Deus Ex: Human Revolution im Hands-on-Test: Tolle Atmosphäre, durchwachsene Technik
Die Stadtbilder in Deus Ex werden vornehmlich von Gelb- und Goldtönen geprägt. Im Kontrast dazu stehen die Missionsgebiete, die diverse dunkle Ecken zum Verstecken bieten.
Die Welt von Deux Ex: Human Revolution ist voll des Wandels und der Zukunftsvisionen. Die Menschheit steht kurz vor einem großen Durchbruch, und wer das erste Deus Ex gespielt hat, weiß von der bevorstehenden Umwälzung des Machtgefüges. Es ist aber auch eine Welt des Misstrauens und der sozialen Unterschiede sowie großer Auseinandersetzungen, genährt durch die Furcht vor dem Neuen, dem Unbekannten. Namentlich vor Augmentationen, kybernetischen Körperverbesserungen, die ihrem Besitzer übermenschliche Vorteile verschaffen. Mit solchen Implantaten optimierte Menschen haben einen schweren Stand in der Gesellschaft und ernten oft missgünstige Blicke. Zu diesen Augmentierten gehört Protagonist Adam Jensen, der als kybernetischer Krieger heikle Aufträge für den Konzern Sarif Industries erledigt.
Im Mittelpunkt der Handlung steht Adams Jagd auf einen mysteriösen Söldnertrupp. Der grimmige Kerl mit dem spärlichen Haupthaar ist dessen Anführer.
Bei der Ausführung seiner Missionen stehen Adam stets mehrere Wege zur Wahl. Stürzt sich der coole Held in den offenen Kampf oder trickst er seine Gegner durch geschickte Tarnung aus? Greift er bei der Beschaffung von Informationen auf seine Fähigkeiten als Hacker zurück oder entlockt er unter Einsatz seiner Redegewandtheit seinem Gegenüber im Dialog das eine oder andere Geheimnis? All das liegt im Ermessen des Spielers. Während einer Präsentation in unserem Verlagsgebäude erklärte uns der Lead Game Designer von Human Revolution, dass es sogar möglich sein wird, das Spiel mit Ausnahme der Bossfights gänzlich ohne Kampf abzuschließen. Okay, das ist nichts wirklich Neues, aber wir wollten es der Vollständigkeit halber dennoch erwähnen. Immerhin stellt die spielerische Freiheit den Hauptaspekt von Human Revolution dar!
Nach der Vorführung ließ der Entwickler eine spielbare Version des Titels bei uns, die etwa das erste Drittel von Adams Geschichte umfasst. Das ermöglicht uns erstmals, auf viele der noch offenen Fragen einzugehen. Unklar war bisher zum Beispiel der Aufbau der Spielwelt. Die Befürchtung war groß, dass Jensen zu jeder Mission per Helikopter vom Sarif-Hauptquartier geflogen würde, was das Fehlen einer zusammenhängenden Spielwelt suggerierte. Doch wie vermutet gilt diese Prozedur nur für vereinzelte Aufträge, deren Einsatzorte zu Fuß nicht zu erreichen sind. Stattdessen besteht die Welt ähnlich wie in Vampire: The Masquerade Bloodlines aus umfangreichen Hubs (wir tippen auf insgesamt drei). Eine weitere Parallele zu Vampire: Die Handlung von Deus Ex findet in verschiedenen Städten statt und jede hat ihr eigenes Areal. Diese Straßennetze verbinden wichtige Schauplätze miteinander. Gleichzeitig bieten sie aber auch viel Freiraum für neugierige Spieler, die die Stadt abseits der Hauptgeschichte auf eigene Faust erkunden möchten. Auf unserem Streifzug durch Detroit stoßen wir beispielsweise auf einen Waffendealer, der sich in einer verlassenen Tankstelle eingenistet hat. An anderer Stelle steigen wir durch ein Fenster in ein mehrstöckiges Gebäude ein und entdecken nach erfolgreichem Hacken einer Appartement-Tür ein mit Minen gesichertes Waffenlager.
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Aber bevor ich hinter her enttäuscht bin kaufe ich…