Online-Abo
Login Registrieren
Online-Abo
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Dragon Age: Inquisition - Leser-Test von OField

    Dragon Age: Inquisition - Leser-Test von OField Quelle: privater screenshot

    Kürzlich als "Spiel des Jahres" gekrönt, ist Dragon Age Inquisition das RPG-Highlight des Jahres. Doch wie gut schlägt es sich im Vergleich mit seinen Vorgängern?

    Testbedingungen:

    Die Beurteilung des Testers basiert auf den Eindrücken und Erfahrungen nach einmaligen Durchspielen der Story und einer Gesamtspielzeit von mehr als 100 Stunden im Einzelspieler-Modus. Als Plattform diente ein PC mit durchschnittlicher Hardware (GeForce 660 GTX, 8 GB DDR 3 RAM, Intel i3 3220), dabei lief das Spiel auf hohen Grafikeinstellungen.

    Der Start

    Nachdem man alle notwendigen Einstellungen im Hauptmenü, sprich Grafik, Steuerung, Audio etc., vorgenommen hat, darf man bereits im Startmenü die grundlegenden Eigenschaft des Charakters festlegen. Hierzu gehören: Volk (Mensch, Elf, Zwerg und Qunari), Geschlecht und die Klasse. Hierbei unterscheidet das Spiel zwischen 5 Startklassen: Schurke (mit 2 Dolchen), Schurke (Bogenschütze), Krieger (Zweihandwaffe), Krieger (Einhandwaffe & Schild) und Magier, wobei die Unterteilung der zwei Krieger und Schurken Klassen nur die Startwaffe und 1-2 Startfähigkeiten beeinflusst. D.h. sollte man mit einen Krieger spezialisiert auf Schwert und Schild starten, erlaubt es das Spiel theoretisch doch seinen Fokus auf eine Zweihandwaffe zulegen. Dies wird zusätzlich durch die Möglichkeit unterstützt alle Fähigkeitspunkte später neu zu verteilen.

    Jede Klasse der 3 Hauptklassen verfügt über 4 Talentbäume und im Verlauf des Spiel kann sich der Spieler für einer der 3 Spezialisierung je Klasse entscheiden. Wer sich nicht sicher ist, welche Spezialisierung er/sie wählen möchte, kann bei seinen Gefährten reinschnuppern (Jeder der 9 Gefährten repräsentiert eine der 3 Spezialisierungen) oder einfach einen Spielstand anlegen, bevor eine Entscheidung bezüglich der Spezialisierung getroffen wird, denn diese ist nicht umkehrbar.

    Die Wahl des Charakters beeinflusst nicht nur die Fähigkeiten und Attribute, sondern auch den Background des Spielercharakters. Einem Menschen-Magier stehen Dialogoptionen zur Verfügung, die ein Zwergen-Krieger nicht hat und die Umwelt reagiert auf die Besonderheiten wie Volk und Klasse des Inquisitors.

    Zusätzlich kann der Spieler im Startmenü den Schwierigkeitsgrad bestimmen, der sich beliebig in den Optionen ändern lässt, und ob er/sie eine Welt aus dem Dragon Age Keep importieren oder die Standardwelt verwenden möchte. Die benutzerdefinierte Welt muss vorher auf https://dragonagekeep.com/ erstellt werden. Dort stehen mehrere Dutzend Entscheidungen parat, die einen mehr oder weniger großen Einfluss auf die Spielwelt haben. Hat man sich durch die nett gestaltete Webseite geklickt und ein bevorzugte Welt erstellt, kann diese durch ein Import-Button auf der Dragon Age Keep Seite ins Spiel integriert werden.

