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Divinity 2: Ego Draconis (PC)

Release:
24.07.2009
Genre:
Rollenspiel
Publisher:
dtp

Unsere Vorschau zu Divinity 2: Ego Draconis

18.08.2008 10:15 Uhr
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Spieldesign ist, verzeihen Sie den nicht mehr zur Zeit passenden Einstieg, ein bisschen wie Fußball: So wie ein guter Torhüter allein nicht eine chronisch bewegungsresistente Abwehr ausgleichen kann, müssen auch beim Spielablauf alle Elemente gut ineinandergreifen. Es braucht, was die Designer Flow nennen, um den Spieler nahtlos bei Laune zu halten. Es braucht, was die Medienwissenschaftler Immersion nennen, um den Spieler in die Welt eintauchen zu lassen. Es braucht, was Packungstexter ein intuitives Interface nennen, um die Brüder Flow und Immersion nicht zu stören. Erst wenn das ganze Team zusammenarbeitet, ist ein erstklassiges Spiel möglich.

Unsere Vorschau zu Divinity 2: Ego Draconis Divinity 2 will das erreichen. Natürlich, das erzählen die Designer bei jeder Präsentation. Aber: Seine beiden Vorgänger sind daran gescheitert, kamen mit 74 % und 71 % eben "nur gut" aus dem PCGames-Testlabor. Wie stellen die Larian Studios bei ihrem dritten Rollenspiel sicher, dass das Zusammenspiel klappt, dass Divinity 2 qualitativ aufschließt zu The Witcher und Oblivion? Farhang Namdar, der Leitende Spieldesigner, sprudelt über vor Erklärungen, Lobpreisungen und Möglichkeiten, wenn er über seine Schöpfung spricht. Die Larian Studios sind ein kleines Team, 35 Leute, zuzüglich externer Mitarbeiter und der immer zurate gezogenen Freundinnen, werkeln intern an Divinity 2 - das schafft eine intime Atmosphäre, die an die Urzeiten der Computerspiele-Industrie erinnert. Dieses kleine Team möchte es schaffen.

Eine gute Story erzählen. Motivierende Charakterentwicklung einbauen. Dem Spieler viele Möglichkeiten in einer großen Spielwelt geben. Abwechslungsreiche Quests schaffen. Humor und amüsante Gespräche einbringen. Ein Kampf- und Magiesystem schaffen, das dauernd motiviert. Wir sahen uns exklusiv für Sie Divinity 2 an und zerrten den auskunftsfreudigen Herrn Namdar anschließend vor die Kamera.

Bevor Sie gefährliche Höhlen betreten, stärken Sie Ihre Angriffszauber mit dem 'Way of the Battle Marge'. Bevor Sie gefährliche Höhlen betreten, stärken Sie Ihre Angriffszauber mit dem "Way of the Battle Marge". Der Reihe nach: Divinity 2 spielt nach Beyond Divinity, der Hauptcharakter ist in der Welt Rivellon angekommen. Dass er von den vergangenen Geschehnisse nichts mehr weiß, erklärt Farhang Namdar mit Amnesie. Das erinnert - unter anderem - an den Anfang von Gothic 2 und ist sicher nicht originell, aber funktional. Die ersten bewegten Bilder - "natürlich alles noch work in progress, das sieht später viiiiel besser aus!" - flimmern über den Schirm.

Eine adrette Blondine klärt den Charakter darüber auf, dass er gebraucht wird, dass es viel zu tun gibt, aber dass er vorher doch bitte im nächsten Dorf die nötige Ausbildung machen solle, die zum Drachentöter. Auf dem Weg zur Erzmagierin Morgana, die die weitere Einweisung übernimmt, demonstriert Divinity 2 seine grafischen Fähigkeiten. Die Larian Studios nutzen die Gamebyro- Engine, die schon bei Oblivion und Die Gilde 2 gute Dienste geleistet hat, und erweitern sie um einige Funktionen bei der Terraindarstellung und -akustik.

