Ballern pur
Die in schwarz gekleideten Ninjas gehören zu Ihren härtesten Widersachern in Devastation.
Eine weitere interessante, aber halbherzig umgesetzte Idee: Sie haben vor Beginn des Spiels die Wahl, im Arcade- oder Simulationsmodus zu spielen. Während Devastation im Arcade-Modus ein ganz normaler Ego-Shooter ist, werden Sie im Simulations-Modus durch das Tragen von zu vielen Waffen ausgebremst und können in der Bewegung nicht genau schießen. Im Mehrspieler-Modus steht diese Auswahl auch zur Verfügung, inklusive eines neuen Spielmodus mit dem Namen Territories. In diesem gilt es, die Klonanlagen des gegnerischen Teams auszuschalten und die eigenen zu beschützen. Darüber hinaus werden CTF, Deathmatch und Team-Deathmatch angeboten, summa summarum macht das 21 Levels Mehrspieler-Spaß.
Technische Glanzleistung
Den steten Nachschub an Gegnern können Sie nur unterbrechen, wenn Sie diese Klonanlagen vernichten.
Technisch liefert Devastation das, was man von einem Spiel mit Unreal-Engine erwarten darf: Detaillierte Außen-Levels mit teils hochauflösenden Texturen, alles passend im schäbig-grauen, heruntergekommenen Weltuntergangs-Look. Vor allem die dicht bebauten Stadtlevels sehen klasse aus; in den Straßen stapelt sich der Müll, weggeworfene Dosen und Flaschen liegen auf dem Asphalt. Nahezu alle Objekte werden mit Hilfe der Karma-Physik-Engine physikalisch korrekt animiert: Durch Beschuss explodieren Benzinfässer, Getränkekisten und Stühle fliegen durch die Luft, bunte Lampen und Girlanden zappeln an ihren Stromkabeln, aus Feuerwehrhydranten schießt eine meterhohe Wasserfontäne in die Luft. Stellt sich nur die Frage: Wozu das alles? Der ganze Augenzauber trägt bis auf ein paar "Aha"-Momente nichts zum Spiel bei und man hat sich viel zu schnell satt gesehen.
Auch der Sound ist insgesamt sehr dünn, viele Waffen klingen wie Spielzeuge. Ein weiteres Manko: Die Charaktere wirken im Vergleich mit anderen aktuellen Shootern reichlich kantig, allerdings wurde hier wohl bewusst mit Polygonen geknausert. Schließlich tummeln sich wesentlich mehr Figuren gleichzeitig auf dem Bildschirm als beispielsweise in Unreal 2, wodurch die Berechnung der Künstlichen Intelligenz weit mehr CPU-Power als üblich erfordert. Zusammen mit der aufwendigen Spielphysik und den detaillierten Levels setzt dies einen Prozessor mit über 2 GHz voraus, wenn man mit mehr als 30 fps spielen möchte.

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