    01:38
    Dragon Age: Inquistion - Video-Grafikvergleich - Low vs. Ultra
    Spielecover zu Dragon Age: Inquisition
    Dragon Age: Inquisition

    Der Charakter Editor

    Der Editor selbst ist in die Cutscene des Prologs integriert. Dies bedeutet, dass im Gegensatz zu Dragon Age:Origins das Volk, das Geschlecht und die Klasse des Charakters nicht im Editor geändert werden können, sondern einen Neustart des Einzelspielers fordern.
    Der Charakter Editor erlaubt dem Spieler, das Gesicht, Haut- und Haarfarbe des Charakters frei zu gestalten. Dabei ist der Editor nach kurzer Eingewöhnungszeit einfach und intuitiv zu bedienen und gestattet es sehr unterschiedliche Charaktere zu erstellen. Erstmals ist Bioware den Schritt gegangen alle Frisuren sowohl den weiblichen als auch männlichen angehenden Inquisitoren zur Verfügung zu stellen. Wobei diese vor allem den männlichen Charakteren schmeicheln. Perfekt ist der Editor nicht, so scheinen die Haaroptionen (von der Community auch scherzhaft als Hairhelmets bezeichnet, da sie nicht animiert sind) sich nicht besonders gut an die Kopfform anzupassen. Bärte die in der Luft hängen, Haare die über dem Kopf schweben und sich durch Ohren, können vereinzelt auftreten.
    Nicht nur die Gesichtsform, sondern auch das Styling des Charakters lässt sich anpassen. Nicht nur die Gesichtsform, sondern auch das Styling des Charakters lässt sich anpassen. Quelle: privater screenshot Eine Möglichkeit die Körperform zu bearbeiten gibt es nicht, diese wird durch Rasse und Geschlecht bestimmt. Dafür dürfen wir uns für eine der 2 Stimmen, die je Geschlecht vorhanden sind, entscheiden. Hierbei sollte beachtet werden, dass es einen bedeutenden Unterscheid zwischen der Deutschen und der Englischen Sprachausgabe gibt. Während die Deutsche Version eine jeweils jung und alt klingende Stimme anbietet, gibt es in der Englischen einen Britischen und einen Amerikanischen Akzent.

    Story, Charaktere und alles was dazu gehört

    Da die Story in jedem Bioware Spiel ein überaus wichtiges Element ist, werde ich versuchen Spoiler soweit es geht zu vermeiden. Wie bereits im Vorgänger (Dragon Age 2) wird der Spieler gleich zu Beginn in eine alles andere als "entspannte Situation" geworfen und hat keine andere Wahl als dem Prolog zu folgen und zu verstehen was vor sich geht. Hierbei stößt man sofort auf alte Bekanntschaften aus den Vorgängern. Der Prolog dient nicht nur als Einführung in die Story, sondern auch als kleines Tutorial und bringt dem Spieler die grundlegende (Kampf-)Steuerung näher.

    Die Hauptquest wurde zu meist sehr gut inszeniert und forderte die eine oder andere Träne von mir. Zusätzlich hat sich Bioware die Mühe gemacht zwei sich gegenseitig ausschließende Mission innerhalb der Hauptquest zu integrieren, die sehr unterschiedliche Eindrücke (im positiven Sinne) hinterlassen. Das einzige Manko stellt das Ende des Abenteuers - der Kampf gegen den Antagonisten - dar. Selbst das oft als verkorkst bezeichnete Ende von Mass Effect 3 hat mich mehr ergriffen als dieses Finale. Was ich für überaus bedauerlich halte, da wie bereits erwähnt, die Story sonst sehr mitreißend gestaltet ist.

    Die Entscheidungsfreiheit, sprich die Möglichkeiten, die man als Spieler während Dialogen treffen darf, ist nicht so breit gefächert wie DA:O. Und obwohl extrem skrupellose Entscheidungen wie in den Vorgängern fehlen, hält Bioware die Illusion der Freiheit aufrecht.

