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  • Die Römer

    Siedeln wie Anno dazumal - CDVs Aufbauspiel bedient sich kess altbewährter Konzepte und packt diese in eine schicke Grafik-Tunika.

    Wer es schafft, alle Bedürfnisse seiner Einwohner zu befriedigen, darf zur Belohnung Monumente bauen. Wer es schafft, alle Bedürfnisse seiner Einwohner zu befriedigen, darf zur Belohnung Monumente bauen. Kein Wein im Stadtviertel - ein Skandal! Dazu ein tobender Mob, der die schönen Villen abfackelt und Sklaven, deren Arbeitspensum einem PC-Games-Redakteur zur Ehre gereicht - puh, das Leben als digital-römischer Statthalter ist alles andere als ein simples "Veni, vidi, vici"*1. Umso mehr ist man als Spieler erfreut, wenn alles wie am Schnürchen klappt, das Volk zufrieden ist und endlich Prachtbauten wie das Kolosseum oder das Theater freigeschaltet sind.

    Panem et circensis *2

    Dreh- und Angelpunkt bei Die Römer ist der Aufbau einer funktionierenden Wirtschaftskette, mit der Sie Bedarfsgüter für Ihre Untertanen produzieren. Geben sich die Bürger anfangs mit Mehlbrei zufrieden, steigen mit jeder neuen Zivilisationsstufe die Ansprüche. Stoffe, Wurstwaren, Wein wollen an Mann und Frau gebracht werden. Anstelle der bekannten Anno-Karren transportieren Sklaven Waren und Rohstoffe.

    Auch Bedürfnisse wie Glauben und Unterhaltung gilt es später sicherzustellen, damit Ihre Untertanen glücklich und zufrieden bleiben. Die Römer führt den Spieler dabei Stück für Stück an die Bereiche Wirtschaft, Infrastruktur, Handel und Militär heran. In der Kampagne lösen Sie immer neue kleine Aufgaben: Treiben Sie mit einer benachbarten Stadt Handel, um 20 Goldmünzen zu erwirtschaften, schlagen Sie Aufstände nieder oder wehren Barbaren ab - die Ziele klingen abwechslungsreich.

    Vor allem Genre-Einsteiger kommen hier auf ihre Kosten, da die Missionen selten unnötig kompliziert sind. Da bleibt ausreichend Zeit, um sich am Wuselfaktor zu erfreuen, den die recht klobig wirkenden Figuren an den Tag legen. Da sieht man spielende Kinder, Arbeiter, die am Brunnen eine Pause einlegen, Handwerker beim Malochen - alles schön geschmeidig animiert. Eine dezente Soundkulisse unterstreicht das idyllisch wirkende Spielszenario.

    Sic transit gloria mundi *3

    Wer nicht sorgsam auf Gebäudeinstandhaltung achtet, sieht sich solchen Bränden gegenüber. Wer nicht sorgsam auf Gebäudeinstandhaltung achtet, sieht sich solchen Bränden gegenüber. Bis Sie die optimale Gebäudeverteilung in Ihren Siedlungen gefunden haben, vergehen etliche zunächst erfreulich kurzweilige Stunden. Doch schon bald kehrt monotone Routine ein: Wir ertappen uns im Test immer öfter dabei, den praktischen Zeitraffer zu aktivieren, um öde Spielpausen zu überbrücken, in denen Sie als Spieler warten und warten und warten, bis die Missionsbedingungen erfüllt sind. Es gibt zu wenig Möglichkeiten, direkt ins Siedler-Geschehen einzugreifen.

    Wenn Sie beispielsweise mehrere Gebäude in Auftrag geben, lässt sich die Priorität für eine Baustelle zwar ändern, das war's dann aber auch schon. Sie haben keine Chance, Sklaven kurzfristig an Brennpunkten einzusetzen oder den Abtransport bestimmter Waren zu forcieren. Das zwingt Sie als Spieler dazu, umsichtig die Infrastruktur zu planen. Wer zum ersten Mal miterlebt, wie die halbe Siedlung abfackelt, weil zu wenig Sklaven für die Gebäudeinstandhaltung zur Verfügung standen und obendrein die Feuerwache (Präfektur) fehlte, dem seien zum Trost die Worte mit auf den Weg gegeben: "Errare humanum est"*4 .

    Wem die Kampagne auf Dauer zu simpel ist, der versucht sich an den vier so genannten Herausforderungen. Dabei setzen Sie im Prinzip alle gelernten Zusammenhänge aus der Kampagne gebündelt ein, um zum Erfolg zu gelangen - so richtig schwer ist das aber auch nicht. Bleibt das Endlosspiel, in dem Sie in aller Ruhe aus einer kleinen Siedlung eine riesige Metropole gestalten. Allerdings erschlafft hier der Spielspaß ziemlich schnell an den endlosen Wiederholungen und Wartezeiten. Da wären zum Beispiel unvorhersehbare Ereignisse, wie etwa Naturkatastrophen, eine willkommene Abwechslung gewesen.

    Sei's drum, Die Römer eignen sich bestens für eine unterhaltsame und unkomplizierte Siedelpartie am wohlverdienten Feierabend oder nach Schulschluss. Es macht schon Spaß, mal eben eine kleine, funktionierende Welt aufzubauen, in der sich selbst Weingott Bacchus wohlgefühlt hätte. Strategische Höchstleistungen dürfen Sie allerdings nicht erwarten, dafür fehlt es dem Spiel auf Dauer an Tiefe.

    *1 Ich bin gekommen, ich habe gesehen, ich habe gesiegt.
    *2 Brot und Spiele
    *3 So vergeht der Ruhm der Welt.
    *4 Irren ist menschlich

    Die Römer (PC)

    Spielspaß
    75 %
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Hervorragende Steuerung und Bedienung
    Überzeugender Wuselfaktor
    Steile Lernkurve in der Kampagne
    Zu wenig direkte Eingriffsmöglichkeiten
    Fehlende Langzeitmotivation
  • Die Römer
    Die Römer
    Publisher
    cdv Software Entertainment AG (DE)
    Developer
    Haemimont Games
    Release
    28.06.2006

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Die Römer
Die Römer
http://www.pcgames.de/Die-Roemer-Spiel-21479/Tests/Die-Roemer-479120/
26.06.2006
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2006/06/PCGames0806_Die_Roemer_01.jpg
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