Dragon Age: Origins-Vorschau: Ausführliche Informationen zum Bioware-Rollenspiel
Er wird viel beschworen, der Geist von Baldur's Gate. Kein Wunder, beim Anspielen von Biowares neuestem Rollenspiel-Epos Dragon Age: Origins sind Familienähnlichkeiten zum geliebten Klassiker schwer von der Hand zu weisen. "Wir haben auf unsere Fans gehört", erklärt Executive Producer Dan Tudge die Rückbesinnung. In schicker "Über die Schulter"- nah-dran-Ansicht erforschen wir in einer frühen Mission der Elfen- Herkunftsstory eine geheimnisvolle Höhle, bewundern stilvoll zerbröckelnde Gemäuer, gruselige Spinnweben und bläuliche Ausleuchtung.
Manche Zauber der Blitz-Gattung regenerieren Lebensenergieund Mana.
Doch als unsere Helden in eine Falle tappen und damit die Aufmerksamkeit zweier Skelette erregen, wird angesichts der beginnenden Kampfhandlung erst einmal auf die Leertaste gedroschen. Das Geschehen in der edlen 3D-Kulisse friert damit ein; per Mausrädchen zoomen wir ganz weit heraus, um das Schlachtfeld zu überblicken. Jedem Party- Mitglied gibt man in Ruhe Kommandos, erst erneute Tastenbetätigung löst die Handbremse beim Spielablauf.
Rund ein Jahrzehnt ist es her, da waren PC-Rollenspiele ein Mauerblümchen-Genre, wegen Muffelgrafik und Rumpelbedienung vom Aussterben bedroht. Doch dann erschienen zwei Spiele- Meilensteine, welche die Sparte an zwei Fronten neu vitalisierten. Der straffe Action-Flirt Diablo irritierte manchen Puristen, machte aber neue Bevölkerungsschichten mit den Freuden von Charakter-Levels und Item-Upgrades vertraut. Für die Denker und Planer gab's dann Ende 1998 Baldur's Gate.
Ein bis dato unbekanntes kanadisches Entwicklerteam namens Bioware kreuzte hier das D&D-Regelwerk und dessen taktische Gruppenkämpfe mit (pausierbarem) Echtzeitspielablauf, moderner Maussteuerung und einer spannenden Story. Das Genre blühte auf und Bioware kam groß raus, machte Nachfolger und neue Projekte, arbeitete mit der Star-Wars-Lizenz und entwickelte seine jüngeren Titel wie Jade Empire oder Mass Effect primär für Konsolen. Dragon Age: Origins ist nicht nur der Startschuss für eine neue Fantasy-Welt, welche sich die Bioware-Schreiber ausgedacht haben. Es ist auch endlich wieder eine "richtige" PC-Entwicklung mit einer Menüsteuerung, die nicht durch eine Konsolen-Ausgangsbasis vorbelastet ist.
Die Party-Planung ist die halbe Motivations-Miete. Die Zusammenstellung der Truppe verspricht mehr Raffinesse und Spannung denn je. Maximal vier Spielfiguren können Sie gleichzeitig unter Ihrer Fuchtel haben. Wer neben dem Zentralhelden mit in die nächste Mission darf, ist ebenso eine Entscheidung des Spielers wie die Entwicklung des Personals. Gutmenschen beschweren sich, wenn sie Böses tun (und können bei andauernder Betriebsklima-Verschlechterung dauerhaft die Koffer packen).


andererseits würden sie ja doppelt werbung machen müssen, wenn sie die consoleversion später bringen.
marketingtechnisch gesehen rechnet sichs für sie so vermutlich besser. was ich nicht verstehe, ist, weshalb das jetzt kommt, nachdem man eigendlich einen viel früheren termin genannt…
Ich für meinen Teil bin aber eigentlich sogar froh, denn ich habe 1. gar nicht soviel Zeit übrig und 2. kommen in den nächsten Wochen und Monaten genügend Spiele, die mich erst einmal gut auslasten werden, wie z.B. Dawn of War 2 und Empire: Total War.