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  • Driveclub im Test: Im Duell mit Forza Horizon 2 zieht Sony den Kürzeren - Jetzt mit Wertung

    Das PS4-exklusive Driveclub muss sich im Test mit dem Xbox One-exklusiven Forza Horizon 2 duellieren. (1) Quelle: Sony

    Was lange währt, wird endlich gut. Trifft diese Weisheit auch auf den um knapp ein Jahr verschobenen Ex-PS4-Launchtitel Driveclub zu? Unser Test des Rennspiels hat die Antwort. Update: Nach 10 Tagen Server-Chaos verpassen wir Driveclub nun eine Wertung.

    Ob die um mehr als zehn Monate verlängerte Entwicklungszeit nun wirklich von Problemen bei der Einbindung der Social Features herrührt, wie es die Evolution Studios gesagt haben, wissen nur die Verantwortlichen selbst. Doch das ist inzwischen auch egal, denn Driveclub hat den Weg auf unseren Testparcours gefunden, dabei aber zwei Gewichte im Kofferraum liegen: Auf einem steht "Gestiegene Erwartungshaltung" - durch das knappe Jahr mehr an investierter Zeit. Und auf dem zweiten prangt der Name des exzellenten Racing-Mitstreiters Forza Horizon 2. Ob Driveclub trotz des Ballasts so richtig durchstarten und den Xbox-One-Konkurrenten hinter sich lassen kann, muss das PS4-Rennspiel in unserem Test unter Beweis stellen.

    Weniger ist nicht mehr

    Zu schwer oder zu einfach? Ein unpassender Schwierigkeitsgrad kann einem den Spielspaß ganz schön verleiden. Schließlich hat die Zielgruppe unterschiedliche Erfahrungslevels und Skills. Ach, nichts leichter als das: einfach in den Einstellungen die Gegnerstärke justieren und die Fahrhilfen nach eigenem Gusto ein- oder ausschalten. Hoppla: Was in Forza Horizon 2 selbstverständlich ist und unserer Meinung nach für einen modernen Racer essenziell, fehlt in Driveclub aber komplett: kein einstellbarer Schwierigkeitsgrad, keinerlei Fahrhilfe-Optionen, keine Ideallinie mit Bremspunkten, keine Rückspulmöglichkeit. Auch Tuning und Leistungs-Upgrades fehlen in der Ausstattungsliste. Wer auf dies alles verzichten kann: herzlichen Glückwunsch und viel Spaß mit Driveclub! Wir dagegen haben die nicht nur in Forza Horizon 2 lieb gewonnenen Möglichkeiten im Verlauf des Spiels immer mehr vermisst.

    Das PS4-exklusive Driveclub muss sich im Test mit dem Xbox One-exklusiven Forza Horizon 2 duellieren. (2) Das PS4-exklusive Driveclub muss sich im Test mit dem Xbox One-exklusiven Forza Horizon 2 duellieren. (2) Quelle: Sony Anfangs sind vordere Platzierungen noch simpel zu erreichen, was auch an der deutlich spürbaren Gummiband-KI liegt. Beispiel: Bei einem Überholmanöver kommen wir von der schmalen Piste ab, bleiben an der Streckenbegrenzung hängen und drehen uns. Die Konkurrenten rasen auf der langen Geraden an uns vorbei und verschwinden am Horizont, während wir erst mal versuchen, die durchdrehenden Reifen unter Kontrolle zu bringen und langsam wieder auf Touren zu kommen. Das Rennen scheint gelaufen. Doch nur gut eine halbe Minute später sind wir schon wieder am gesamten Feld dran und schaffen es am Ende noch auf den vierten Platz. Immer wieder schleicht sich das ungute Gefühl ein, dass die KI-Mitstreiter bewusst Tempo rausnehmen, um uns rankommen zu lassen. Das sorgt zwar für Positionskämpfe und Überholmanöver. Doch viel lieber erringen wir den Sieg aus eigenen Stücken, als einen roten Teppich ausgerollt zu bekommen. Spätestens ab der Hälfte des Spiels und mit PS-stärkeren Karossen unter dem Hintern steigt aber die Gegnerstärke deutlich an und es macht sich eher Frust breit. Wer nicht ständig ein Auge auf die Minimap wirft oder ganz nah am Fernseher sitzt, brettert beim Kennenlernen einer neuen Strecke oft unfreiwillig in die Kurvenleitplanke oder bleibt abseits der Strecke an irgendwas hängen. Außerdem boxen die Gegner einen gern mal von der Piste - anscheinend sind auch den KI-Mitstreitern die Kurse zu schmal. Und bei einem Ausritt abseits der Strecke erscheint gleich ein 3-Sekunden-Counter, der uns darauf hinweist, dass wir schleunigst zurück auf den Asphalt müssen. Sonst gibt es eine Zeitstrafe.

