Die Woche der Siedler: #3 Was man so zum Leben braucht
Damit Ihre Siedlung richtig brummt, müssen die richtigen Waren zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein! Dieses Prinzip ist bereits im Ur-Siedler enthalten, wo ein verarbeitender Betrieb ohne dazugehörige Rohstoffe kurzerhand Zwangspause macht. In Spielen, die Städte mitsamt ihrer Bevölkerung simulieren, sind die Bürger auch entsprechend bei Laune zu halten - die Anno-Serie löst dieses Problem über Bedürfnisse, die Sie mit Ihrer Infrastruktur stillen.
Die Siedler 6 kombiniert beide Herangehensweisen. Zum einen brauchen alle Betriebe natürlich die nötigen Rohstoffe, um weiterzuarbeiten. Zum anderen gibt es aber keine Trennung zwischen der eigentlichen Bevölkerung und den Arbeitern - jeder Siedler geht einem bestimmten Beruf nach (folglich gibt es keine Arbeitslosigkeit wie in der Caesar-Serie) und hat für sich bestimmte Bedürfnisse, die Sie erfüllen sollen.
Brot und Spiele
Im Einzelnen haben Ihre Bürger folgende Bedürfnisse: Nahrung, Kleidung, Sauberkeit, Unterhaltung, Sicherheit und Wohlstand. Davon ausgenommen ist die eher genügsame Landbevölkerung, die sich mit einem reichlich gedeckten Tisch zufriedengibt. Ihre Siedler haben nicht von Anfang an sämtliche Bedürfnisse. Falls Sie jetzt glauben, weiteres Anspruchsdenken käme über die Aufwertung in neue Bevölkerungsschichten hinzu wie in Anno 1701 - ist das ein Irrtum. Frei nach Hemingway: Siedler sind Siedler sind Siedler sind Siedler.
Aber sobald Sie die Möglichkeit haben, bestimmte wichtige Gebäude in Ihrer Stadt zu errichten, etwa den bereits angesprochenen Marktplatz oder die Kirche, melden Ihre Bürger neue Bedürfnisse an.
Nahrung, Kleidung und Sauberkeit lassen sich recht einfach über ein paar Waren herbeiführen: Fleisch, Stoffe und ein Besen etwa. Etwas komplizierter ist die Sachlage bei Unterhaltung: Tavernen und Bäder sowie ein gelegentlich auf dem Marktplatz abgehaltenes Fest sorgen dafür, dass sich die Leute nicht langweilen. Mit Luxusgütern wie Kerzen und Bannern erhöhen Sie das Wohlstandsempfinden Ihrer Bewohner - achten Sie aber darauf, nicht über die Steuereintreiber zu rigoros Ihre Stadtkassen klingeln zu lassen, denn die amtlich gezogenen Groschen merkt der Bäcker wie der Fleischer und ist dementsprechend unzufrieden.
Mit Sicherheit ein gutes Gefühl
Einen negativen Einfluss auf die Sicherheit haben schlechte Ereignisse in der Nachbarschaft. Sie denken an Einbrecher und Feuer wie in Die Sims? Richtig! Brände und Überfälle - sogar die Ehefrau kann entführt werden! - schmälern das Sicherheitsbedürfnis und mithin die Effizienz der Bürger. Wir vermuten, dass Sie über entsprechende Gebäude wie Feuerwehr und Polizei Einfluss auf solche Ereignisse nehmen können. Außerdem wäre möglich, dass die anderen Werte Ihrer Stadt derartige Vorkommnisse bewirken können, also dass etwa Bürger mit niedrigem Wohlstandsempfinden Überfälle begehen.
Wenn's mal wieder länger dauert
Was passiert, wenn Nahrungsengpässe vorliegen? Die Produktion kommt langsam, aber sicher zum Erliegen. Zuerst schaut Ihr Schmied etwa nur mal kurz vorbei, ob es denn nicht neues Brot für den kleinen Hunger zwischendurch gibt. Sobald das Grummeln im Magen aber die Akustik seines Handwerks übertönt, wird er sich weigern, weiterzuarbeiten, und sich auf dem Marktplatz (ja, das kennen Sie aus Anno 1701) lauthals über diesen Missstand beschweren. Daher: Halten Sie Ihre Wirtschaft in Schwung und sorgen Sie für eine glückliche Bevölkerung!


Hoffen wir mal das beste, nämlich das siedler 6 die fans nicht genauso enttäucht wie 5
Also…
Hoffen wir mal das beste, nämlich das siedler 6 die fans nicht genauso enttäucht wie 5
Sehe ich genauso.…