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  • Doom: Brutalo-Shooter in der Vorschau - Rasant, hart und kompromisslos

    Die E3-Gameplay-Demo geizte nicht mit alten Bekannten. Der brachiale Auftritt des Revenants stellte das Finale der rasanten Präsentation dar. Quelle: Bethesda

    Vor der gamescom 2015 fassen wir in unserer Doom Vorschau die wichtigsten Erkenntnisse zum Ego-Shooter von Bethesda und id Software für euch zusammen. Die Entwickler wollen das serientypische Run & Gun-Gameplay neu aufleben lassen. Aufgrund des Gewaltgrads ist noch fraglich, ob Doom hierzulande ungeschnitten in den Handel kommt.

    Doom Vorschau: Nach dem kurz vor der Messe veröffentlichten Mini-Teaser, bei dem man nicht einmal blinzeln durfte, um nichts zu verpassen, stand fest, dass Bethesda auf der diesjährigen E3 in der Bringschuld ist. Und tatsächlich: Statt sich nur auf ihrer großartigen Präsentation zu Fallout 4 auszuruhen, kredenzte uns der Publisher eine etwa neun Minuten dauernde Gameplay-Demo zu Doom, die sogar zu spontanem Szenenapplaus führte.

    Tradition geht vor

    Nicht genug von Doom?
    Im verlinkten Sammelartikel zu Doom haben wir alle Fakten und Gerüchte zum Brutalo-Shooter in einer Übersicht zusammengetragen. 
    Wie man schon am Titel erkennen kann, handelt es sich nicht um einen vierten Teil und damit eine Fortführung der Reihe, sondern um einen Reboot. Statt sich hier aber dem Markt anzupassen und alles auf modern zu trimmen, gehen Bethesda und id Software einen anderen Weg. Fans der Reihe brauchen also nicht zu befürchten, dass Doom einfach nur ein Call of Duty-Verschnitt mit Cacodemons und Hellknights wird. Stattdessen heißt die Devise wohl "Zurück zu den Wurzeln", denn schon nach wenigen Augenblicken in der Gameplay-Demo wird klar, dass Doom sich weder am ernsteren und Horror-lastigeren dritten Serienteil orientiert noch zu einem scheinbar von Michael Bay inszenierten Schlauch-Shooter mutiert.

    Dank der doppelläufigen Schrotflinte stellen die Imps und der Cacodemon kein großes Problem dar. Dank der doppelläufigen Schrotflinte stellen die Imps und der Cacodemon kein großes Problem dar. Quelle: Bethesda Die Präsentation startet damit, dass sich unser Protagonist den Helm aufsetzt und einen Korridor auf der altbekannten Forschungseinrichtung der Union Aerospace Corporation betritt. Langsam stampft der Held über eine funkensprühende Metallbrücke und schweift mit seinem Blick über das schön aussehende und geradezu fantastisch beleuchtete Areal. Hier lässt die id Tech Engine 6 wirklich die Muskeln spielen. Doch allzu lange haben wir nicht Zeit, die Umgebung zu betrachten, denn schon ein paar Sekunden später gellt ein widerlicher Schrei durch die Gänge und unser Alter Ego muss zur Flinte greifen. Von allen Seiten strömen Imps, Cacodemons und andere Höllengestalten auf uns zu und versuchen uns entweder an die Gurgel zu gehen oder eröffnen das Feuer. Wer jetzt den Impuls hat, in Deckung zu gehen, der ist hier definitiv an der falschen Adresse.

    In bewährter Oldschool-Shooter-Manier rennt, springt (jetzt sogar mit Doppelsprung) und ballert sich der Protagonist durch die Horden. Run & Gun heißt die Devise: Immer in Bewegung bleiben, wer stehen bleibt, kann sich auf der Marsoberfläche schon mal ein Grab ausheben lassen. Laut Produzent Marty Stratton hat man diesen Weg bewusst gewählt, um sich vom eher ernsteren Grundton von Doom 3 abzuwenden. Man möchte nun wieder ein Spiel erschaffen, welches sich selbst nicht zu ernst nimmt. Und noch eins verspricht Stratton: Der Gegneraufmarsch der E3-Demo sei noch relativ harmlos. Später sollen in einigen Passagen noch viel größere Monsterhorden unseren Heldentod anstreben. Wie gut, dass die beliebte Mini-Gun schon bestätigt wurde.

