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  • Die drei Musketiere - Kino-Review

    Die drei Musketiere. Ab Donnerstag im Kino. Quelle: Konstantin

    Erfrischend anders präsentierte, dreidimensionale Musketiere. Und falls im Kino ein Rumpeln zu hören ist, weil sich Alexandre Dumas im Grab umdreht - einfach nicht hinhören!


    Der Trailer war Warnung und Versprechen zugleich. Welcher Fan eines der legendärsten Trios der Literatur hätte Luftschiffe, balletthafte Feuergefechte und Dialogsätze wie "Wir allein können die Apokalypse abwenden!" erwartet? Damit war klar: Paul W. S. Anderson, ungekrönter König des B-Pictures, würde keine schlichte Bearbeitung des Dumas-Romans vorlegen. Und das war klug. Die klassische Hollywood-Eleganz der Gene-Kelly-Fassung gehört einer anderen Ära an. Richard Lesters Bearbeitung aus den 70ern interpretierte die Vorlage derart stimmig, dass sich eigentlich jede weitere Verfilmung erübrigte – zum Beispiel Stephen Hereks fader Neuaufguss von 1993.

    Bekannte Mission
    Natürlich bauen auch Anderson und seine Autoren Alex Litvak und Andrew Davies ihre Handlung um die bekannten Motive herum: Der junge Gascogner D'Artagnan kommt nach Paris, um Musketier zu werden, und legt sich prompt mit den Titelhelden an, bis das Quartett beim gemeinsamen Duell gemeinsame Feinde entdeckt: die Schergen des Kardinals Richelieu. Die Mission bleibt ähnlich: Es gilt, die Juwelen der französischen Königin aus England zu holen, die als Beweis für eine angebliche Liaison mit dem Herzog von Buckingham gelten sollen und damit Munition für die Gegner des Königs sind. Und natürlich darf die attraktive Gegenspielerin in Form der Lady De Winter nicht fehlen.

    Vital und charismatisch
    Doch diese Motivstränge werden aberwitzig auffrisiert und mit Elementen garniert, die den Film phasenweise fast ins Fantasy-Genre rücken. Der frei erfundene Auftakt – der Einbruch in eine venezianische Schatzkammer – orientiert sich an exotischen Schatzsucherfilmen, zwischendrin werden Erinnerungen an Mission Impossible wach und die Luftschiff-Jagden wirken von Miyazakis Anime-Abenteuern inspiriert. Gerade diese Überdrehtheit und die Unverfrorenheit, mit der die unterschiedlichsten Einflüsse zusammenstibitzt werden, machen aus den neuen Musketieren ein überaus kurzweiliges Kinovergnügen, nicht zuletzt weil die ikonenhaften Charaktere lebendig und mit originellen Nuancen ausgestaltet wurden. Natürlich gibt es die gewollt coolen Einzeiler-Sprüche, die nicht alle funktionieren, aber darüber hinaus erhalten auch einige Figuren neue Dimensionen – allein voran der linkisch-liebenswerte König von Frankreich und der geckenhaft-durchtriebene Herzog von Buckingham, eine Rolle, welche die Karriere Orlando Blooms neu befeuern sollte. Und weil Anderson diese Figuren mit einer vitalen und charismatischen Schauspielerriege besetzt, allen voran Christoph Waltz und Anderson-Gattin Milla Jovovich, behält der Film trotz seiner Kapriolen eine gewisse emotionale Authentizität, soweit das in diesem Rahmen möglich ist.

    Aberwitziges Schlussbild
    Authentizität findet sich auch in atmosphärischer Hinsicht. Dafür sorgen die realen, vornehmlich in Bayern (darunter Würzburg, Bamberg und Herrenchiemsee) gedrehten Bildmotive, die diese drei Musketiere nicht im Brei digitaler Kreationen untergehen lassen. Nicht jeder hätte es Resident Evil-Zombieschlächter Paul W. S. Anderson zugetraut, aber gerade weil er seine "Musketiere" unverfroren und doch mit Respekt interpretiert, gelingt es ihm, den klassischen Stoff für das moderne Blockbuster-Kino aufzufrisieren. Eine Fortsetzung, die das aberwitzige Schlussbild andeutet, wäre daher willkommen. (rs)

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Die drei Musketiere (Remake, Paul W.S. Anderson)
Die drei Musketiere - Kino-Review
Erfrischend anders präsentierte, dreidimensionale Musketiere. Und falls im Kino ein Rumpeln zu hören ist, weil sich Alexandre Dumas im Grab umdreht - einfach nicht hinhören!
http://www.pcgames.de/Die-drei-Musketiere-Remake-Paul-WS-Anderson-Film-235002/Tests/Die-drei-Musketiere-Kino-Review-838048/
30.08.2011
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2011/08/Freunde_mit_gewissen_Vorz_gen_-_Sony_110831121917_b2teaser_169.jpg
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