    Fürs Abkürzen oder allzu heftige Rammstöße werden wir mit dreisekündigem Leistungsverlust bestraft. Diese ständigen unfreiwilligen Bremsmanöver fängt dann auch die Gummiband-KI nicht mehr auf. Da heißt es dann, noch mal, noch mal, noch mal... Vielleicht gehört ihr ja zur Sorte Rennspieler, die sich gerne in derartige Aufgaben reinbeißen und kein Problem damit haben, eine Strecke auswendig lernen zu müssen. Wir fahren jedoch lieber in fünf Rennen auch drei bis fünf unterschiedliche Kurse, als immer wieder ein und denselben. Zumal wir wie erwähnt weder Bremsleistung noch Motor aufmotzen dürfen. Es bleibt dem Spieler im PS4-Rennspiel also gar nicht die Wahl, Herausforderungen zu verringern. Das finden wir unzeitgemäß.

    Geringe Autoauswahl

    Das PS4-exklusive Driveclub muss sich im Test mit dem Xbox One-exklusiven Forza Horizon 2 duellieren. (5) Das PS4-exklusive Driveclub muss sich im Test mit dem Xbox One-exklusiven Forza Horizon 2 duellieren. (5) Quelle: Sony Manchmal ist es sinnvoll, eine Meisterschaft links liegen zu lassen und später mit einem schnelleren Auto zurückzukehren. Denn in aller Regel stehen für ein bestimmtes Event fünf bis sechs Karossen bereit, von denen ein bis zwei anfangs auf Grund des Erfahrungsrangs noch nicht freigeschaltet sind. Ihr spielt die Fahrzeuge in Driveclub also frei und müsst sie nicht kaufen. Allerdings besteht der Fuhrpark aus nur 50 Karossen, was für Autoliebhaber und -sammler viel zu wenig ist. Vor allem Oldtimer gehen uns total ab. Einen Maserati, Lambo oder Ferrari sieht man schon mal im echten Leben auf der Straße. Aber bei Klassikern wie einem Mercedes-Benz 300 SL, von dem es nur noch wenige Exemplare auf der Welt gibt, freuen wir uns umso mehr, wenn wir solch ein Schmuckstück in einem Rennspiel fahren dürfen. Immerhin stehen in Driveclub ausreichend PS-Protze und auch offene Rennwagen bereit. Ach ja, an dieser Stelle sei erwähnt, dass es Wiederholungen in Driveclub nicht gibt. Dass wir das noch mal bei einem Autorennspiel erleben müssen, hätten wir nicht gedacht.

    Gegenteil von Gran Turismo

    Das PS4-exklusive Driveclub muss sich im Test mit dem Xbox One-exklusiven Forza Horizon 2 duellieren. (6) Das PS4-exklusive Driveclub muss sich im Test mit dem Xbox One-exklusiven Forza Horizon 2 duellieren. (6) Quelle: Sony Die Fahrzeug-Steuerung ist recht arcadig, nimmt es mit physikalischen Gesetzen also nicht so genau. Zwar drehen beim Vollgasbeschleunigen aus dem Stand die Reifen durch, doch ein ausbrechendes Heck braucht man kaum zu befürchten. Allerdings ist die Haftung der Pneus nicht die beste, man rutscht ziemlich viel. Hat man sich daran gewöhnt, entsteht aber ein gutes Fahrgefühl. Eine weitere Stärke von Driveclub ist die Aufgabenvielfalt. Die aktuellen Ziele seht ihr jederzeit am linken Bildrand eingeblendet. Dabei geht es nicht nur darum, unter die ersten Drei zu kommen, sondern auch mal eine bestimmte Höchstgeschwindigkeit zu erreichen oder dergleichen. In Drift-Events sammelt ihr nicht nur durchs Schrägfahren Punkte, sondern auch durch möglichst viel Speed in den Tempo-Zonen dazwischen. Je mehr Gas ihr gebt, desto mehr Punkte kassiert ihr, braucht aber auch mehr Feingefühl beim Driften - gute Idee!

