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Deutsche Telekom AG (DE)

Telekom mit Traffic-Problem: Youtube soll zahlen - Update

24.05.2011 08:26 Uhr
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Youtube sorgt für ein Traffic-Problem bei der Deutschen Telekom und nervt Nutzer mit langen Wartezeiten. Ein Sprecher bestätigte bereits, dass es ein Problem gäbe, man aber intensiv an einer Lösung arbeite. Darüber hinaus denke man darüber nach, verkehrsintensive Anbieter wie Youtube zur Kasse zu bitten.

Die Deutsche Telekom überlegt, Traffic-Giganten wie Youtube zur Kasse zu bitten. Diese sorgen für teilweise enorme Wartezeiten. Die Deutsche Telekom überlegt, Traffic-Giganten wie Youtube zur Kasse zu bitten. Diese sorgen für teilweise enorme Wartezeiten. Original: Telekom-Nutzer haben sich beim Konzern beschwert. Demnach lade das Videoportal Youtube in der jüngsten Vergangenheit besonders langsam. Ein Sprecher des Internetanbieters bestätigte diesen Umstand mittlerweile und gelobte Besserung. Im gleichen Atemzug stellte er jedoch die Netzneutralität in Frage. Pressesprecher Mark Nierwetberg auf dem offiziellen Telekom-Blog dazu: "Ich weiß nicht, was der Hintergrund bei anderen Netzbetreibern ist, bei der Telekom ist die Beobachtung aber richtig – ja, es läuft langsamer." Weiter sagte er: "Allen Verschwörungstheoretikern zum Trotz sind die begrenzten Kapazitäten im Netz die Ursache: Die Nachfrage nach YouTube-Videos explodiert, deshalb werden wir die Kapazitäten jetzt verdreifachen. Das Problem wird also abnehmen." Die Telekom sei jedoch nicht der einzige Anbieter, der mit Problemen zu kämpfen habe, so Nierwetberg. Zu bestimmten Tageszeiten hätten auch andere Provider mit dem Traffic zu kämpfen. Wenn dieser weiter steige, könnten auch andere Kabelnetzbetreiber betroffen sein. "Netze sind keine Dinger, die einmal gebaut werden und danach kann man da reinstopfen, was man will – Netze müssen mit steigendem Bedarf ausgebaut werden und das kostet ständig Geld", so Nierwetberg. Gegenüber dem Magazin Focus bestätigte am Sonntag, dass man sich darüber unterhalten müsse, verkehrsintensive Anbieter wie Youtube zur Kasse zu bitten.

Update: IT-Experten befürchten mittlerweile ein Zwei-Klassen-System im Internet. Sollte es tatsächlich dazu kommen, dass große und vor allem gefragte Websites an Provider zahlen müssen, könnte das im Umkehrschluss bedeuten, dass diese bevorzugt behandelt werden. Darunter würden dann "die Kleinen" leiden, beispielsweise mit längeren Ladezeiten. Die Telekom hat entsprechende Bezahlungsmodelle schon öfters in Erwägung gezogen, bislang aber nie durchgesetzt.

Online-Redakteur
Moderation
24.05.2011 08:26 Uhr
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Dein Kommentar
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 1
24.05.2011 12:47 Uhr
Versteh ich nicht: YouTube hat doch genauso wie jeder andere Internetanbieter einen Service beim Provider gebucht. Inklusive der Klausel " ... bis zu X GB Traffic/Monat".

Wenn die Telekom die vertraglich versprochenen Leistungen also nicht liefern kann, hätte man eigentlich schon Grund zu einer Klage weggen Nichterfüllung des Vertrags (oder wie das genau heißt, inaL) ...
Neuer Benutzer
Bewertung: 1
24.05.2011 12:25 Uhr
Die Telekom beschuldigt YouTube als ursächlich, dabei ist es der eigene Kunde der diesen Traffic ja überhaupt erst verursacht. 1) Ursache:User fordert per Mausklick ein Video an, 2) Wirkung:YouTube sendet die angeforderten Daten. 1 kommt vor 2, nicht umgekehrt. Und für diese bestellte Bandbreite zahlt der…
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 1
24.05.2011 11:55 Uhr
Jaja, die Telekom, die als Hauptsponsor von Bayern München auftritt, denen jährlich 25 Mio. Euro überweist, aber dann kein Geld hat, ihre Kapazitäten und Netze mal ordentlich auszubauen  http://www.wiwo.de/untern...

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