Die Völker machen sich erneut auf, den Siedler-Thron zu erobern - und scheitern wieder.
Nach dem Motto "Unser Dorf soll schöner werden" haben wir im Spielverlauf eine große Wohnsiedlung (1) aus dem Boden gestampft. Mehrere Farmen (2) und Gasthäuser (3) sorgen für das leibliche, zwei Tempel (4) für das geistige Wohl unserer Anhänger. Den Osten sichert ein Stadtwall (5), den Norden eine Burg gegen Eindringlinge. Die Smileys über den Köpfen der Einwohner zeigen an, dass unsere Schützlinge mit unserer Herrschaft zufrieden sind.
Hätte die Menschheit so fleißig Häusle gebaut, wie die digitalen Ebenbilder aus Die Völker 2, würden sich heute wohl selbst auf der Zugspitze Wohnsilos dicht an dicht drängen. Denn siedeln, bauen und erforschen tun sie wie die Weltmeister, die majestätischen Amazonen, der Insektenstamm der Sajiki und die knuffigen Pimmons. Der Städteplaner sind Sie. Aus einem kleinen Dörfchen mit Schule, Wirtshaus, Brunnen und ein paar Reihenhäusern entwickeln Sie nach und nach eine ausgewachsene Kleinstadt, in der Sägewerke brummen, Eisenschmelzen qualmen und Riesenräder die Herzen der Bewohner erfreuen.
Im Verlauf Ihrer Karriere als Stammeshäuptling haben Sie die verschiedensten Aufgaben zu bewältigen. Mal gilt es, verbündete Völker zu beschenken, mal soll Ihr Dorf auf 250 Einwohner anwachsen, mal müssen Sie die gleiche Summe Gold erwirtschaften. Was sich in der Theorie abwechslungsreich anhört, ist in der Praxis weit weniger aufregend: Egal, wie die Aufträge auch aussehen mögen, fast immer geht es eigentlich nur darum, eine große Siedlung zu errichten und fleißig Güter zu produzieren.
Nur wenn das Missionsziel Eroberung heißt, müssen Sie aufrüsten. Sobald Sie eine Burg errichtet haben, klopfen fahrende Ritter an Ihrer Pforte, die gegen bare Münze in Ihre Dienste treten. Jeder Held bringt seine eigene kleine Armee mit. Mal folgen ihm eine Hand voll Bogenschützen und ein paar Schwertkämpfer, mal befehligt er Bombarden, die gegnerische Gebäude zu Klump schießen können. Da jeder Ritter eine eigenes Schlösschen als Unterschlupf verlangt, gebieten Sie also nie über gewaltige Armeen, sondern schicken meist kleine Stoßtrupps ins Feindesland. Lediglich zur Verteidigung Ihres Dörfchens können Sie ein paar Gardisten ausbilden, die dann auf der Stadtmauer patrouillieren. Entsprechend simpel ist das Kampfsystem der Stärkere gewinnt.

