Die Sims 3-Vorschau: Ein Phänomen geht in die dritte Runde
Hier wohnt ein Kleptomane. Das riesige Schild am Hauseingang hat er irgendwo mitgehen lassen.
Genug gebastelt, wir wollen die neue Welt erkunden. Die einzige Stadt, die uns in der Vorschauversion zur Verfügung steht, ist das Bilderbuchstädtchen Sunset Valley. Wie in der Serie üblich, wählen wir mit knappem Budget ein schmuckes Häuschen und ziehen ein paar Klicks später in die neue, noch recht karge Behausung ein. Admiral, unser Sim, möchte Starkoch werden. Also suchen wir uns erst einmal einen Job im nahe gelegenen Bistro. Toll, uns wird die Stelle als Tellerwäscher angeboten.
Mit mieser Bezahlung und noch mieseren Arbeitszeiten. Aber wir wollen unserem kleinen Horn seinen Lebenstraum erfüllen und nehmen deshalb an. Bei einem Rundgang durch die Stadt fällt uns vor allem die Größe von Sunset Valley auf. Notiz am Rande: Natürlich dürfen Sie die gesamte Architektur des Ortes bearbeiten, Häuser bewegen, Parks platzieren oder Familien vor die Tür setzen.
Ihr kleiner Sim ist nicht an sein Grundstück gebunden, kann völlig frei durch die Straßen des Ortes streifen. Dort gibt es jede Menge Freizeitangebote wie etwa Schwimmbäder oder Fitnessstudios. Natürlich wohnen überall andere Sims, die Sie jederzeit besuchen dürfen. Aber auch Läden, ein Stadion, wissenschaftliche Einrichtungen und sogar eine Raketenbasis finden sich in Sunset Valley. Zum Austoben gibt es also genug Raum. Leider reicht die Zeit, gerade am Anfang, dafür nicht. Unser Admiral ist die ersten Tage damit beschäftigt, hart zu arbeiten. Wir wollen schließlich auf der Karriereleiter nach oben!
Umso überraschter sind wir, als wir uns doch auf einige soziale Aktivitäten einlassen: Wir flirten mit der Nachbarin. Während ihr Ehemann daneben steht! Dabei helfen uns die Charaktereigenschaften "Kokett" und "Guter Küsser", mit der wir der Schönen den Kopf verdrehen. In den Gesprächsoptionen sind diese Fähigkeiten gesondert gekennzeichnet und eröffnen eine Vielzahl an Aktionsmöglichkeiten, die durch ihre schiere Masse sogar ein wenig überfordern. Dem Ehemann stößt unser Gebaren ziemlich sauer auf: Er setzt uns kurzerhand vor die Tür.
Ein erfülltes Liebesleben gibt Kraft für den anstrengenden Alltag. Fummeln erlaubt.
Unser Admiral hat Gefallen am Flirten gefunden, prompt poppt ein Wunsch auf: Der Sim will mit der Nachbarin schmusen! Solche Bedürfnisse tauchen immer wieder auf, es liegt an Ihnen, diese zu erfüllen. Bis zu vier Wünsche kann ein Sim gleichzeitig haben, je nach Schwierigkeit gibt es dafür Punkte für sogenannte Lebenszeitbelohnungen. Wenn Sie eine bestimmte Menge davon gesammelt haben, können Sie Ihrem Sim das Leben mit diesen Belohnungen erleichtern. So gelingt nach entsprechender Verbesserung in Zukunft jede Party oder Ihr Charakter benötigt etwa zum Hausputz nur noch die halbe Zeit.
Falls Sie darauf erpicht sind, diese Wünsche möglichst fi x zu erfüllen, artet das sonst eher gemütliche Spiel schnell in richtigen Stress aus. Denn gleichzeitig präsentiert Ihnen Die Sims 3 immer wieder sogenannte Gelegenheiten, die Sie in irgendeiner Form voranbringen. Mal bittet Sie der Chef um Hilfe, was der Karriere zugute kommt, dann wieder sollen Sie Ihr Wissen auffrischen. Es gibt also eine ganze Menge zu tun. Die Fülle an Aufgaben, Menüeinträgen und Optionen lässt anfangs sicherlich leichte Verwirrung aufkommen. Die Sims 3 ist deutlich komplexer als sein Vorgänger. So besitzt jeder Charakter nun ein Inventar, in dem Sie etwa Essen oder Bücher aufbewahren. Doch zum Glück zwingt Sie das Spiel zu nichts. Wer es lieber gemütlicher angeht, lässt seine Sims einfach nur "leben". Denn auch ohne Ihre Hilfe kommen die virtuellen Figuren gut zurecht, ernähren sich selbstständig und verpassen nie die Mitfahrgelegenheit zur Arbeit.
Ein wenig Kritik gibt es dennoch. So störte uns etwa die etwas zickige Kamera, die träge und teils umständlich zu bedienen war. Auch die Zeit lief für unseren Geschmack noch ein wenig zu rasant ab, sodass unser Admiral schon mal eine gute halbe Stunde allein zum Aufstehen benötigte. Ab und zu blieb unsere Frau (Ja! wir haben geheiratet! Nein! Nicht die Nachbarin!) einfach stehen, ohne die geforderte Aktion auszuführen. Auch der eine oder andere unfertige Text bei ansonsten tadelloser deutscher Übersetzung fiel uns auf.
Dennoch machte diese Vorschauversion einen runden Eindruck, lief bereits nahezu problemlos und bescherte mit ihren liebevoll animierten Figuren schon nach kurzer Spielzeit das typische Sims-Gefühl. Während also Außenstehende dem Phänomen der Lebenssimulation mit Kopfschütteln gegenüberstehen, dürfen sich die zahllosen Fans auf einen würdigen Nachfolger des legendären zweiten Teils freuen, der in vielen kleinen Punkten verbessert wurde. Und ab Juni ihrem kleinen Sim einfach nur beim "Leben" zusehen.
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aber das kam erst in den Addons, nur in den Hauptspielen nicht vor
das gab's doch in sims 2 schon...
gruß
ne ich glaub nich... ein Inventar ist ja wie eine Tasche in einem Rollenspiel, in die man in diesem Fall Essen oder Bücher ablegen kann. Das gabs im Vorgänger noch nich...
lg Relactus
das gab's doch in sims 2 schon...
gruß