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  • Dragon Quest 7: Fragmente der Vergangenheit im Test
    Quelle: NZone

    Dragon Quest 7: Fragmente der Vergangenheit im Test

    Dragon Quest 7: Fragmente der Vergangenheit im Test. Nach langem Warten bescheren uns Nintendo und Square Enix endlich diesen Rollenspiel-Klassiker. Doch lohnt sich der Abstecher in die Vergangenheit überhaupt noch?

    Wenn es um japanische Spiele geht, sind wir als Europäer bereits daran gewöhnt, dass wir aufgrund der Lokalisierung oftmals einige Monate, manchmal sogar erst Jahre später ran dürfen. Doch Dragon Quest 7 hat in dieser Hinsicht einen neuen Rekord aufgestellt, denn die ursprünglich 2000 in Japan erschienene Original-Fassung für Sonys Playstation schaffte den Sprung zu uns nach Europa nie. Erst jetzt, also stolze 16 Jahre später, können auch wir uns mit der 3DS-Neuauflage Dragon Quest 7: Fragmente der Vergangenheit endlich in das riesige Abenteuer eines unscheinbaren Fischerjungen stürzen und die Welt vor den dunklen Mächten retten. Ob sich diese lange Wartezeit gelohnt hat? Das verraten wir euch natürlich sogleich!

    Abstecher in die Vergangenheit

          

    Wie bereits angerissen, übernehmt ihr in Dragon Quest 7 die Rolle eines Jungen, der im beschaulichen Buttsbüttel als Sohn eines Fischers aufwuchs. Seit jeher waren die Einwohner der Insel, auf der Buttsbüttel liegt, der Überzeugung, dass es sich dabei um das einzige Eiland in den Weiten des Ozeans handelt und dass sie folglich alleine auf der Welt sind. Das will Prinz Gismar, der Freund des Protagonisten, aber nicht wahrhaben, weshalb er zusammen mit eurem Alter Ego die ganze Insel auf den Kopf stellt, um Hinweise zu finden, die das Gegenteil belegen. Und das wiederum bekommt die kecke Bürgermeisterstochter Maribel mit, die seit ihrer Kindheit mit den beiden Draufgängern befreundet ist und sich dem Duo anschließt.

    Die Gebiete und Städte sowie deren Einwohner sind sehr abwechslungsreich gestaltet. Im Wüstenpalast nahe Al-Balad erinnern die Leute etwa an alte Ägypter. Die Gebiete und Städte sowie deren Einwohner sind sehr abwechslungsreich gestaltet. Im Wüstenpalast nahe Al-Balad erinnern die Leute etwa an alte Ägypter. Quelle: NZone Letztendlich stoßen die selbsternannten Abenteurer auf den Tempel der Mysterien, einen geheimnisumwobenen Ort mit Portalen zu anderen Orten. Diese Portale werden mit sogenannten Tafelfragmenten geöffnet, die ihr euch wie Puzzle-Teile vorstellen könnt. Fügt man diese zusammen, ergibt sich der Umriss einer Landmasse daraus und es wird ein Portal geöffnet, das die Recken zu einer neuen Insel, gleichzeitig aber immer auch in die Vergangenheit führt. Und dort liegt so einiges im Argen, denn in früheren Zeiten litten die Leute unter schlimmen Flüchen, Monsterattacken und anderen Missständen. Klar, dass eure Charaktere da als frisch gebackene Helden helfen müssen.

    Der Clou: Habt ihr die Leiden der Bewohner einer Insel in der Vergangenheit gelindert, taucht dieser Landstrich auch in der Gegenwart auf und ihr könnt ihn erneut besuchen. Dabei staubt ihr nicht nur weitere Tafelfragmente und Items ab, sondern erfahrt auch, wie sich das Schicksal der Städte sowie deren Bewohner im Wandel der Zeit entwickelt hat. So erlebt ihr im Verlauf des Spiels einerseits viele separate Geschichten, die mal spannend, mal skurril und mal romantisch sind. Andererseits sammelt ihr Hinweise darauf, warum all diese Inseln in der Gegenwart überhaupt verschwunden sind und wer für die vielen Probleme der Einwohner verantwortlich ist.

