-Kar
        Bild 14 von den 16.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Da hat aber mal jemand bei Stargate abgeschaut. Das ist ne BC 304 (oder auch Daedalus Klasse). Damit haben se ja schonmal nen gutes Schiffsdesign. :D

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Na mal sehen was das wird. Sieht ja schonmal nicht verkehrt aus.
        Hut ab! Gut beobachtet! ;-)

        Viele Grüße,
        Stefan W.
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Dual Universe
Dual Universe: Entwicklerbesuch mit Gameplay-Details zur Vision zum Sci-Fi-Sandbox-MMORPG für PC
Mit Dual Universe möchte das französische Entwicklerteam Novaquark zeigen, was in einem Sandbox- MMORPG mit der heutigen Technik auf dem PC möglich sein soll. Basierend auf Voxel-Welten und einer leistungsfähigen Single-Shard-Servertechnologie sollen die Spieler ihre eigene Zivilisation aufbauen können. Wie das gehen soll, erläutert uns Jean-Christophe Baillie bei seinem Besuch anhand der Pre-Alpha des Spiels.
http://www.pcgames.de/Dual-Universe-Spiel-57410/Specials/Details-zum-Gameplay-des-Sci-Fi-Sandbox-MMORPG-von-Novaquark-1208884/
26.09.2016
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2016/09/Dual-Universe-34--pc-games_b2teaser_169.jpg
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