    Charaktere

    Im Laufe des Spiels trifft der Inquisitor auf insgesamt 9 Gefährten. Diese unterscheiden sich nicht nur in ihrer Klasse und Spezialisierung von einander, sondern variieren auch in ihrer Persönlichkeit, was wiederum zu den verschiedensten Reaktion auf die Handlungen des Spielers führt, die allerdings nicht wie in den Vorgängern weitreichende Konsequenzen mit sich ziehen. Charaktere können zwar gegen die Meinung des Spielers sein, was auch vom Spiel durch eine Notiz und die Reaktion des NPCs aufgezeigt wird, allerdings verlassen bzw. stellen sich Gefährten nicht gegen den Inquisitor, wie es in DA:O der Fall war, wenn eine zu große Meinungsverschiedenheit vorherrscht. Dennoch kann man alle Gefährten als gut geschriebene Persönlichkeiten bezeichnen, obwohl sich die Fanbase im offiziellen Forum über gewisse Companions streitet.

    In den Dialogen steht wieder das bekannte Dialogwheel zur Verfügung In den Dialogen steht wieder das bekannte Dialogwheel zur Verfügung Quelle: privater screenshot Von 9 Gefährten sind 6 optional, müssen daher nicht in die Inquisition aufgenommen werden, hiervon kann man allerdings nur abraten, da die Gespräche mit den Hauptcharakteren deutlich zum Spielerlebnis beitragen. Ihr möchtet doch nicht als einsamer Inquisitor enden oder? Durch die Story begleiten den Inquisitor nicht nur seine Kampfgefährten, sondern auch 3 Ratgeber. Die alle bereits aus den Vorgängern bekannten Personen halten selbstverständlich ihre Meinungen zu bestimmten Situationen nicht zurück und scheuen sich auch nicht den Spieler bei persönlichen Problemen um Hilfe zu bitten. Die charakterbezogenen Nebenquests sind dabei liebevoller inszeniert als jene, die man in den freierkundbaren Gebieten vorfindet.

    Wie es schon in DA:O und DA2, darf der Spieler auch in Dragon Age Inquisition wieder romantische Beziehungen mit seinen Gefährten und Ratgebern eingehen. Es stehen allerdings nicht alle Haupcharaktere als Partner zur Verfügung und manche bleiben durch eine zusätzliche Volks- oder/und Geschlechtsbeschränkung verwehrt.

    Sound

    Alle Charaktere sind hervorragend vertont, hierbei muss sich die Deutsche Sprachausgabe - Dank professionellen Synchronsprechern - nicht vor der Englischen verstecken. Beide schenken sich nichts und haben ihre Stärken und Schwächen. Auch der Soundtrack, komponiert von Trevor Morris, fügt sich hervorragend in das Spiel ein und unterstützt musikalische die eine oder andere epische Szene.

    07:10
    Mantle vs. DirectX 11 - Wie läuft Dragon Age: Inquisition auf alten CPUs?
    Spielecover zu Dragon Age: Inquisition
    Dragon Age: Inquisition

    Gameplay

    Kämpfe und Fähigkeiten

    Gameplay-technisch mischt DA:I Altes mit Neuem. Die Kämpfe sind wie in DA2 sehr actionreich, allerdings erst auf hohem Schwierigkeitsgrad anspruchsvoll. Dennoch wird taktische Planung durchaus belohnt und steigert deutlich die DPS. Sie ist für einen Erfolg aber nicht notwendig. So lassen sich die meisten Kämpfe selbst auf Schwer durch die ununterbrochene Kontrolle eines einzigen Charakters gewinnen. Die taktische Ansicht ist zwar eine nette Idee und erforderlich um Gefechte planen zu können, allerdings lässt die Steuerung zu wünschen übrig, da sie eindeutig für die Verwendung eines Gamepads ausgelegt und nicht wirklich an die Bedingung für das Bedienen mit Maus und Tastatur angepasst wurde. Zudem blockieren Weltobjekte oft die Sicht oder zwingen die Kamera näher ranzuzoomen, was wiederum den Überblick einschränkt und dem Sinn der taktischen Übersicht infrage stellt. Dies wurde in den Vorgängern weitaus besser geregelt, da dort Objekte selbständig ausgeblendet und so stets eine gute Übersicht garantiert wurde. Ein weiteres Manko: Die Quickslot-Leiste kann nicht mehr als 8 Fähigkeiten gleichzeitig aufnehmen. Was zunächst als Einschränkung erscheint, stellt sich im Nachhinein aber als unbedeutende Änderung dar, weil der Spieler in der Regel stets auf die selbe Konstellation von Fähigkeiten zurück greift, die in der Regel nicht mehr als 5 unterschiedliche Skills beinhaltet.

