Dofus 2.0 Vorschau: Das Online-Rollenspiel erscheint bald in neuem Gewand
Beim Haus in der Bildmitte handelt es sich um einen Alchemistenladen.
Uns Redakteure verwirrte der Titel anfangs. "Dofus" ist der Name magischer Dracheneier (sechs an der Zahl), die von bösen Mächten entwendet und von Ihrer Spielfigur wiederbeschafft werden. Was wir bislang nicht herausgefunden haben: Ist "Dofus" schon die Mehrzahl oder heißen die Dinger dann "Dofuse", "Dofi" oder "Dofeen"? Aber Spaß beiseite: Bis der Spieler die besagten Eier zu sehen bekommt, muss er seinen Charakter hochpäppeln. Dafür erledigt er Hunderte von Aufträgen und verprügelt tausende Monster - so weit typisch für ein Online-Rollenspiel. Allerdings nicht in drei Dimensionen, wie man es von bekannteren Gernevertretern wie Runes of Magic, Everquest oder World of Warcraft kennt. Die Spielwelt Amakna (lesen Sie es rückwärts, dann haben Sie den Namen des Entwicklers) ist zweidimensional. Die fehlende Tiefe macht die hübsche Optik wett. Die Spielebenen präsentieren sich allesamt bunt und detailreich. Sicher, die Mischung aus Cartoon, Comic und Manga ist nicht jedermanns Sache, verfügt aber über einen Charme, wie auch manche Gags der Entwickler. So heißt die Charakterklasse des Meuchelmörders "Sram" (rückwärts "Mars" für den altrömischen Kriegsgott). Die des Zeitzauberers heißt "Xélor". Sehr passend!
Abonnenten dürfen sich für die gute oder die böse Seite entscheiden. Hier sehen Sie eine Statue in Brakmar, der Hauptstadt für die „bösen“ Spieler.
Sie fragen sich sicher, was der Zusatz "2.0" im Namen macht. Wir verraten es Ihnen: Dofus gibt es bereits seit 2004. Unter www.dofus.com können sich Spieler - einst kostenlos - registrieren und in die Tiefen von Amakna abtauchen. 2008 führte der Betreiber eine Gebühr von vier bis fünf Euro im Monat ein (abhängig von der Abonnement-Dauer). Wer knapp bei Kasse ist, darf kostenlos daddeln, allerdings nur in einem Teil der großen Spielwelt. Mit Version 2.0 erscheint eine völlig überarbeitete Auflage. Die Entwickler zeichneten fast jeden Spielort, Charakter und Gegenstand neu. Das Spielprinzip bleibt aber weitgehend erhalten. Sie wählen eine von zwölf Klassen wie Paladin, Barbar, Druide oder Bogenschütze, betätigen sich in 17 herstellenden Berufen als Handwerker, etwa Schneider, Bäcker, Juwelier, Schuhmacher oder Schwertschmied, und sammeln auf Ihrem Weg zur Maximalstufe 200 durch zahlreiche Quests und Kämpfe Erfahrungspunkte. Die Auseinandersetzungen sind rundenbasiert, Ihr Held hat 30 Sekunden Zeit für seinen Zug. Das erinnert ein wenig an Klassiker wie die ersten Teile der Final Fantasy-Reihe und macht auch ähnlich süchtig. Dieser Sucht können Sie übrigens überall nachgehen - alles, was Dofus an Hardware benötigt, ist ein PC, der Flash-Anwendungen ausführen kann und über einen Internetanschluss verfügt. Wenn Sie also Videos auf Youtube abrufen können, ist Ihr Rechner auch für Dofus gut gerüstet.
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