    Bitte mit Extra-Portion Herzblut

          

    Wie in den bisherigen Ablegern der Reihe auf dem DS wird die Handlung in Dragon Quest VII mittels unvertonter Dialog-Boxen geschildert. Trotz Zu Spielbeginn umfasst eure Gruppe Maribel (oben links), den Protagonisten (oben Mitte) und Prinz Gismar (oben rechts). Später kommen weitere Charaktere hinzu. Zu Spielbeginn umfasst eure Gruppe Maribel (oben links), den Protagonisten (oben Mitte) und Prinz Gismar (oben rechts). Später kommen weitere Charaktere hinzu. Quelle: NZone der zahlreichen Gespräche kehrt aber nie Langeweile ein, was an den toll geschriebenen Dialogen und der herausragend guten und humorvollen deutschen Übersetzung liegt. Mal trefft ihr auf eine Prinzessin, die so fies lispelt, dass wirklich lustige Sätze herauskommen. An anderer Stelle trefft ihr auf ein Königreich, in dem die Leute grundsätzlich mit eigentümlichem Satzbau reden, und wieder woanders finden sich Dialekte oder Fragmente von Fremdsprachen.

    Serientypisch strotzen zudem die Namen der Monster und Ortschaften regelrecht vor Wortspielen und Anspielungen. Die Charaktere sind ebenfalls sehr sympathisch gemacht, weshalb man sie schnell ins Herz schließt. Die Insel wartet stets mit frischen Settings auf, die Handlungsstränge drehen sich zumeist um neue Elemente und haben diverse kreative Überraschungen parat. Man merkt hier sehr deutlich, wie viel Herzblut in das Spiel geflossen ist. Großartig!

    Rollenspiel-Koloss

          

    Gleichzeitig merkt man Dragon Quest VII: Fragmente der Vergangenheit hin und wieder aber auch sein Alter an. Zwar wurde der Titel für Nintendos 3D-Handheld grafisch deutlich verbessert, von den Zufallsbegegnungen mit Monstern befreit (diese sind nun wie in Dragon Quest IX stets in der Spielwelt sichtbar) und auch sonst an einigen Stellen modernisiert, doch das spielerische Grundgerüst ist nun mal 16 Jahre alt. So hat das Wie in Dragon Quest IX für DS sind Monster beim Erkunden der Spielwelt direkt zu sehen. Auf dem unteren Bildschirm findet ihr dabei eine Umgebungskarte. Wie in Dragon Quest IX für DS sind Monster beim Erkunden der Spielwelt direkt zu sehen. Auf dem unteren Bildschirm findet ihr dabei eine Umgebungskarte. Quelle: NZone Rollenspiel etwa mit sehr viel zähem Leerlauf zu kämpfen. Oft seid ihr damit beschäftigt, zwischen den Lokalitäten hin und her zu laufen, um die Handlung voranzutreiben. Meistens geht es damit auch nur weiter, sobald ihr bestimmte Figuren für Story-Dialoge findet oder zwingend erforderliche Szenen gesehen habt, was bisweilen zu lästigem Suchen führt.

    Immerhin geben euch die Bewohner meist Hinweise auf wichtige Orte und Ereignisse. Besonders träge ist der Einstieg ins Spiel - bis euch der erste Kampf bevorsteht, vergehen beispielsweise etwa zweieinhalb bis drei Stunden. Und das, obwohl die Anfangsphase im Vergleich zum Playstation-Original bereits entschlackt wurde. Auf der anderen Seite hat Dragon Quest VII einen gigantischen Umfang, von dem die meisten modernen Spiele nur träumen können. Die zu erkundende Welt ist riesig, es gibt zahlreiche versteckte Schätze und Geheimnisse und für die 3DS-Umsetzung wurde mit den Transittafeln sogar noch ein interessantes neues Feature eingeführt.

    Die Transittafeln funktionieren ähnlich wie die Schatzkarten in Dragon Quest IX und ermöglichen es euch, in Bonus-Dungeons vorzudringen. Dort könnt ihr etwa seltene Monster antreffen und besonders seltene Ausrüstungsgegenstände finden. Weitere Transittafeln verdient ihr durch den Ausbau und die Nutzung des Monsterparks, für den ihr im Verlauf des Spiels per Zufall besiegte Monster zähmen könnt. Diese schickt ihr dann in den Monsterpark - im Grunde ein Zoo für Dragon Quest-Monster - von wo sie auf die Suche nach neuen Transittafeln gesendet werden können. Alternativ lassen sich Transittafeln aber auch per Streetpass mit anderen Spielern tauschen.