    Eine weitere Änderung betrifft die Mana- und Ausdauerregeneration. Während sich in Dragon Age: Origins Mana und Ausdauer nur langsam erholt haben und bei Abwesenheit von entsprechenden Tränken der Gebrauch der eigenen Kraftreserven sehr wohlüberlegt sein musste, darf der Spiele in DA:I seine Fähigkeiten fast wahllos hinaus posaunen. Zwar ist der Vorrat an Mana und Ausdauer geringer als in den Vorgängern, dafür regeneriert er sich aber wesentlich schneller, was Mana und Ausdauertränke - trotz ihrer Existenz -überflüssig macht.

    Die 3 Klassen (Schurke, Krieger, Magier) spielen sich wie erwartet sehr unterschiedlich. So sind Schurken zum Beispiel in der Lage sehr hohen Schaden auszuteilen, dafür aber auch überaus verwundbar und müssen daher auf Fähigkeiten zurückgreifen, um Angreifern zu entgehen. Krieger hingegen eignen sich sehr gut um die Feinde in Schach zuhalten. So erlauben es gewisse Fähigkeiten die Aggression der Gegner auf den Krieger zulenken, Feinden zu Boden zu werfen oder an sich heran zuziehen, um so die Feindkräfte von den eigenen Partymitgliedern fernzuhalten. Wie bereits in DA2 gibt es auch wieder in DA:I klassenübergreifende Kombos. Dies erlaubt beispielsweise einen Magier einen Gegner einzufrieren, der anschließend zusätzlichen Schaden erleiden, wenn ein Krieger einen mächtigen Schlag gegen ihn ausführt.

    Zwar wirken die Talentbäume und Spezialisierungen durchdacht, dennoch wird der ein oder andere Hardcore RPG Spieler gewisse Dinge missbilligen. Es ist u.a. nicht möglich die Attributpunkte frei zu verteilen, dies erfolgt automatisch bei Levelaufstieg und die Verteilung ist abhängig von der gewählten Klasse. Zudem hat Bioware auf Nicht-Kampffähigkeiten verzichtet. So gibt, wie es in Dragon Age: Origins noch der Fall war, keine Überredungskunst, Stehlen oder das Mischen von Giften als Fähigkeiten.

    Crafting

    Neu ist das Craftingsystem, das das Herstellen eigener Waffen, Rüstungen so wie das Aufwerten von Tränken erlaubt. Zur Herstellung werden Pläne benötigt. Sie entscheiden über den Gegenstandstypen und das grundlegende Aussehen von Waffen und Kleidung. Die verwendeten Materialien bestimmen Farbe und Eigenschaften wie Boni und Rüstungswert/Schaden. Welche der 3 Materialsorten (Metall, Stoff, Leder) verwendet werden können, ist vom Plan abhängig, innerhalb der Materialgruppen kann der Spieler aber selbst bestimmen, welche er verwenden möchte und somit die erzeugten Gegenstände seiner Vorliebe nach anpassen. Außerdem kann der Spieler Waffen mit Upgrades und Runen versehen und zusätzliche Panzerung an seine Rüstung anbringen, die er ebenfalls selbst herstellen darf. Insgesamt macht das Craftingsystem einen sehr soliden Eindruck.

