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  • DmC: Devil May Cry Definitive Edition im Test - Der Action-Kracher Reboot jetzt im Remake

    Satansbraten: Die Bosskämpfe gegen die dämonische Brut sind großartig inszeniert und gehören zu den klaren Highlights des Titels. Quelle: PC Games

    Mit dem Remake zum Reboot bringen wir den alten Klumpfuß endlich auch auf der PS4 zum Heulen. Gänzlich begeistert sind wir von der Neuauflage jedoch nicht. Was uns nicht so gefallen hat und was trotzdem sehr viel Spaß macht, lest ihr hier in unserem Test zu DmC: Devil May Cry Definitive Edition.

    Normalerweise erscheinen PS4-Remakes ja immer nur, wenn die Ur-Version auf der PS3 schon ein voller Verkaufserfolg war und sich mit ein paar Aufhübschungen noch mal ohne großen Aufwand (GTA 5 mal ausgenommen) etwas Geld verdienen lässt. Auf die Devil May Cry Definitive Edition trifft Letzteres gewiss auch zu, doch ein großer kommerzieller Erfolg war dem Titel bei seinem ursprünglichen Release leider nicht vergönnt. Das DmC-Remake steht somit also nicht nur in der Pflicht, seinen Fans neuen Inhalt zu bieten, sondern auch diejenigen endlich von seiner Qualität zu überzeugen, welche den Action-Kracher bisher verschmäht haben. Sollte Dantes Reboot diesmal in den Verkäufen auch wieder unter den Erwartungen seitens Capcom liegen, steht vielleicht sogar die Zukunft der gesamten Serie auf dem Spiel.

    Lügenpresse!

    Heißer Hüftschwung: Vergils Untergang ist der mit Abstand beste DLC in der Edition. Vergils Kampfstil unterscheidet sich deutlich von dem seines Bruders. Heißer Hüftschwung: Vergils Untergang ist der mit Abstand beste DLC in der Edition. Vergils Kampfstil unterscheidet sich deutlich von dem seines Bruders. Quelle: PC Games Doch wir wollen jetzt keine Schwarzseher sein und gehen einfach mal davon aus, dass Qualität schlussendlich immer belohnt wird. Davon hat DmC nämlich jede Menge zu bieten. Die Story rund um den jungen (und noch dunkelhaarigen) Dante, der sich dem mächtigen Dämonen Mundus entgegenstellt und dabei zudem seine eigene Vergangenheit aufdeckt, bleibt über die komplette Spielzeit von etwa 10 Stunden unterhaltsam, spannend und konfrontiert euch immer wieder mit etlichen satirischen Anspielungen auf das aktuelle Weltgeschehen.

    Beispiel gefällig? Einer der abgedrehten und toll gestalteten Bosse ist ein dämonischer Nachrichtensprecher, der die Menschen mit höllischer Propaganda füttert und unseren Helden in der Öffentlichkeit als Terroristen diffamiert. Ähnlichkeiten zu realen Moderatoren bei den amerikanischen FOX News sind natürlich rein zufällig. Sämtliche Bosskämpfe sind zudem so großartig inszeniert, dass sich einige Genre-Konkurrenten neidisch und leise wimmernd in eine dunkle Ecke verziehen. Ja, hier wird eben nicht nur der Teufel zum Plärren gebracht.

    Stylishe Substance

    Spritzig: Später werdet ihr mit immer abscheulicheren Gegnern konfrontiert, die ihr mit euren Engel- und Dämonenfähigkeiten aus den Socken boxt. Spritzig: Später werdet ihr mit immer abscheulicheren Gegnern konfrontiert, die ihr mit euren Engel- und Dämonenfähigkeiten aus den Socken boxt. Quelle: PC Games Doch auch in den normalen Gefechten gegen die dämonischen Fußtruppen kann DmC vollends überzeugen. Das liegt nicht nur an den abwechslungsreich und schräg designten Höllengestalten und grandiosen Levels, sondern vor allem an dem motivierenden Kampfsystem, welches in Sachen Style sogar den dritten Serienteil in den Schatten stellt. Auf den ersten Blick wirkt es noch recht simpel: zwei Tasten für Schwertschläge, eine zum Springen, eine für den Gebrauch der Schusswaffe. Da Dantes Vater jedoch ein Dämon war und seine Mutti ein Engel, kann der vorlaute Dämonenjäger auch auf die Fähigkeiten seiner Elternteile zurückgreifen.