So kommt der Hauptcharakter nach eindrucksvoll aussehenden und klingenden Landschaften zu Lady Morgana, die ein Selbstgespräch zu führen scheint. Darauf spricht sie der Avatar spitzzüngig an - "Wir werden großen Wert darauf legen, lustige Dialoge wie bei Monkey Island im Spiel zu haben", erklärt Farhang Namdar. In Beyond Divinity hatten es die Entwickler damit etwas übertrieben, bei Divinity 2 wirkt der Humorgehalt bis jetzt ausgewogen. Der Grund für das scheinbare Selbstgespräch: Morgana redet mit einem Geist, den der Spieler zunächst nicht sehen kann. Die Erzmagierin verleiht ihm bald im Wortsinne drachenstarke Fähigkeiten.

Die meisten Bewohner Rivellons reden permanent über ihre Sorgen und Nöte. Das zeigt Ihnen an, wo es lohnenswerte Quests gibt. Die meisten Bewohner Rivellons reden permanent über ihre Sorgen und Nöte. Das zeigt Ihnen an, wo es lohnenswerte Quests gibt. So helfen die Drachen- Erinnerungen, sich nach und nach immer mehr der vergangenen Ereignisse bewusst zu werden. Mit silbernen Augen vermag der Spieler Geister wie Morganas Gesprächspartner zu sehen. Mit einer dritten Fähigkeit, deren Bezeichnung sich der Designer nicht entlocken lässt, findet der Spieler mehr über die Gedanken seiner Mitmenschen heraus. Mit dem Grundzeug des Drachenjägers gerüstet, kann sich der Spieler für eine Anfangsspezialisierung entscheiden: Ranger, Kämpfer oder Magier. Damit "erinnern" Sie sich an einen Teil Ihrer alten Fähigkeiten und setzen dementsprechend einige Attribute des Charakters. Klassen bietet das Rollenspiel aber nicht, die Charakterentwicklung ist völlig frei, wie etwa in Two Worlds. Wenn Sie einen defensiven Ma gier heranzüchten wollen, dessen Fernkampffähigkeiten dazu noch Wilhelm Tell wie einen Freizeit-Dartspieler dastehen lassen - bitte sehr!

Danach geht es als anlernender Drachentöter ins Dorf Farglow. Aber was genau hat es eigentlich mit dem Untertitel Ego Draconis - "Ich, von den Drachen stammend" - auf sich? Farhang Namdar versucht den etwas verwirrenden Titel mit einem grammatischen Fehler (versehentlicher Genitiv ...) der Entwickler zu erklären, wir allerdings glauben, dass der Zusammenhang tiefer ist. Vielleicht fließt ja tatsächlich Drachenblut durch den Körper des Hauptcharakters, womöglich wird dieser später sogar zu einem Feuer speienden Geschöpf.

Moderation
18.08.2008 10:15 Uhr
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Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
19.08.2008 07:14 Uhr
Moin moin,

ich hätte nicht geglaubt, dass es mit der Divinity-Reihe überhaupt noch weitergeht. Die Abkehr von von der isometrischen Ansicht tut dem Spiel auf alle Fälle gut und was ich da auf den Screenshots sehe, macht mich auf jeden Fall neugierig auf mehr. Wenn die Story dann noch gut wird .....

Hoffen wir mal. 

bye, Thomas
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
19.08.2008 04:18 Uhr
Wenn mich mein Schulenglisch nicht im Stich lässt, dann hat sich im Dialog auf [url=http://www.pcgames.de/?menu=browser&mode=fullscreen&pic=/screenshots/original/2008/08/divinity-2-ego-draconis_3.jpg&name=Unsere%20Vorschau%20zu%20Divinity%202:%20Ego%20Draconis]diesem Screen[/url] ein Rechtschreibfehler versteckt. Müsste es nicht heissen "What are you doing here"?

Ansonsten: Sehr aufschlussreicher und gut geschriebener Artikel! 

edit: Schwachsinn durchgestrichen. 

SSA

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