    05:11
    Doom: Gameplay-Szenen von der E3
    Spielecover zu Doom (2016)
    Doom (2016)

    Exekution für die Gesundheit

    Der Gewaltgrad in Doom ist extrem hoch. Diese Blutspritzer sind im Vergleich zu anderen Szenen jedoch noch völlig harmlos. Der Gewaltgrad in Doom ist extrem hoch. Diese Blutspritzer sind im Vergleich zu anderen Szenen jedoch noch völlig harmlos. Quelle: Bethesda Das hilft unserem Protagonisten in der Demo aber erst mal alles nichts, denn er findet zunächst die berühmt-berüchtigte doppelläufige Schrotflinte und trennt damit Gliedmaßen von den Körpern der Gegner oder teilt sie mit einem gezielten Schuss auf den Torso gleich in der Mitte durch. Zu behaupten, dass das neue Doom brutal ist, wäre eine absolute Untertreibung. Im Sekundentakt spritzt Blut und Körperteile fliegen umher. Doom ist ebenso hart und kompromisslos wie die beiden ersten Teile, welche hierzulande lange Jahre auf dem Index standen. Das wirkt durch die moderne Technik aber nun natürlich alles viel wuchtiger. Als wäre das nicht schon genug, um leise Zweifel zu hegen, ob der Titel überhaupt in Deutschland erscheinen wird, kommt auch noch ein neues Feature hinzu, das Jugendschützer weltweit wohl die Hände über dem Kopf zusammenschlagen lässt.

    Statt die Höllenkreaturen aus sicherer Distanz in ihre Einzelteile zu zerlegen, stürmt der Protagonist nämlich immer wieder auf die Gegner zu und exekutiert diese in besonders brutaler Weise. Neben normalen Kolbenschlägen auf den Kopf beobachten wir in der Demo zudem, wie unser Alter Ego einem Imp das Genick bricht und anschließend den Kopf abreißt oder wie einer Kreatur das Bein gebrochen und damit der Schädel eingeschlagen wird. Diese Exekutionen dienen jedoch nicht nur dem Gore-Faktor, sondern sind ein wichtiges Spielelement, da ihr so eure eigene Gesundheit wieder aufladet.

    Nicht nur der Cyberdemon, sondern auch die Engine lässt ihre Muskeln spielen. Am Körper der Höllenkreatur sind unzählige kleine Details erkennbar. Nicht nur der Cyberdemon, sondern auch die Engine lässt ihre Muskeln spielen. Am Körper der Höllenkreatur sind unzählige kleine Details erkennbar. Quelle: Bethesda Dadurch erlangt das Run&Gun- Gameplay sogar eine gewisse taktische Komponente, da ihr gezwungen werdet, eure Chance abzuwarten und in die Offensive zu gehen. Obwohl dies also ein durchaus wichtiges Gameplay-Element und für das Überleben der Spielfigur notwendig ist, sind wir überaus skeptisch, ob die hiesige USK das als Argument für die Exekutionen zählen lässt. Doch auch an anderer Stelle geizt Doom nicht mit Gewalt. Da eine Tür nur mit dem passenden Handabdruck aufgeht, sucht sich die Spielfigur einen toten Wissenschaftler, reißt ihm kurzerhand den Unterarm ab und klatscht die Hand auf den Scanner. Bei all dem erwähnten Gore und Splatter ist es sicherlich nicht verwunderlich, dass auch die Kettensäge ihr Comeback feiert und die Dämonenbrut halbiert.

    Rasanter Multiplayer

    Die Gameplay-Demo endet schließlich damit, dass ein Revenant auftaucht und dem Protagonisten beide Hände abreißt. Doch wir sind uns sicher: Da kommt noch mehr! Sowohl vom Helden als auch von Doom allgemein. Die Einzelspielerdemo setzte mit ihrem Fokus auf alte Serien-Tugenden und den Gewaltgrad erst mal die Grundstimmung fest, doch wir können uns kaum vorstellen, dass ein Shooter im Jahr 2016 nicht mehr bietet als das bisher Gezeigte. Die Gamescom wird hier sicherlich Antworten liefern.