    Der Kartentisch

    Ein zentrales Element des Spiels ist der Kartentisch. Hier trifft der Spieler Entscheidungen darüber wie seine Ratgeber Probleme lösen. Mit Problemen sind kleine Aufgaben, deren sich die Ratgeber annehmen, um den Einfluss der Inquisition zu erweitern, gemeint. Man klickt dazu auf dem Kartentisch auf kleine Figuren herum, die Aufgaben für die Ratgeber repräsentieren. Alle Aufgaben und die Lösung die ein Ratgeber vorschlägt sind rein textuell beschrieben. Welchen Ratgeber man einer Aufgabe anvertraut, beeinflusst zwar das Ergebnis, die erforderte Zeit zur Lösung und die Belohnung, ist für den Verlauf der Hauptquest aber nicht von Belang.
    Zusätzlich dient der Kartentisch dazu Machtpunkte zu verteilen, die man durch das Lösen von Quests erhält. Mit Machtpunkten lassen sich neue Gebiete freischalten, die Hauptquest vorantreiben oder Nebenquests lösen. Außerdem ist ein Besuch des Kartentisches notwendig um sogenannte Inquisitionsboni zu erhalten. Diese verbessern Fähigkeiten, geben Zugang zu zusätzlichen Werkstoffen oder passive Boni.

    Die Himmelsfeste

    Die Operationsbasis der Inquisition. Hier findet der Spieler alle seine Gefährten und Ratgeber wieder, führt mit ihnen Gespräche und rüstet sie mit selbst erstellen Gegenständen aus. Die Feste kann optisch angepasst und aufgewertet werden. Die Aufwertungen sind aber ebenfalls nur dekorativ und beeinflussen nicht wie in ME2 den Verlauf der Story (Das Aufrüsten der Normandy in ME2 war notwendig, um bestimmte Crewmitglieder vor dem Tod zu bewahren). Trotzdem ist die Himmelsfeste ein netter Ort um nach einem Abenteuer zu entspannen und den ein oder anderen Feind zu verurteilen. Dabei können diese Gerichtsverfahren, die in der Himmelsfeste stattfinden, sowohl eine Genugtuung als auch Belustigung sein. Totale Idee Bioware!

    Eine weite weite Welt

    Erstmals in Dragon Age erlaubt es DA:I enorm große Gebiete zu erkunden. Diese sind wunderschön gestaltet und laden zum Entdecken ein. Aber Achtung: Die Stärke der Gegner ist unabhängig vom Level des Spielers, so kann es passieren, dass man im ersten freierkundbaren Gebiet auf Feinde trifft, die das eigene Level übersteigen und zu einem schellen Ende der Reise führen. Dank Autospeicherfunktion muss man aber nicht besorgt sein, sich zu weit ins unentdeckte Land zu trauen.

    Es gibt mehr als 9 freischaltbare Areale plus zusätzlicher mini Locations und Bioware hat es geschafft Wert auf Abwechslung zu legen. So gibt es Wüsten, Sümpfe, Wälder, Ebenen, Küsten und Schneelandschaften. Für das Bereisen der großen Gebiete wurden Reittiere eingeführt. Dabei darf sich der Spieler aussuchen ob er/sie ein Pferd, ein Halla (eine Art Reh) oder sogar etwas exotischeres als sein Transportmittel auserkort. Ein Reittier ist zwar nicht in allen Arealen zwingend erforderlich, kann aber die Reisezeit deutlich verkürzen, denn die automatische Reise erlaubt es nur zwischen bestimmten Punkten hin und her zu reisen.