    Gekämpft wird mit Köpfchen

          

    Viel Zeit widmet ihr in Dragon Quest VII den rundenbasierten Kämpfen. Wie man das von der Serie kennt, erteilt ihr in jeder Runde Befehle an eure Recken und lasst diese wahlweise angreifen, Zauber sprechen, einen Gegenstand nutzen oder eine Fähigkeit einsetzen. Basierend auf der Das Dungeon-Gameplay wird immer wieder mal durch recht simple Rätseleinlagen aufgelockert. Hier gilt es, gleichfarbige Kristalle zu kombinieren, damit sie verschwinden. Das Dungeon-Gameplay wird immer wieder mal durch recht simple Rätseleinlagen aufgelockert. Hier gilt es, gleichfarbige Kristalle zu kombinieren, damit sie verschwinden. Quelle: NZone Initiative agieren dann eure Helden sowie die Monster der Reihe nach. Taktische Tiefe kommt dabei einerseits durch die große Auswahl an Zaubersprüchen und Fähigkeiten ins Spiel und andererseits durch die verschiedenen Statusveränderungen, die euch die Monster zufügen können - und ihr ihnen. Werden eure Charaktere etwa gelähmt oder eingeschläfert, kann die Gunst des Kampfes ganz schnell umschlagen.

    Dadurch muss jede Entscheidung wohlüberlegt sein, was insbesondere in Auseinandersetzungen mit Bossgegnern Spannung garantiert. Etwas Geduld müsst ihr allerdings mitbringen, da in Dragon Quest VII sehr viel gekämpft wird und die Menüs im Kampf ein wenig träge reagieren. Das kann besonders bei den Scharmützeln mit Standardgegnern in den Dungeons nerven, die euch beim Erkunden oft in die Quere kommen. Hier wäre eine ähnliche Beschleunigungsfunktion der Kampfanimationen wie in Bravely Default und Bravely Second wünschenswert gewesen.

    Super, aber nicht perfekt

          

    Durch die Darstellung der Monster auf der Karte könnt ihr ihnen auf Wunsch meist zwar aus dem Weg gehen, doch ratsam ist das nicht gerade. Denn eure Recken brauchen in Dragon Quest VII hohe Mengen an Erfahrungspunkten, um in der Stufe aufzusteigen und somit mächtiger zu werden. Sofern man Gefechten nicht ständig ausweicht, ist exzessives Levelgrinding über weite Strecken aber nicht nötig. Im Verlauf des Spiels schaltet ihr zudem die Berufungen frei, die grundsätzlich ähnlich wie in Dragon Quest IX funktionieren. Dabei handelt es sich um verschiedene Charakterklassen wie Krieger, Priester, Dieb, Kampfkünstler und so weiter.

    Unterm Strich reiht sich Dragon Quest VII: Fragmente der Vergangenheit sehr gut in die hochwertige Auswahl an Rollenspielen für den 3DS ein und zählt dabei klar zu den besten Genre-Vertretern. Die Neuerungen des 3DS-Remakes bereichern den Klassiker, der nur durch seinen trägen Spielablauf ein wenig gebremst wird.

    Meinung und Wertung

          


    Dragon Quest 7: Fragmente der Vergangenheit (3DS)

    Spielspaß
    85 %
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Gigantischer Umfang …
    Tolle Geschichten mit Witz und Überraschungen
    Herausragende deutsche Übersetzung
    Charmante Charaktere
    Abwechslungsreiche Spielwelt
    … aber auch viel lästiges Rumgerenne
    Nur wenige Berufungen lohnen sich wirklich
    Mitunter zäher Spielablauf

    03:48
    Dragon Quest VII: Trailer zum 3DS-Remake
    • Es gibt 3 Kommentare zum Artikel

      • Von Spiritogre Erfahrener Benutzer
        Nicht viele gute RPGS für 3DS? Ich weiß gar nicht, wann ich die alle spielen soll ... und auf der Liste stehen noch etliche.
      • Von linktheminstrel Erfahrener Benutzer
        Zitat von Desotho
        Sehr schön, denn so viele gute RPGs hat der 3DS gar nicht.
        na da gibt's mit den fire emblem-titeln, stella glow, bravely default und bravel second, tales of the abbyss, smt4 und den anderen spielen aus der smt-reihe schon einige sehr gute vertreter des genres.
      • Von Desotho Erfahrener Benutzer
        Sehr schön, denn so viele gute RPGs hat der 3DS gar nicht.
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1207282
Dragon Quest 7: Fragmente der Vergangenheit
Dragon Quest 7: Fragmente der Vergangenheit im Test
Dragon Quest 7: Fragmente der Vergangenheit im Test. Nach langem Warten bescheren uns Nintendo und Square Enix endlich diesen Rollenspiel-Klassiker. Doch lohnt sich der Abstecher in die Vergangenheit überhaupt noch?
http://www.pcgames.de/Dragon-Quest-7-Fragmente-der-Vergangenheit-Spiel-56476/Tests/Review-1207282/
13.09.2016
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2016/09/dragon-quest-7-test-0022-pc-games_b2teaser_169.jpg
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