    Die Quakecon 2015 gab Fans jedenfalls einen Vorgeschmack auf den Multiplayer-Modus. Messeteilnehmer konnten den Spielmodus Team Deathmatch auf der Karte Heatewave ausprobieren, eine in einer Fabrikanlage angesiedelte Map mit brodelnden Lavaabgründen. Vom Spielgefühl her ist Doom im Mehrspieler mit den Vorgängern und Quake zu vergleichen - mit einem Unterschied. In der Multiplayer-Demo mussten Spieler zwischen Klassen mit vorgefertigen Loadouts (bestehend aus zwei Waffen) wählen.

    Trotz des Kurzauftritts steht fest: Ein Mancubus sah noch nie zuvor so herrlich widerlich aus. Trotz des Kurzauftritts steht fest: Ein Mancubus sah noch nie zuvor so herrlich widerlich aus. Quelle: Bethesda Dass die Mehrspieler-Partien rasant ablaufen und praktisch keine Zeit zum Verschnaufen bieten, liegt zum einen an den zahlreichen Power-ups. Klassische Booster wie Quad Damage (temporärer vierfacher Schaden) und Unsichtbarkeit können den Gefechtsverlauf verändern und sind dementsprechend begehrt. Besonders witzig ist ein neues Power-up, das einen beim Aufsammeln in den mächtigen Dämon Revenant verwandelt. Als Dämon ist man nicht nur unheimlich schnell und widerstandsfähig, sondern erledigt menschliche Spieler in der Regel auch nur mit einem einzigen Schuss.

    Für id Software stehen augenscheinlich der Spaß im Vordergrund. Die Macher von Doom ließen bereits durchblicken, dass der Multiplayer nicht vor dem Hintergedanken an eSports entwickelt wurde.

    02:05
    Doom: Die wichtigsten Fakten zum Shooter-Remake im Video
    Spielecover zu Doom (2016)
    Doom (2016)
  • Doom (2016)
    Doom (2016)
    Publisher
    Bethesda Softworks
    Developer
    id Software
    Release
    13.05.2016
    Es gibt 5 Kommentare zum Artikel
    Von Buttonsmasher
    Ja es muss mega Angst einflossend sein. Herum zu laufen im Singelplayer. Ich will Angst haben durch die Hölle zu…
    Von makoto68
    Hoffe auch, dass diese Aussage auf den Horror/Splatter etc. bezogen ist, denn auf ein "spaßiges" Doom habe ich auch…
    Von Shadow_Man
    Wenn man zurück zu den Wurzeln geht, dann erhoffe ich mir auch ein richtig starkes Leveldesign. Denn die Ur-Doom…
    • Es gibt 5 Kommentare zum Artikel

      • Von Buttonsmasher Erfahrener Benutzer
        Ja es muss mega Angst einflossend sein. Herum zu laufen im Singelplayer. Ich will Angst haben durch die Hölle zu laufen. Sonst ist lachhaft . Dead Space 2 war ganz gut. Aber mal richtig sich auf gut deutsch fast in die Hose scheißen, weil man Angst hat vor Mutanten Kontakt. Ich freue mich schon wenn Spiele und nerven enden verbunden werden  . Simulierter schmerz 
      • Von makoto68 Benutzer
        Zitat von USA911
        Mh, hoffe es geht mit dem "nicht Ernst nehmen" nicht Richtung Serious Sam.... sondern weiterhin Doom
        Hoffe auch, dass diese Aussage auf den Horror/Splatter etc. bezogen ist, denn auf ein "spaßiges" Doom habe ich auch keinen Bock..
      • Von Shadow_Man Erfahrener Benutzer
        Wenn man zurück zu den Wurzeln geht, dann erhoffe ich mir auch ein richtig starkes Leveldesign. Denn die Ur-Doom-Spiele waren ja auch gerade darin Meisterwerke.
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1165908
Doom (2016)
Brutalo-Shooter in der Vorschau - Rasant, hart und kompromisslos
Vor der gamescom 2015 fassen wir in unserer Doom Vorschau die wichtigsten Erkenntnisse zum Ego-Shooter von Bethesda und id Software für euch zusammen. Die Entwickler wollen das serientypische Run & Gun-Gameplay neu aufleben lassen. Aufgrund des Gewaltgrads ist noch fraglich, ob Doom hierzulande ungeschnitten in den Handel kommt.
http://www.pcgames.de/Doom-2016-Spiel-56369/Specials/Brutalo-Shooter-in-der-Vorschau-Rasant-hart-und-kompromisslos-1165908/
28.07.2015
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2015/06/Cacodemons_Doom__3_-gamezone_b2teaser_169.jpg
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