Die Sims Lebensgeschichten

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Sie erhalten im Spielverlauf immer wieder Geschenke, um Ihr Haus zu verschönern  viel Platz ist dafür aber nicht.
Sie erhalten im Spielverlauf immer wieder Geschenke, um Ihr Haus zu verschönern  viel Platz ist dafür aber nicht. Laura und Lukas sind die Protagonisten der Lebensgeschichten: Die eine ist gerade bei ihrer Tante zu Besuch und lernt dann in der Stadt einen süßen Jungen kennen, der andere ist Multimillionär und wird eines Tages von seiner Freundin mit einem Schwindel(verdacht) erregenden Heiratsantrag konfrontiert. Ihre Aufgabe ist es, mittels aller typischen Sims-Handlungen (Essen, Schlafen, Telefonieren, Trainieren, Flirten ...) die beiden durch Ihre Abenteuer zu glücklicher Zweisamkeit zu führen.
Als wäre das nicht haarig genug, kommt ein wildes Konglomerat an Ex-Freunden, peinlichen Anrufen und zwischenmenschlichen Missverständnissen dazu, das mit jeder Vorabendserie konkurrieren kann. Die unmittelbar anstehenden Ziele, etwa das Darniederschmettern eines Ständchens für die Liebste oder eines Wettbewerbers um dieselbe, treiben nach und nach die Geschichte voran, die sich in etwa zehn Kapitel unterteilt und kein Soap-Klischee auslässt.

Gute Zeiten, schlechte Zeiten
Die Sims Lebensgeschichten Die Geschichten unterhalten teilweise sehr, sehr gut - etwa wenn als einzige Auswahlmöglichkeit bei der Kleiderberatung "Steht dir super!" gegeben oder über unsägliche Anmachen diskutiert wird. Teilweise sind die Skripte im Spiel aber sehr unsauber. So tauchte etwa eine bereits nach Hause geschickte Intrigantin buchstäblich aus dem Nichts wieder auf oder das Spiel erzwang offensive Flirt-Handlungen - durch die der andere Sim verärgert wurde - und erbat danach noch weitere Annäherungsversuche, die schlichtweg unmöglich waren.

Das Hauptproblem von Lebensgeschichten ist aber ein anderes: Obwohl das Spiel an sich den Sims-Regeln folgt, also Bedürfnisse wie Hunger, Energie und Hygiene das Wohlbefinden des Sim bestimmen, ergibt sich dadurch insgesamt kein schlüssiges Bild. Es genügt für den Spielverlauf, von Ziel zu Ziel zu tappen - für eigene Anstrengungen belohnt das Programm nicht.

Zwar sind Karriere, Fähigkeiten und Einrichtung auch enthalten, die Handlungsfreiheit hierbei ist jedoch minimal, fast alles ist vorgegeben. Somit ist die Identifikation mit dem Hauptcharakter eher gering. Auch eine Sprachausgabe oder viel atmosphärische Musik in den Außenarealen gibt es nicht, sodass manche Szenen eher steril wirken.

Auf seiner Homepage verspricht Electronic Arts, Lebensgeschichten würde auch auf schwächeren Rechnern laufen und komfortablen Programmwechsel ermöglichen Wir können das nicht bestätigen. Immerhin: Im "freien Modus" ist eine Sparversion der großen Schwester Die Sims 2 mit weniger Gegenständen spielbar.

Bildergalerie: Die Sims Lebensgeschichten
Bild 1-3
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Wertung zu Die Sims Lebensgeschichten (PC)

Wertung:

7.0 /10
Pro & Contra
Soapartige Geschichten mit SelbstironieEingängige, gut erklärte Steuerung
Kaum spielerische FreiheitHardware-Anforderungen zu hochÜble Skriptfehler
Fazit

"Eine Soap zum Mitspielen. Nur leider etwas verbuggt und wenig atmosphärisch."
Die Lebensgeschichten haben ihre Höhepunkte Momente, in denen der Spieler, wenn er sich auf die Vorabendserienhandlung einlässt, hoffend und bangend vor dem Monitor sitzt. Nur leider ist das Erzähltempo insgesamt viel zu träge, die Handlungsspielräume sind zu gering und die Atmosphäre ist zu dürr, um auch älteres Publikum zu fesseln. Die angestrebte jüngere Zielgruppe wird mit Lukas und Laura sicher ihren Spaß haben vielleicht aber auch wegen der möglichen auftretenden Zwangspausen im Plot schnell die Flinte ins Korn werfen. Electronic Arts beweist leider, dass die soziale wie spielerische Dynamik der Sims eben nicht auf das Erzählen fester Geschichten ausgelegt ist zumindest nicht, wenn die Engine derart unflexibel auf Spielerhandlungen reagiert. Für die nächsten beiden Folgen lautet daher meine Bitte: saubere Skripte, Mut zu klischeehafter Musik und eine schöne Synchronisation.

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