Klasse Add-on zum erfolgreichen Action-Rollenspiel
Comeback: Werden von allen Diablo-Spielern gehasst und warten ausgerechnet kurz vor dem Ende von Akt fünf: die Succubi.
Das grundsätzliche und erfolgreiche Spielprinzip haben die Entwickler verständlicherweise mit Lord of Destruction nicht geändert, warum auch? Akt fünf knüpft spielerisch nahtlos an die vorigen Abenteuer an, Story und Aufträge harmonisieren sehr gut miteinander. Es spielt zwar beim Kämpfen und Zaubern nicht wirklich eine Rolle, ob man Gefangene befreit, einem bestimmten Boss-Gegner das Lebenslicht auspustet oder Verräter entlarvt, sorgt aber für einen stimmigen Rahmen. Umfangreich wie der zweite Abschnitt soll das abschließende Kapitel laut Blizzard sein, dank riesiger Spielabschnitte und fordernder Gegner kommt das wohl hin. Die Palette der Widersacher ist der kühlen, nordischen Umgebung angepasst und umfasst knapp 20 Neulinge in den üblichen verschiedenen Variationen. Ein Comeback feiern die lästigen Succubi, die wohl jeder Diablo 1-Veteran leidenschaftlich hasst.
Mit dem Add-on ändert sich das Basisspiel in vielen Punkten, die besonders in der Kritik standen. Die isometrische Grafik füllt jetzt 800x600 Bildpunkte aus, entsprechend geputzter wirken Figuren, Landschaft, Gewölbe und vor allem die Licht- und Zaubereffekte. Die Schatzkiste fasst jetzt doppelt so viel Kram- bei der Masse an neuen Items ist das wahrlich ein Segen. Besonders genial sind die charakterspezifischen Gegenstände: Druiden setzen sich Tierköpfe als Hut auf, Totenbeschwörer hantieren mit mumifizierten Körperteilen und Zauberinnen entfesseln ihr Hokuspokus-Feuerwerk mit neuartigen, magischen Stäben. Durch die Erhöhung bestimmter Fähigkeiten werden diese Utensilien besonders nützlich. Mithilfe des Horadrim-Würfel dürfen Sie sogar eigene Waffen schmieden.
Blizzard überarbeitete die alten Heldenklassen und änderte viele Fähigkeiten. Ob das tatsächlich für ein besseres Balancing sorgt, wird sich wohl erst in einigen Wochen zeigen. Als weitere Neuerung dürfen Sie nun angeheuerte Söldner mit Waffen und Rüstungen ausstatten. Die Effektivität der Begleiter steigt so rapide an, in vielen Fällen dürfen Sie von einem gleichwertigen Kämpfer an Ihrer Seite ausgehen. Davon profitieren vor allem die weniger vitalen Charaktere, die im Kampf gegen die starken Endgegner Unterstützung statt Kanonenfutter mit in die Schlacht nehmen. Und Sie werden besonders im fünften Akt für jede Entlastung dankbar sein, denn ohne hier zu viele Einzelheiten zu verraten: Der Endkampf gegen Baal ist wesentlich schwerer als die Aufwärmübung gegen seinen diabolischen Bruder. Vielleicht ist Diablo ja auch gar nicht tot- immerhin wurde Diablo 3 bereits von einem Blizzard-Mitarbeiter in einem offiziellen Interview angekündigt.


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Ich habs für 79 gekriegt, stinknormaler Preis, LoD für 59. Das Add On ist für Singleplayerzocker sicher zu teuer, für B-Net Zocker dagegen, die das Spiel wohl monate, jahrelang spielen werden, ist es jede Mark wert. Ich sowas von süchtig, das kann ich gar nicht sagen.
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