Siedler EdK: Der "Aquariumeffekt"
Im begrünten Innenhof der Kathedrale studiert ein Priester die Bibel, bekreuzigt sich und schickt ein Gebet gen Himmel; in der Feinschmiede schwingt der Schmied seinen schweren Hammer, um das rot glühende Eisen in Form zu bringen, während ein Keilriemen einen Blasebalg antreibt, der die Feuerstelle auf höchster Temperatur hält; mit Hammer und Meißel bearbeiten Steinmetze große Granitblöcke, die ein Lastkran in Position hievt; Rehe springen fröhlich durch das nahe gelegene Wäldchen - das ist die Welt von Die Siedler: Das Erbe der Könige.
Blue Byte spricht vom "Aquariumeffekt": Überall entdecken Sie einfallsreich gestaltete Details, Bäume wiegen sich im Wind und man fühlt sich, als blickte man in einen lebendigen Mikrokosmos.
Erst recht die Figuren sind ausgesprochen fein ausgearbeitet und schlagen in ihrem Detailgrad fast alles auf dem Markt - inklusive Schlacht um Mittelerde. Die meisten Ereignisse werden daher nicht zu Unrecht in Form von Spiel-Grafik erzählt.
Ebenfalls neu: Regen, Schnee und Sonnenschein sehen nicht nur toll aus, sondern sind ein taktisch wichtiges Element. Schneeflocken verwandeln die Karte in eine winterliche Idylle - mit weit reichenden Konsequenzen. Flüsse und Seen gefrieren und werden anschließend passierbar. Gut für Sie, wenn Ihre Leibeigenen auf Inseln gelangen wollen, schlecht für Sie, wenn das gegnerische Heer geradewegs über das gefrorene Eis marschiert und Ihre Basis an Stellen unter Beschuss nimmt, wo Sie es am allerwenigsten erwartet haben. Auf geschlossener Schneedecke kommen alle Siedler zudem deutlich langsamer voran - auch das ein taktisches Element.
Ein plötzlicher Wolkenbruch reduziert die Sichtweite und damit auch den entscheidenden Vorteil von Kanonen, Bogen- und Armbrustschützen.

