Die Sims Mittelalter im Hands-on-Test: Ein erfrischendes Konzept - Mehr Rollenspiel als gedacht
Sims sind auch im Mittelalter gesellige Leute und stets zum Plaudern bereit.
So beginnt in Die Sims Mittelalter der typische Start in den Tag: Morgens, sechs Uhr dreißig. Schlaftrunken schwingt der Burgherr seine Füße aus dem rustikalen Holzbett auf den kalten Steinboden. Der Magen knurrt. Da hilft nur eine ordentliche Portion Grütze aus dem großen Kupferkessel nebenan. Jetzt noch schnell in die Arbeitskluft gestiegen und schon kann es losgehen mit dem Regieren. Die Simulation des alltäglichen Lebens stellte bisher den Mittelpunkt der Sims-Spiele dar. Man musste Bedürfnisse der digitalen Bewohner erfüllen, konnte einer Karriere frönen, heiraten, Kinder bekommen, Party machen, Häuser bauen und gestalten, Beziehungen aufbauen … Sie als Spieler hatten es stets in der Hand, das Leben der Sims zu gestalten. Grundsätzlich gilt das auch für die neue, mittelalterliche Variante; und doch spielt sie sich anders. Erfrischend anders.
Wenn Sie in Ihrer Burg eine Kaserne errichten, schalten Sie damit eine neue Heldenfigur frei, mit der Sie eigene Quests erleben können. Kreative Sims-Spieler dürfen sich in gewohnter Weise um die individuelle Inneneinrichtung der Gebäude kümmern, vorausgesetzt die Kasse erlaubt das.
Sie starten in Die Sims Mittelalter als Monarch einer Grafschaft mit dem Ziel, Ihr kleines Reich auszubauen. Das geschieht im Rahmen von zwölf anspruchsvoller werdenden Szenarien, die jeweils vier Wertungen (Bronze, Silber, Gold, Platin) besitzen. Nur wer mindestens die Silberwertung einer solchen Mission erreicht, darf ein neues Szenario wählen. Mal geht es darum, eine bestimmte Anzahl von Gebäuden zu errichten, ein anderes Mal darum, Quests abzuschließen. Das klingt zuerst gar nicht nach typischen Sims-Inhalten. Aber es stimmt, in Die Sims Mittelalter bestimmen Quests den Alltag Ihrer Figuren. Pro Szenario steht Ihnen eine bestimmte Zahl an Questpunkten zu. Die zur Verfügung stehenden Quests kosten unterschiedlich viele dieser Punkte, sodass Sie sich entscheiden müssen, für welche Aufgabe Sie diese Punkte ausgeben möchten. Die Quests erzählen nett verpackte Geschichten, da kann es um eine Bärenjagd gehen oder darum, ein Familienwappen aufzutreiben oder bei einem Angelwettbewerb zu gewinnen. Erfolgreich abgeschlossene Quests bescheren Ihnen Erfahrungspunkte, Geld und sogenannte Königreichpunkte.
Jetzt kommt der Strategieteil ins Spiel, denn gewonnene Königreichpunkte investieren Sie in die Erweiterung Ihres Reiches, indem Sie dort neue Gebäude erwerben. Ganz oben auf der Prioritätenliste steht natürlich die Weiterentwicklung der anfangs kleinen Grafschaft. Im speziell dafür vorgesehenen Königreich-Modus sehen Sie, welche neuen Erweiterungen Sie sich mit den erarbeiteten Punkten leisten können. Durch die Errichtung solcher Gebäude erhalten Sie Zugang zu weiteren Spielinhalten, etwa neue Quests und dazu passende Sims-Figuren. So sorgt der Bau des Marktes dafür, dass Sie einen neuen, spielbaren Sim erhalten: den Händler. Mögliche Ausbauten mit Berufen: Kaserne (Ritter), Spiontrakt (Spion), Zaubererturm (Zauberer), Klinik (Arzt), Schmiede (Schmied), Markt (Händler), Schenke (Barde), Kathedrale (Abt), Kloster (Priester). Gebäude wie die Mühle oder der Leuchtturm erhöhen die sogenannte Kriteriumkapazität.
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