Spannende Wirtschaftssimulation vor historischem Hintergrund.
Der Kräuterhändler mixt hilfreiche Tinkturen und später das ein oder andere giftige Wässerchen.
Das nächste - und nun definitiv letzte - Kapitel im Publisher-Tohuwabohu von Die Gilde ist eingeläutet: Nachdem Ende 2001 bekannt gegeben wurde, dass Infogrames die historische Wirtschaftssimulation auf jeden Fall vertreiben wird, hat sich Jowood im Januar überraschend die Rechte gesichert. Im Augenblick ist die Testabteilung schwer beschäftigt: Rund 120 kleine Bugs müssen bis Ende Februar noch ausgemerzt werden - nur dann klappt es mit der Veröffentlichung im März. Blendende Aussichten für ein fehlerfreies Spiel, denn schon die aktuelle Version läuft ohne grobe Probleme. Die Entwickler von 4 Head schrauben unterdessen an den letzten Balancing-Problemen und feierten mit einigen langjährigen Internet-Fans schon mal ausgelassen den internen Veröffentlichungs-Kandidaten. Dazu haben die Jungs um Chef-Designer Lars Martensen auch allen Grund: Wenn die Verkaufsversion hält, was die uns vorliegenden Beta-Fassungen versprechen, dann könnte Die Gilde ein ganzes Genre revolutionieren. Eine Wirtschaftssimulation mit toller Optik, einer erstklassigen akustischen Untermalung und ohne langweilige Routine-Aufgaben - das gab"s bislang höchstens bei Patrizier 2. Natürlich steht bei Die Gilde der Warenhandel im Vordergrund - aber wer darauf keine Lust hat, der spielt als Beruf eben den Dieb. Der produziert im Gegensatz zu den anderen sieben Professionen (Schmied, Wirt, Priester, Steinmetz, Tischler, Käuterhändler, Parfümeur) nämlich keine Güter, sondern klaut welche. Einbruch, Taschendiebstahl, Überfälle und sogar das Entführen von Konkurrenten und unliebsamen Gesetzeshütern gehören zu seinem Repertoire.
Aber auch in den anderen Berufen wird sich keine Runde wie die vorherige spielen. Dafür sorgt nicht nur die spielerbezogene Historie mit kleinen rollenspieltypischen Quests und Geschichten, sondern auch der Lebenssimulations-ähnliche Hintergrund. Wenn Sie länger als zwanzig Jahre spielen möchten, dann sollten Sie sich rechtzeitig um eine Frau bemühen und die Hochzeit festlegen - sonst gibt"s keine Kinder und damit auch keinen Erben. Den Nachwuchs können Sie - je nach Finanzlage - auf teure Schulen und Universitäten schicken, auf dass Sie später einen perfekt ausgebildeten Sprössling übernehmen. Grafisch hinterlässt Die Gilde einen hervorragenden Eindruck. Von den etwas groben Modellen einmal abgesehen, hat 4 Head eine leistungsfähige 3D-Engine mit Wettereffekten und einem fließenden Tag- und Nachtwechsel entwickelt. Die Übersicht behalten Sie trotz der frei dreh- und zoombaren Ansicht immer - mit frei belegbaren Hotkeys dürfen Sie jeden beliebigen Punkt der Stadt markieren und dann per Tastendruck in Sekundenschnelle erreichen.


Und auch ich bin ziemlich wütend auf diese ewige Terminverschieberei.Das Spiel wurde schon vor fast einem Jahr angekündigt,finde ich eine Frechheit.Auch aus Unternehmersicht würde ich mir das mal überdenken,denn wie lange kann ein Hipe denn schon andauern.Da wird etwas angekündigt,höchstens paar Monate ist das Spiel in den Blättern und dann legt sich das Ganze,weil wahrscheinlich ein anderes Spiel wichtiger ist.Oder die Gamer haben sich schon an das angekündogte Spiel gewöhnt (wie zum Beispiel die Grafik)und lassen sich nicht mehr zu einem Kauf hinreissen.Und ich kann schlechter planen,was ich mir nächstes hole,weil dauernd die Termine verschoben werden.
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