    Schon bald erlangt ihr nämlich dementsprechende Waffen, die ihr nun mit gehaltener L2- oder R2-Taste den Dämonen ins Fressbrett schwingen könnt. Im Laufe des Abenteuers findet ihr zudem auch noch weitere dieser speziellen Waffen, zu denen sich selbst während einer Kombo nahtlos wechseln lässt. Apropos Kombos: Je stylisher ihr eure Attacken verkettet, desto mehr rote Orbs sackt ihr auch ein, mit denen sich für sämtliche Waffen neue, noch spektakulärere Angriffe freischalten lassen. Die Kämpfe werden zwischendurch immer wieder durch kleinere Geschicklichkeitseinlagen aufgelockert, für die ihr ebenfalls eure besonderen Kräfte nutzt.

    Mit eurer Engelsfähigkeit schwingt ihr euch Greifhaken oder Plattformen entgegen, während eure dämonische Seite Gegenstände zu euch heranzieht. Selbstverständlich lassen sich diese Aktionen ebenso in den Kämpfen nutzen und euren Kombo-Zähler in die Höhe schnellen. Schön: Obwohl sämtliche Tasten mit Aktionen (oft auch doppelt) belegt sind, steuern sich vor allem die Gefechte absolut hervorragend. Lediglich bei den Akrobatik-Passagen hakelt es manchmal ein wenig.

    06:33
    Devil May Cry: Definitive Edition im Video-Test - Teufel im Detail

    Flüssiger Dämonen schnetzeln

    Doch nun genug mit den ollen Kamellen. Dass DmC ein echtes Sahnestück ist, welches in keiner Action-Sammlung fehlen sollte, haben wir schließlich ausführlich klar gemacht. Widmen wir uns also endlich den neuen Inhalten und Verbesserungen, wegen denen die Fans schon sehnsüchtig mit den Hufen scharren. Im Vorfeld wurde die Definitive Edition vor allem damit beworben, dass sie nun konstante 60 Bilder pro Sekunde bei einer Auflösung von 1080p liefert und somit ein noch flüssigeres Spielgefühl bietet.

    Teufelsdreier: Diese zwei Dämonen fallen unserer Sense zum Opfer. Überhaupt ist die Steuerung sehr eingängig und erlaubt euch fette Kombos im Sekundentakt. Teufelsdreier: Diese zwei Dämonen fallen unserer Sense zum Opfer. Überhaupt ist die Steuerung sehr eingängig und erlaubt euch fette Kombos im Sekundentakt. Quelle: PC Games Dies stimmt auch, doch trotzdem hätten wir uns in technischer Hinsicht etwas mehr von dem Remake erwartet. Klar, im direkten Vergleich zur PS3-Version von 2013 läuft das Geschehen etwas angenehmer und flüssiger, das ist jedoch eher ein kleines, aber feines Detail. Schließlich lieferte auch die Urfassung ein hohes Tempo ohne Framerate-Einbrüche. Außerdem sollten 60 fps bei 1080p für ein Remake auf einer leistungsstärkeren Hardware nun wirklich Pflicht sein.

    Wer sich einen ähnlichen grafischen Quantensprung wie beispielsweise von der GTA 5-Neuauflage erhofft, wird enttäuscht sein, denn außer bei der Auflösung wurde nichts geändert. Somit befinden sich auch immer noch die kleineren technischen Probleme im Spiel, die man schon aus der PS3-Version kennt. Vorrangig fallen zu spät nachladende Texturen sowie kleinere Clipping-Fehler auf. Optisch bekommt man also quasi die PS3-Fassung geboten. Nur eben mit höherer Auflösung und 60 Frames.

    Definitiver Dante

    Das dämonische Abenteuer sah zwar schon auf der letzten Konsolengenartion sehr gut aus, in technischer Hinsicht lohnt sich ein erneuter Kauf aber nicht. Dies trifft auch auf die Verbesserungen und neuen Inhalte zu, welche unserer Meinung nach wohl nur die absoluten Hardcore-Fans interessieren dürften, von den meisten Spielern aber wohl eher als "nett" abgetan werden. Neben eher uninteressanten Inhalten wie neuen Skins für Dante und seine Waffen haben es auch sämtliche erschienenen DLCs in die Definitive Edition geschafft.

