Dishonored im Test: Intelligente Schleich-Action mit brillantem Design - Ab heute im Handel
PC Games testet Dishonored: Bethesdas Action-Schleich-Mix glänzt durch tolles Spieldesign und jede Menge Möglichkeiten, die Aufgaben zu lösen. (8) [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Das hat uns nicht gefallen
Technisch schwache Optik
Grafikfetischisten, die zum Einschlafen Polygone statt Schäfchen zählen und denen knackige Texturen wichtiger sind als ein stimmiges Gesamtbild, rümpfen während des Spielens die Nase. Manche Oberflächen fallen nämlich extrem detailarm und grob aus, die Animationen sind nicht immer auf dem neuesten Stand. Trotzdem gefällt uns die Optik von Dishonored ausgezeichnet. Das liegt am ungewöhnlichen Mix aus Pastellfarben, überzeichneten Körperproportionen und starken Kontrasten. So fehlt nur noch ein prächtiger Rahmen um den Bildschirmrand, damit das Spielgeschehen aussieht wie ein Gemälde in Bewegung. Wir finden: Das ist eine wohltuende Abwechslung zum ultrarealistischen Look vieler aktueller PC-Spiele und macht die technischen Schwächen der verwendeten Unreal-Engine 3 locker wieder wett!
Nebenfiguren bleiben blass
Der Plot, der als Rachegeschichte beginnt und sich nach einer überraschenden Wendung in der Mitte zu einem Lehrstück über den korrumpierenden Einfluss politischer Macht entwickelt, überzeugt mit solider Erzählkunst. Für Probleme sorgen aber die Dialoge mit anderen Figuren. In denen hat Corvo nämlich nur ganz rudimentäre Antwortoptionen, wodurch sein Charakter stets ein unbeschriebenes Blatt bleibt. Eine Portion mehr Charme und Persönlichkeit könnten auch die KI-Figuren vertragen, die Corvo zwischen den Missionen im Hauptquartier der kaisertreuen Rebellion trifft. Charaktere wie der Erfinder Piero wachsen einem nicht so sehr ans Herz, wie das möglich wäre. Die schwache emotionale Bindung erweist sich später als Hindernis für den Spielgenuss: Statt Mitleid für Corvos Mitstreiter zu empfinden, reagiert der Spieler nur mit einem Schulterzucken auf ihr Schicksal. Das geht besser!
Minimale KI-Aussetzer
Lediglich in Ausnahmefällen leistet sich die KI Schnitzer. So gelang es uns im Test etwa, ungesehen um eine Ecke zu spähen und mehrere Soldaten mit Betäubungspfeilen schlafen zu schicken, ohne dass diese unsere Position erahnten. Ähnliches passierte, als wir eine der tödlichen Blitzbarrieren in manchen Levels mit einem gefundenen Werkzeug umpolten, sodass die elektrische Ladung Corvos Gegner grillte statt ihn selbst. Danach dauerte es erst einmal ein paar Sekunden, bis die Soldaten nicht mehr gedankenlos im Gänsemarsch in die Lichtschranke spazierten, um sich in Asche aufzulösen, sondern sich intelligent einen anderen Weg suchten. Gerade im Vergleich mit so manch anderen Pappkameraden der Marke Call of Duty-Gegner gehen die Fähigkeiten der KI jedoch völlig in Ordnung.
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Da kann ich dir nur empfehlen ihre beiden ersten Spiele (dishonored war ihr 3. überhaupt erst) zu spielen. Arx Fatalis und Dark Messiah of Might & Magic sind von ihrer Art auch etwas Besonderes und einzigartig.