    Die Landschaften sind zwar liebevoll designt, die Nebenquests die man dort findet, sind es leider zu großen Teilen nicht. So darf sich der Spieler vor allem mit sogenannten Fetch-Quests abmühen. Sprich Bring Gegenstand A zu Ort B , sammel 10 Einheiten von Ressource X oder markiere Orte X, Y und Z. Selbstverständlich gibt es auch gute Nebenquests, kleine Rätsel und Easter Eggs, die für Kurzweile sorgen.
    Es warten nicht nur Nebenquests und Rätsel auf den Spieler, sondern auch Drachen, die es zu erschlagen und Festungen, die es zu erobern gilt. Dabei hält sich die Anzahl der Festungen in Grenzen und dessen Eroberung stellt keine besondere Herausforderung dar. Sie ist nicht einmal besonders Inszeniert. Im Gegensatz dazu sorgen Drachen für mehr Unterhaltung, so verstecken sich diese Biester nicht nur, müssen also erst einmal aufgespürt werden, sondern sorgen auch für aufregendere Kämpfe als es die Standardgegner können. Darüber hinaus lockt natürlich die Beute, die ein Drache hinterlässt, so wie das Gefühl einen würdigen Gegner in die Knie gezwungen zu haben.

    Dennoch schafft es die offene Welt von DA:I mich nicht so sehr zu begeistern wie Skyrims. Dies liegt u.a. an den statischen NPCs, die jedesmal den selben Satz von sich geben, wenn man an ihnen vorbei läuft. Zudem wirkt die Welt weniger lebendig als im Konkurrent von Bethesda (NPC gehen keiner Tätigkeit nach, statische Atmosphäre). Zusätzlich lassen die meist langweiligen Sidequests die Welt uninteressant wirken und belohnen somit nicht wirklich das Erkunden. Zwar findet man in der Welt viele Bücher, Briefe und andere Arten von Kodexeinträgen, die durch das Lesen die Vertiefung in die Welt fördern. Allerdings bieten diese keinen Wiederspielwert.

    Technik

    Dank Frost Engine 3 sieht DA:I selbstverständlich sehr hübsch aus, fordert aber auch seinen Tribut in Sachen Hardware. Wobei jeder moderne Mittelklasse PC für 500 € bei kleverer Auswahl der Hardwarekomponenten genug Rechenleistung besitzen sollte, um zu mindest auf hohen Grafikeinstellungen ein flüssiges Spielerlebnis zu liefern. Man kann also sagen, dass DA:I nicht nur gut aussieht sondern auch die FPS (frame per second) betreffend gut optimiert ist. Dies trifft leider weniger auf die Ladezeiten zu. Sie halten sich zwar in Grenzen, sind aber deutlich länger als bei vergleichbaren Titeln wie Skyrim. Glücklicherweise sind die Gebiete sehr groß, was ständiges wiederauftauchen des Ladebildschirms unterbindet, sofern man nicht quest-bedingt dazu gezwungen wird, Gebiete ständig zu wechseln.

    Dragon Age Inquisition weiß nicht nur mit Grafik zu beeindrucken, sondern bietet teilweise sehr überzeugende Animationen, so passen sich beispielsweise die Körperhaltung und die Laufanimation der Schrägen- und Höhenunterschiede des Terrains an, und die Charaktere rutschen glaubwürdig steile Abhänge herunter. Allerdings sind die Animation nicht fehlerfrei, hier und da haben sich Clipping- und Animationsfehler eingeschlichen und das Sterben der Gegner wird durch eine nicht dynamische Animation dargestellt (kein sogenanntes Ragdoll).

    Wie zu erwarten war , ist auch DA:I nicht fehlerfrei. Bugs die die Steuerung einschränken, fehlender Sound oder Abstürze während Cutscenes sind nur ein paar der Kinderkrankheiten, mit denen das Spiel zu kämpfen hat. Das klingt jetzt abschreckend, aber insgesamt halten sich die Fehler in einem erduldbaren Rahmen und gamebreaking Bugs sind mir nicht aufgefallen. Dennoch wird der Spielspaß durch solche unerfreulichen Fehler getrübt und man kann nur hoffen, dass Bioware sich ran macht die Fehler in den kommenden Wochen auszumerzen.