    'Halt, Stopp!': Aktiviert ihr Dantes Dämonentrieb, schweben die Gegner hilflos in der Luft, während ihr ihnen mit Kombos einheizt und gleichzeitig eure Lebensenergie aufladet. "Halt, Stopp!": Aktiviert ihr Dantes Dämonentrieb, schweben die Gegner hilflos in der Luft, während ihr ihnen mit Kombos einheizt und gleichzeitig eure Lebensenergie aufladet. Quelle: PC Games Während die Story-Erweiterung Vergils Untergang unterhaltsam ist, langweilte uns der Arena-DLC Blutpalast schon nach kurzer Zeit. Der neue Blutpalast-Modus mit Dantes Bruder Vergil konnte uns dementsprechend auch nicht überzeugen. Interessanter finden wir da schon eher die Verbesserungen im Balancing, die sich nach dem Fan-Feedback richten und sich subtil ins Gameplay einfügen. Für echte Fans der Reihe gibt es nun zudem den Turbo-Modus, der das Spieltempo um 20 Prozent erhöht, sowie den Hardcore-Mode, der euren Style-Balken verlangsamt, und den neuen (sackschweren) Schwierigkeitsgrad namens "Gods Must Die".

    Zudem könnt ihr das aus den Vorgängern bekannte Zielsystem verwenden oder den Must-Style-Modus aktivieren, bei dem Gegner erst ab einem S-Rang in euren Kombos Schaden nehmen. Das funktioniert alles sehr gut, aber noch einmal 40 Euro würden wir für die Features nicht ausgeben. Die Definitive Edition ist somit vorrangig für Spieler interessant, welche die PS3-Version noch nicht besitzen.


    DmC Devil May Cry: Definitive Edition (PS4)

    Spielspaß
    86 %
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Großartig gestaltete Levels
    Motivierendes Kampfsystem
    Spannende Story-Kampagne
    Sehr guter Soundtrack
    Grafisch altbacken
    Unnötig für Besitzer der PS3-Version

  • DmC Devil May Cry: Definitive Edition
    DmC Devil May Cry: Definitive Edition
    Publisher
    Capcom
    Developer
    Ninja Theory
    Release
    17.03.2015
    Es gibt 2 Kommentare zum Artikel
    Von Bonkic
    das ist ja eigentlich auch kein richtiges remake (wortklauberei ftw!), sondern ein geringfügig aufgepeppter port, wie…
    Von CYBERHOUND
    Wozu ein Remake für die neuen Konsolen, wenn die Technik nahezu auf der Strecke bleibt? Sowas nehme ich bei…

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    Cover Packshot von Robinson: The Journey Release: Robinson: The Journey Crytek
    • Es gibt 2 Kommentare zum Artikel

      • Von Bonkic Erfahrener Benutzer
        Zitat von CYBERHOUND
        Wozu ein Remake für die neuen Konsolen, wenn die Technik nahezu auf der Strecke bleibt? Sowas nehme ich bei Ausnahmespielen wie GTA (wo es nicht der Fall war) oder The Last of Us hin. Aber nicht bei einem guten aber relativ belanglosen Action-Schnetzler...
        das ist ja…
      • Von CYBERHOUND Benutzer
        Wozu ein Remake für die neuen Konsolen, wenn die Technik nahezu auf der Strecke bleibt? Sowas nehme ich bei Ausnahmespielen wie GTA (wo es nicht der Fall war) oder The Last of Us hin. Aber nicht bei einem guten aber relativ belanglosen Action-Schnetzler...
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1152998
DmC Devil May Cry: Definitive Edition
Test: Der Action-Kracher Reboot jetzt im Remake
Mit dem Remake zum Reboot bringen wir den alten Klumpfuß endlich auch auf der PS4 zum Heulen. Gänzlich begeistert sind wir von der Neuauflage jedoch nicht. Was uns nicht so gefallen hat und was trotzdem sehr viel Spaß macht, lest ihr hier in unserem Test zu DmC: Devil May Cry Definitive Edition.
http://www.pcgames.de/DmC-Devil-May-Cry-Definitive-Edition-Spiel-55115/Tests/Test-Der-Action-Kracher-Reboot-jetzt-im-Remake-1152998/
10.03.2015
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2015/03/devil_may_cry_test_0001-pc-games_b2teaser_169.jpg
devil may cry,action,capcom
tests