    Driveclub im neuen Video-Review

    04:59
    Driveclub: Rasantes Testvideo - mit Online-Modus

    Chaos im Multiplayer-Modus

    Das PS4-exklusive Driveclub muss sich im Test mit dem Xbox One-exklusiven Forza Horizon 2 duellieren. (7) Das PS4-exklusive Driveclub muss sich im Test mit dem Xbox One-exklusiven Forza Horizon 2 duellieren. (7) Quelle: Sony Doch das Hauptaugenmerk von Driveclub liegt ja auf dem Mehrspielermodus, der jedoch zehn Tage nach dem Erscheinungstermin des Spiels immer noch nicht richtig funktioniert. Solltet ihr es schaffen, einem der strikt vorgegebenen Events beizutreten, dürft ihr mit bis zu elf weiteren Spielern um die Wette fahren. Diese Online-Rennen machen zwar Spaß, aber aufgrund des Arcade-Gameplays sind üble Rempeleien an der Tagesordnung. Derzeit versuchen die Evolution Studios, wenigstens die normalen Online-Rennen verfügbar zu machen. Doch während der Testphase kurz nach der Veröffentlichung des Games, mussten wir uns mit hunderten von Spielabbrüchen herumschlagen, was natürlich für unheimlichen Frust sorgte.

    Leider ist es aufgrund der vorherrschenden Server-Probleme momentan nicht erlaubt, eigene Herausforderungen zu erstellen. Nur wenige Tage vor dem offiziellen Erscheinen des Spiels durften wir aber anhand des Pre-Launch-Servers sämtliche Multiplayer-Funktionen ausprobieren und das Herausforderungs-Element entpuppte sich als echte Spaßgranate. Selten zuvor packte uns bei einem Rennspiel solch ein Drang, die Bestleistungen der Konkurrenz in Grund und Boden zu stampfen. Die Herausforderungen bestehen aus den Aufgabentypen Durchschnittsgeschwindigkeits-Duell, Kurvenfahrtenduell und Drift-Duell. Erstellt werden die Events auf Basis eurer bisher gefahrenen Events und werden in der Regel auf eine bestimmte Zeitspanne begrenzt. Mit rund 300 Redakteuren online haben die Herausforderungen mit ihren Echtzeit-Benachrichtigungen noch einigermaßen funktioniert, doch als sich nach der Veröffentlichung des Spiels tausende von Spielern mit dem Driveclub-Server verbinden wollten, ist das ganze System einfach zusammengebrochen.

    Die Evolution Studios arbeiten derzeit mit Hochdruck daran, die Server-Probleme zu beheben. Leider ist aber nicht bekannt, wann die ursprünglich geplanten Mehrspieler-Funktionen endlich verfügbar sein werden. Lediglich das Gründen eines Clubs oder die Anpassung der Club-Lackierung kann derzeit bewerkstelligt werden. Selbstverständlich könnt ihr euch derweil mit dem Solo-Modus vergnügen, doch aufgrund der äußerst simplen Präsentation ist recht schnell die Luft raus. Ihr dürft lediglich einen Event nach dem anderen bestreiten, um letztendlich Erfahrungspunkte und Autos zu erspielen. Im großen Ganzen war es das auch schon alles, schmerzlich vermissen wir etwa eine Tuning-Sektion oder abschaltbare Fahrhilfen.

    Die KI-Fahrer im Einzelspielermodus verhalten sich übrigens nicht zimperlich, obwohl die Entwickler eine allzu rabiate Fahrweise mit Kurven- oder Kollisionstrafen quittieren. Dabei wird eure Höchstgeschwindigkeit ein paar Sekunden lang auf 80 oder 120 km/h begrenzt. Wie wir beobachten konnten, muss auch die KI Strafen fürs Kurvenräubern oder das Verursachen von Karambolagen hinnehmen. Außerdem gibt es im Solo-Modus einen deutlich spürbaren Gummiband-Effekt. Bei Online-Veranstaltungen mit menschlichen Gegnern tritt dieses Problem natürlich nicht auf und das Fahrerfeld zieht sich im Rennverlauf deutlich sichtbar auseinander.