    Fazit

    Dragon Age Inquisition ist ein Spiel, das bei mir gemischte Gefühle erzeugt, so sind Story und Charaktere bezaubernd, die offene Spielwelt aber letztlich nicht viel interessanter als in einem beliebigen MMORPG wie TESO. Daher geht der gesamte Wiederspielwert allein von der Hauptquest und den Charakterklassen aus, was wiederum bedauerlich ist, da der Hauptteil des Spiels - ca 75% - die offene erkundbare Welt ausmacht. Allerdings konnte das Spiel anfängliche Bedenken, wie das Fehlen von Heilzaubern, zerstreuen.
    Beachtet man was Bioware versprochen hatte, so ist das Spiel nicht was es hätte sein können. Dies haben die Entwickler allerdings bereits selbst eingestanden. Dennoch ist DA:I ein gutes Spiel.

    Dragon Age: Inquisition

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: OField
    81 %
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Steuerung
    7/10
    Sound
    10/10
    Atmosphäre
    8/10
    PC GAMES
    Spielspaß-Wertung
    89%
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Dragon Age: Inquisition
    Dragon Age: Inquisition
    Publisher
    Electronic Arts
    Developer
    Bioware
    Release
    20.11.2014
    Es gibt 5 Kommentare zum Artikel
    Von OField
    Gut zusammengefasst. Ich denke, wenn man das Spiel reduziert bekommt (z.B. nur einen Key kaufen), dann lohnt es sich…
    Von Styx13
    Vielen Dank für Deine Mühe, die ausführliche Einschätzung und die für mich sehr hilfreichen Informationen. Wie es…
    Von FalloutEffect
    ich habe das Spiel noch nicht durchespielt, aber was ich bisher gesehen habe gefällt mir wirklich gut. Es ist in jedem…

    Aktuelle Rollenspiel-Spiele Releases

    Cover Packshot von Die Zwerge Release: Die Zwerge EuroVideo Bildprogramm GmbH , King Art
    Cover Packshot von Candle Release: Candle Daedalic Entertainment
    • Es gibt 5 Kommentare zum Artikel

      • Von OField Erfahrener Benutzer
        Zitat von Styx13
        Vielen Dank für Deine Mühe, die ausführliche Einschätzung und die für mich sehr hilfreichen Informationen. Wie es scheint, hat Bioware vieles gut bzw. besser gemacht als im Vorgänger.
        Ihr erklärtes Ziel, sowohl eingefleischte DA O Fans als auch DA2 Fans…
      • Von Styx13 Erfahrener Benutzer
        Vielen Dank für Deine Mühe, die ausführliche Einschätzung und die für mich sehr hilfreichen Informationen. Wie es scheint, hat Bioware vieles gut bzw. besser gemacht als im Vorgänger.
        Ihr erklärtes Ziel, sowohl eingefleischte DA O Fans als auch DA2 Fans zufriedenzustellen und die Fangemeinde somit wieder zu…
      • Von FalloutEffect Erfahrener Benutzer
        ich habe das Spiel noch nicht durchespielt, aber was ich bisher gesehen habe gefällt mir wirklich gut. Es ist in jedem Fall besser als DA2. Story, Charaktere, Quests, Umgebung gefallen mir bisher besser als in Teil 2. Was ich mir fehlt, ist eine Stadt im großen Stil mit Stadttypischen Quests. Ländereien und…
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 01/2017 SpieleFilmeTechnik 12/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
1145301
Dragon Age: Inquisition
Leser-Test von OField
Kürzlich als "Spiel des Jahres" gekrönt, ist Dragon Age Inquisition das RPG-Highlight des Jahres. Doch wie gut schlägt es sich im Vergleich mit seinen Vorgängern?
http://www.pcgames.de/Dragon-Age-Inquisition-Spiel-21976/Lesertests/Leser-Test-von-OField-1145301/
10.12.2014
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2014/12/ScreenshotWin32_0177_Final_b2teaser_169.png
dragon age inquisition,rollenspiel,dragon age,bioware
lesertests