Die versunkene Stadt Z: Filmkritik zu James Grays Expeditions-Abenteuer
Der britische Offizier Percy Fawcett wird zu einer Expedition nach Bolivien geschickt, um den Amazonas zu kartographieren. Dort erwarten ihn und seine Gefolgschaft tödliche Krankheiten, Hunger, feindliche Indios, aber auch die Überreste einer verschollenen Zivilisation. Percy muss die Suche nach dieser versunkenen Stadt zwar zunächst aufgeben, der Gedanke daran lässt ihn allerdings sein Leben lang nicht los. Immer wieder treiben ihn die Obsession und der Forschungsdrang zurück an den Amazonas.
Mit fast schon etwas zu wenig Pathos und äußerst nüchtern nähert sich Regisseur James Gray der Sachbuch-Adaption und schildert dabei eine äußerst einnehmende und gefährliche Reise. Darüber hinaus zeigt er eine interessante Dynamik innerhalb der britischen Forschungs- und Expeditionsgesellschaft, die sich oftmals mehr vom Ehrgefühl als von Fakten leiten ließ. Leider schafft es das Abenteuer selten in die Psychologie seiner Hauptfiguren vorzudringen.
Fazit
Altmodisches Abenteuerdrama, das sich emotional sehr zurücknimmt und selten hinter die offenkundliche Besessenheit der Hauptfigur blickt.