    Optisch wechselhaft
    Grafisch kann das erste PS4-only-Rennspiel nicht ganz überzeugen. Lichteffekte und Detailgrad in Norwegen, Schottland, Kanada, Chile und Indien schwanken zwischen gut und mäßig. Zwar erwarten einen immer wieder Eyecatcher wie Sprinkleranlagen am Streckenrand oder eine vom Winde verwehte Papiertüte. Wie ein reinrassiges Next-Gen- Rennspiel sieht Driveclub dennoch nicht aus, trotz 1080p-Auflösung und konstanten 30 Bildern pro Sekunde. Regen und Schnee waren in unserer Version nicht enthalten, die Wettereffekte werden nach Release des Spiels per Update nachgereicht.

    Driveclub (PS4)

    Spielspaß
    70 %
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Umfangreicher Multiplayer-Part mit Clubs und vielen Herausforderungen
    Gutes Fahrgefühl
    Abwechslungsreiche Locations mit rasanten Strecken
    Winziger Fuhrpark, keine Oldtimer
    Kaum Anpassungsmöglichkeiten
    Störende Gummiband-KI
    Schwaches Schadensmodell

  • Driveclub

    Driveclub

    Publisher
    Sony
    Developer
    Evolution Studios
    Release
    08.10.2014
    Leserwertung
     
    Meine Wertung
    Es gibt 52 Kommentare zum Artikel
    Von Lorin1
    Das werde ich doch heute abend mal probieren. Wenn die schwarzen Ränder weg wären, das würde mir gefallen.Die 70 finde…
    Von Onlinestate
    Ne. Das liegt an den Servern. Manchmal bricht es beim ersten Rennen ab, manchmal beim zweiten oder dritten. Das ist…
    Von paysen
    Hey, das mit dem Rahmen ist nicht normal. Es sind 1080p und ich habe keine Ränder..Das ist das, was ich auf die…

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    Cover Packshot von Obliteracers Release: Obliteracers Deck 13
    • Es gibt 52 Kommentare zum Artikel

      • Von Lorin1 Erfahrener Benutzer
        Das werde ich doch heute abend mal probieren. Wenn die schwarzen Ränder weg wären, das würde mir gefallen.

        Die 70 finde ich etwas niedrig. Für ne Ü80 Wertung hätte es bei mir jetzt auch nicht gereicht. Spaß macht es aber!
      • Von Onlinestate Erfahrener Benutzer
        Zitat von Knarrenheidi
        Jetzt wo der Online Modus mal funktioniert habe ich folgende Probleme :
        ...
        Hat jemand eine Lösung ? Vielen Dank im voraus.
        Ne. Das liegt an den Servern. Manchmal bricht es beim ersten Rennen ab, manchmal beim zweiten oder dritten. Das ist bisher Glückssache. Mehr als zwei Rennen am Stück in der selben Lobby hatte ich auch noch nicht.
      • Von paysen Erfahrener Benutzer
        Hey, das mit dem Rahmen ist nicht normal. Es sind 1080p und ich habe keine Ränder..
        Das ist das, was ich auf die Schnelle gefunden habe:
        You need to go into the ps4 setting and resize the screen. Settings>sound and screen>display area settings. Most games automatically size the borders correctly, but…
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Driveclub
Test: Im Duell mit Forza Horizon 2 zieht Sony den Kürzeren - Jetzt mit Wertung
Was lange währt, wird endlich gut. Trifft diese Weisheit auch auf den um knapp ein Jahr verschobenen Ex-PS4-Launchtitel Driveclub zu? Unser Test des Rennspiels hat die Antwort. Update: Nach 10 Tagen Server-Chaos verpassen wir Driveclub nun eine Wertung.
http://www.pcgames.de/Driveclub-Spiel-54250/Tests/Test-Im-Duell-mit-Forza-Horizon-2-zieht-Sony-den-Kuerzeren-Jetzt-mit-Wertung-1138444/
17.10.2014
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2014/08/Driveclub_03-pc-games_b2teaser_169.jpg
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