Diablo 3 endlich angespielt! Warum das Action-Rollenspiel süchtig macht
Beim Starten der Diablo 3-Demo stimmt hinter mir ein imaginärer Engelschor seine fröhlichste Melodie an. Mann, was habe ich mich auf diesen Moment gefreut!
Zehn Sekunden später bin ich "drin", angefixt, und kann nicht mehr aufhören. Diablo 3 spielt sich schon jetzt ganz vorzüglich - Dungeons erforschen, Monster totklicken, Items absahnen, das fühlt sich mindestens so gut an wie seinerzeit im Vorgänger - der nicht ohne Grund auch heute noch als Maß aller Hack'n-Slay-Dinge gilt.
Die dritte spielbare Klasse
Natürlich spiele ich mit einer zierlichen Zauberin, der frisch enthüllten dritten Klasse in Blizzards Action-Rollenspiel. Anfangs trägt die luftig bekleidete Dame nur schmucklose Standard-Ausrüstung, zum Monsterklatschen stehen ihr aber einige Angriffszauber zur Verfügung.
Bei ausreichenden Mana-Reserven greift sie im Nahkampf nicht mit ihrer Waffe, sondern magisch erzeugten Spektralklingen an, die den Gegner auf kurze Distanz zerfetzen. Wird die Zauberin von mehreren Monstern umzingelt (und meine Güte, auf was für Gegnermassen wir da trafen!), schockt sie die Biester mit Stromschlägen oder befreit sich durch eine Druckwelle, die sich in kurzem Radius um die Heldin ausbreitet. Eine Frostnova verhält sich ähnlich, friert Gegner aber augenblicklich ein, was wertvolle Sekunden verschafft - etwa, um den Teleportationszauber einzusetzen, mit dem die Zauberin blitzschnell kurze Distanzen zurücklegt und sich so aus der Gefahrenzone entfernt.
Mit "Desintegration" feuert die Zauberin auch aus größere Entfernung einen präzisen, durchgängigen Energiestrahl aus ihren Händen - man lenkt seine Richtung mit der Maus, zieht so eine Schneise der Verwüstung durch die Reihen des Feindes. Auch besonders praktisch, um ruckzuck Fässer und ähnliche zerstörbare Objekte in den Leveln zu zerstören! Wer es durchschlagskräftiger mag, der setzt eher auf "magische Geschosse", eine Art arkaner Raketen, mit denen man zwar etwas besser zielen muss, dafür aber auch ordentlich Schaden anrichtet.
Ein toller Trick: Die Zauberin aktiviert eine magische Blase um sich herum, in der die Zeit deutlich verlangsamt wird. So kann sie heransausenden Geschossen spielend ausweichen, während ihre eigenen Zauber jedoch mit normalen Tempo wirken. Auch im Nahkampf bringt die Blase irre Vorteile, denn Gegner landen so natürlich deutlich weniger Treffer.
Beute und Inventar – so funktioniert das Looten in Diablo 3
Das Inventar hat sich gegenüber den ersten beiden Diablo-Spielen gehörig verändert: Diesmal nehmen alle Items eine feste Größe ein - egal ob Rüstung, Breitschwert, Spruchrolle oder Heiltrank, sie alle verbrauchen einen Slot. Und die sind anfangs rar gesät: Ähnlich wie in World of Warcraft gilt es, im Spielverlauf Taschen und Rucksäcke zu finden, die in vier spezielle Slots wandern und so das Inventar um einige Plätze vergrößern. Alle Items sind mit ihrem Verkaufspreis versehen, außerdem müssen magische Beutestücke wie gehabt mit Spruchrollen identifiziert werden. Ob man auch - wie in Diablo 2 - alle gefühlten drei Minuten einen Stadtportal-Zauber aktivieren wird, um wertvolle Items zu verkaufen, lässt sich so derzeit noch nicht beantworten. Wir staunten jedenfalls über den arg begrenzten Inventarsplatz und sind gespannt, ob Blizzard an diesem Konzept festhalten wird.


was mich jetzt brennend interessieren würde ist der direkte Vergleich der Diablo 3 Demo mit Sacred 2 aus der Feder des Authors.... Bugs hin oder her, es geht ja auch um die Darstellung und die Atmosphäre. Sowohl Diablo 2 als auch Sacred 2 haben mich bisher kaum losgelassen!
Grüße