Diablo 3: PvP-Modus im Hands-on-Test
Der PvP-Modus von Diablo 3 wurde von uns auf der Blizzcon ausführlich angetestet, (4)
Schon lange ist bekannt, dass auch Diablo 3 Kämpfe zwischen Spielern (PvP steht für „Player versus Player“) erlauben wird. Bereits in Diablo 2 war PvP möglich, und auch da war es im Grunde nur schmückendes Beiwerk und nicht Teil der eigentlichen Spielerfahrung. Das ist in Diablo 3 nicht anders, und so verfrachtet Blizzard die PvP-Duelle gleich ganz in einen eigenen Spielbereich: die Arenen. Eine davon konnten wir auf der Blizzcon 2010 anspielen.
In Arenen treten Spieler entweder einzeln gegeneinander an, oder sie schließen sich zu Teams zusammen – bis zu vier Spieler pro Team sind in der Messe-Demo möglich, die Spielfiguren sind dann rot und blau markiert, um im Effektchaos den Überblick zu behalten. Anders als der Großteil der Level im Diablo 3-Hauptspiel sind die Arenen nicht zufallsgeneriert, sondern wurden von den Leveldesignern von Hand gebaut. Was nicht bedeutet, dass die Demo-Arena übermäßig aufregend wäre: Ein großer Raum, in dem sich die Teams einander auf die Backen hauen, mehr gibt es da nicht. Ob das bescheiden so bleibt, wollen wir von Blizzard wissen. Nein, wird es nicht – das fertige Spiel soll im PvP viel mehr Arenen, Spielmodi und Ideen – etwa Fallen – enthalten. Die Messe-Demo hingegen soll nur eine ungefähre Vorstellung vom Spielprinzip zu vermitteln. Grundsätzlich bietet auch Diablo 3 das Potenzial für Spielmodi, wie man sie bereits aus Guild Wars und anderen kompetitiven Team-Spielen kennt, Modi wie etwa Capture the Flag oder Domination. Ob Blizzard solche Maps einbauen wird, steht zwar noch völlig in den Sternen, ist aber nicht unwahrscheinlich.
Taktisches Chaos
Der PvP-Modus von Diablo 3 wurde von uns auf der Blizzcon ausführlich angetestet, (5)
PvP-Gefechte sind noch chaotischer als die Kämpfe im eigentlichen Hauptspiel: Gerade wenn Zauberer und Hexenmeister ihre Blitzgeschosse und Feuerattacken einsetzen, rummst es derart effektgewaltig, dass man kaum noch den Überblick behält. Trotzdem all der Action ist aber auch Taktik gefragt. Alle Klassen besitzen beispielsweise Fähigkeiten, um Distanzen zum Gegner abzukürzen. Der Barbar etwa kann Feinde mit einem Haken zu sich heranziehen, ein Skill, der im Grunde nur für PvP-Matches wirklich relevant ist. Auch die anderen Klassen beherrschen vergleichbare Tricks, Dämonenjäger können etwa blitzschnell und akrobatisch kurze Distanzen überwinden und Zauberer setzen ihre Teleporterfähigkeiten ein – Tempo und Bewegung ist alles im hektischen PvP! Alle Klassen besitzen auch Talente, um ihre Gegner zu behindern – Mönche beispielsweise lassen Gegner nach einer heiligen Schockwelle kurzzeitig wehrlos und benommen taumeln.
Spaß ist die Hauptsache
Der PvP-Modus von Diablo 3 wurde von uns auf der Blizzcon ausführlich angetestet, (3)
Ob man die richtigen Skills und die geeignete Ausrüstung in die Schlacht mitbringt, ist vor allem Sorge des Spielers – denn im PvP verwendet man einzig die eigenen, im Solo- oder Koop-Spiel erstellten und erspielten Charaktere. Es gibt keine vorgefertigten Helden, die man beispielsweise nutzen könnte, um ein faires Turnierspiel abzuhalten. „E-Sport ist überhaupt kein Thema für uns.“ erklärt Jay Wilson, der Lead Designer von Diablo. Damit meint er: Der PvP-Modus von Diablo 3 muss nicht zwangsläufig perfekt und fair ausbalanciert sein, absolute Chancengleichheit ist im Fall von Diablo 3 keine selbst auferlegte Pflicht für Blizzard – ganz im Gegensatz zu Spielen wie Starcraft 2, wo perfektes Balancing absolut entscheidend ist! Für Diablo 3 gilt vielmehr: Hauptsache, der PvP bietet unkomplizierten, ausgelassenen Prügelspaß. Natürlich möchten die Entwickler alle Klassen und Fähigkeiten bis zu einem gewissen Punkt fair ausbalancieren, doch bedenkt man die unzähligen Individualisierungsmöglichkeiten des Spiels (zahllose Ausrüstungsgegenstände, Runen, Charms, Traits und viele, viele Skill-Variationen!), so ist es schlichtweg nicht möglich, absolute Fairness zu erreichen. Damit trotzdem kein unnötiger Frust im PvP aufkommt, wird auch Diablo 3 ein Matchmaking-System über das battle.net nutzen, ähnlich wie in Starcraft 2 – dadurch sollen nur Spieler auf dem ungefähr gleichen Level gegeneinander antreten.
Belohnungen für PvP-Gewinner
Der PvP-Modus von Diablo 3 wurde von uns auf der Blizzcon ausführlich angetestet, (6)
Wozu überhaupt die PvP-Gefechte? Natürlich weil sie Spaß machen und eine Abwechslung zum eigentlichen Spielablauf bieten sollen. Denn auch wenn die erste PvP-Demo auf der Blizzcon noch etwas chaotisch wirkt, macht es schon ziemlich Laune, einen menschlichen Gegner effektvoll und blutig aus den Latschen zu hauen. Außerdem wird man für gewonnene Matches Punkte verdienen, in Ranglisten aufsteigen und Achievements einheimsen. Andere Sorten von Belohnung – etwa Erfahrungspunkte, Gold, Items oder dergleichen – schließt Blizzard war nicht aus, doch festlegen will man sich noch nicht. Möglich ist auch, dass man besiegten Gegnern die Ohren als Trophäe abschnippeln darf.
- Schlagwörter:
- , diablo 3
- , blizzard
- , action-adventure



Finde es zwar schade, daß es keine PK's mehr geben wird, auf deren jagt man sich dann spezialisieren kann, aber es stimmt natürlich, daß Diablo in erster Linie PvE ist.
Und, daß das gut ist! ;>