Die Erfindung der Wahrheit: Filmkritik zum Politthriller mit Jessica Chastain
Der preisgekrönte Regisseur John Madden (erhielt im Jahre 1998 den Oscar für "Shakespeare in Love") erzählt in seinem neuesten Werk von einer ehrgeizigen Frau, welche sich gegen die grosse Waffenlobby behaupten muss.
Elizabeth Sloane ist der Star ihrer Branche. Als Lobbyistin arbeitet sie für eine renommierte Kanzlei in Washington und scheint genau die Richtige zu sein, um ein Gesetz zu verhindern, das der Waffenlobby ein Dorn im Auge ist. Als sie plötzlich die Seiten wechselt, haben nicht nur ihre mächtigen Gegner ein Problem ...
Jessica Chastain ist eine Klasse für sich, auch wenn sie die mit allen Wassern gewaschene Karrierefrau anfangs fast eine Spur zu tough und zu zynisch spielt. Am stärksten ist sie, wenn Sloanes professionelle Maske zu bröckeln beginnt und der Mensch dahinter zum Vorschein kommt. Das ist es auch, was dieses Katz-und-Maus-Spiel um Macht und Einflussnahme spannend macht: Selbst die extrem Ehrgeizigen sind nicht völlig skrupellos, und auch die vermeintlich Guten haben ihre Leichen im Keller. Und so rechnet man bei diesem trickreichen Plot irgendwann mit so ziemlich allem - bis auf den Clou zum Schluss, der zu erfunden wirkt, um wahr zu sein.
FAZIT
Maddens Politdrama punktet mit einer erstklassigen Hauptdarstellerin und einer wendungs- und temporeichen Handlung.
Offizieller Trailer zu "Die Erfindung der Wahrheit":
