Die Sims Mittelalter im Test - Die negativen Aspekte, Fazit und Wertung
PC Games testet Die Sims Mittelalter für den PC. Electronic Arts' neues Spiel im Sims-Universum bietet ein motivierendes Questsystem und viel Handlungsfreiheit. Neben weiteren Stärken fanden wir allerdings auch ein paar Schwächen.
Was uns nicht so gefallen hat
Quelle: PC Games
PC Games testet Die Sims Mittelalter. Was hat uns nicht gefallen?
Fehlende Darstellung von spannenden Ereignissen
So schön all die Quests und Tagespflichten auch sind, oft fehlt es an der passenden Inszenierung und man muss sich mit bloßen Texteinblendungen begnügen, die einem den Fortgang vermitteln. Beispielsweise läuft eine große Bärenjagd so ab, dass Sie Ihren Sim zum Schauplatz Wald schicken, die Figur dort zwischen den Bäumen verschwindet und ein langweiliger Zeitbalken den Fortgang der Jagd darstellt. Das Gleiche gilt etwa, wenn Sie zum Einkaufen in den Dorfladen gehen - den Laden bekommen Sie nie zu Gesicht, ebenso wenig wie das angrenzende Territorium, in das Ihr Händler reist, um dort Edelsteine zu besorgen. Natürlich kann man damit leben, aber es wäre ein toller Atmosphäregewinn, wenn man als Spieler eben auch visuell erleben könnte, wie der Ritter-Sim gerade die in der Grafschaft vorhandene Höhle erforscht, um dort ein Monster aufzuspüren.
Tückische Kamera und kleinere Mängel
Schon in der Beta-Version runzelten wir angesichts der suboptimalen Kameraführung im Spiel die Stirn. Das hat sich in der finalen Testversion verbessert, ist aber immer noch nicht ganz zufriedenstellend. Gerade innerhalb von Gebäuden ist es mitunter recht fummelig, den richtigen Blickwinkel hinzubekommen, um einen bestimmten Sim auszuwählen. Außerdem lässt sich die Kamera in einem Gebäude nur noch in einem kleinen Winkelabschnitt drehen, so als würde man vor einer Fernsehkulisse stehen. Im Außenbereich der Grafschaft hebt und senkt sich die Kamera je nach Gelände mitunter so heftig, als wäre man bei starkem Wellengang auf hoher See unterwegs.
"Zum Glück lässt sich ja auf eine Schnellreisefunktion zurückgreifen", denken wir uns. Doch sind hier nur ein paar Orte fix vorgegeben. Zum Hauptgebäude etwa, dem Schloss, ist keine solche Schnellreise möglich, ebenso wenig wie zu den Gebäuden, die Sie im Laufe des Spiels nach und nach errichten.
Beim Betreten und Verlassen von Gebäuden bleibt die Kamera sogar manchmal hängen und man muss erst mühsam mit der Maus regelrecht "herumrühren", bis es wieder ordentlich funktioniert. Unser Händler-Sim hatte zudem das Problem, das er den Befehl "Eintreten" erst gar nicht befolgen wollte. Warum auch immer, der arme Bursche war nie in der Lage, mit diesem Bewegungsbefehl in sein Haus einzutreten. Hier half nur, zunächst per Spieleransicht in das Gebäude "reinzuspähen" und ihm dann den Befehl "Hierhin gehen" zu geben, was funktionierte - liebe Entwickler, solche Patzer bitte patchen!
Schwächen bei der Grafik
Wer aufmerksam durch seine Grafschaft wandelt, sieht sich mit grafischen Mängeln konfrontiert. Zwar sind die Sims-Figuren sehr schön und detailliert dargestellt, auch das Wasser ist hübsch und die Gebäude machen von außen einen detaillierten Eindruck. Weniger überzeugend sind dagegen Texturen von Gras, Felsen oder auch Boden und Wandtexturen im inneren Bereich von Gebäuden. Insgesamt geht dieser recht comic-lastige Look in Ordnung, steht aber ein wenig im Widerspruch zur detaillierten Optik der Sims-Figuren.
Die Zeit für Kreativität ist zu knapp bemessen
Was den mittelalterlichen Sims im Vergleich zu den Vorgängern fehlt, ist der kreative Freiraum für eigene Aktivitäten. Das Zusammenwirken von Pflichtaufgaben und Quests bestimmt maßgeblich den größten Teil des jeweiligen Tagesablaufs, engt den Spieler dadurch aber auch ein. Das macht die Sims-Tage zwar planbarer, doch wünscht man sich hin und wieder einfach einen komplett freien Tag oder gar ein Wochenende für sich allein, um sich seinen Sims-Beziehungen zu widmen - aber nun gut, von Arbeitszeitregelung wusste man im Mittelalter eben nur wenig.
Verloren in der Hilfefunktion
Die Sims Mittelalter erschlägt Einsteiger mit einer Vielzahl an Menüs und Begriffen. Königreichpunkte, Questpunkte, Erfahrung, Konzentration, Bedürfnisse, Merkmale, Bestreben und vieles mehr. Alte Sims-Hasen mögen darüber lächeln und es gibt ja auch ein Hinweis-Lexikon im Menü. Das ist zwar nach Themen gegliedert, doch wäre eine Suchfunktion wünschenswert gewesen, um schneller an die gesuchten Informationen zu gelangen.
In diesem Artikel
- Seite 1 Die Sims Mittelalter im Test - Erfrischendes Szenario mit Schwächen
- Seite 2 Die Sims Mittelalter im Test - Die positiven Aspekte
- Seite 3 Die Sims Mittelalter im Test - Das könnte Fans missfallen
- Seite 4 Die Sims Mittelalter im Test - Die negativen Aspekte, Fazit und Wertung
- Seite 5 Bildergalerie

Wobei meiner Meinung nach das Innovativste Spiel seit langem SPORE war, so eine geile idee :D
denke, dass das eher ein Publisher-Problem ist, der den Entwicklern nicht genug Zeit und Raum für "vollendete Kreativität" lässt :(
Wobei meiner Meinung nach das Innovativste Spiel seit langem SPORE war, so eine geile idee :D
die Idee war ganz gut, aber die Umsetzung viel zu halbherzig. was habe ich von spannenden Quests, wenn der Held einfach für nen halben Tag im Wald verschwindet und ich nicht mal was beeinflussen kann?!
von Rollenspiel hat das leider nur was an der Oberfläche, das fällt aber erst auf, wenn man ein paar Stunden gespielt hat. daher nicht wirklich intensiv getestet?!
man fühlt sich nicht wirklich als König, wenn man ständig seinen Dienern hinterherlaufen und sie suchen muss, oder sich doch selbst ums Essen kümmern muss. Da fehlt mir eine aus RTS bekannte Schaltfläche "untätigen Diener suchen" :P
Oder so eine Glocke, um den faulen Diener herbeizubimmeln, das wäre ja auch was ;-)
Grüße
Stefan