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  • Die Entführung der U-Bahn Pelham 123 (Review/Filmkritik)

    DIe Entführung der U-Bahn Pelham 123 Bild (6) Quelle: Sony

    Regisseur Tony Scott gilt als stilsicherer Thriller-Regisseur der gehobenen Mittelklasse, der seinen gelegentlichen Mangel an Originalität mit der Verlässlichkeit eines versierten Vollprofis wettzumachen versteht. Seine Filme sind visuell protzig - solide gemachte Unterhaltung. So auch sein neuester Film, Die Entführung der U-Bahn 123, das Remake eines eher unbekannten Klassikers der Siebzigerjahre mit Walther Matthau, jetzt krass getunt und neu aufgemotzt für die YouTube-Generation, für die einstürzende Hochhäuser und tägliche Terrorwarnungen zum weißen Rauschen des Alltags gehören.

    DIe Entführung der U-Bahn Pelham 123 Bild (3) DIe Entführung der U-Bahn Pelham 123 Bild (3) Quelle: Sony In den Hauptrollen sind Denzel Washington als gestresster, schmerbäuchiger Ehemann und U-Bahn-Lotse sowie ein tätowierter, abgehalferter John Travolta als psychopathischer Entführer zu sehen, der mit seiner Gang im U-Bahn-Netz von New York ein Bahnabteil abtrennt, aufs Abschiebgleis fährt und die Passagiere der Linie Pelham 1-2-3 als Geiseln nimmt. Jede Stunde will er einen Unschuldigen erschießen, bis der Bürgermeister seiner Forderung nachkommt und ihm ordentlich Knete übergibt - genau genommen zehn Millionen Dollar. Wem dieser Betrag in den Zeiten milliardenhoher Sanierungspläne lächerlich gering vorkommt, der täuscht sich nicht. Denn dies ist erst der Auftakt für ein viel größeres Spiel. Anfangs ahnt noch niemand den Ernst der Lage.
    Zuerst nimmt die Polizei daher den brüllenden Proll auch nicht sonderlich ernst, bis diesem der Geduldsfaden reißt und die ersten Schüsse fallen. Geld oder Leben: "Wie hoch ist der Kurs für Geiseln in New York heute Morgen?", fragt Travolta im Film. So viel steht fest: Pelham 123 ist ein passender Thriller zur Finanzkrise.

    Das Psychoduell entpuppt sich dabei zugleich als extrem spannend und mit Abstand als einer der besten Filme, die Regisseur Scott in den letzten Jahren gedreht hat. Die Charaktere sind präzise gezeichnet und hervorragend gespielt. Der Plot wird mit jeder Minute ausgangsloser und der Regisseur zieht die Daumenschrauben immer enger. Die Klaustrophobie in den U-Bahntunnels ist spürbar. Die hektische Kamera - mit extremen Nahaufnahmen, Zeitlupen und Zeitraffern - passt hervorragend zum Puls der Handlung. Pelham 123 ist ein gut geschriebener, gut inszenierter und sehr gut gespielter Thriller, der hält, was er verspricht.

    DIe Entführung der U-Bahn Pelham 123 Bild (9) DIe Entführung der U-Bahn Pelham 123 Bild (9) Quelle: Columbia Pictures / Sony Kommentar: Ein gut inszenierter Thriller, bei dem sich die Kinokarte lohnt.
    Regisseur Tony Scott macht vor, wie‘s geht. Spannend, solide, gut geschrieben und hervorragend gespielt. Das Drehbuch ist ausgefeilt und hat überraschend viel Tiefe, die Darsteller - angefangen bei Washington und Travolta - sind auch bis in die kleinsten Nebenrollen absolut überzeugend. Ein Film, der in die Zeit passt und - abgesehen von einem etwas schwachen Showdown - in jeder Hinsicht stimmt.

    (Emanuel Bergmann)

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  • Die Entführung der U-Bahn Pelham 123
    Die Entführung der U-Bahn Pelham 123
    Kinostart
    24.09.2009
    Film-Wertung:
     
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Die Entführung der U-Bahn Pelham 123
Die Entführung der U-Bahn Pelham 123 (Review/Filmkritik)
http://www.pcgames.de/Die-Entfuehrung-der-U-Bahn-Pelham-123-Film-208317/Tests/Die-Entfuehrung-der-U-Bahn-Pelham-123-Review-Filmkritik-695551/
21.09.2009
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2009/09/Pelham123_Sony_Widescreen_Vision_Bild_01_b2teaser_169.jpg
die entführung der u-bahn pelham 123, review, filmkritik, john travolta
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