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  • Detroit: Become Human in der E3-Vorschau - Interaktive Dystopie mit vielen Entscheidungsmöglichkeiten
    Quelle: Sony

    Detroit: Become Human in der E3-Vorschau - Interaktive Dystopie mit vielen Entscheidungsmöglichkeiten

    Auf der E3 in Los Angeles durften wir einer einstündigen Präsentation von Detroit: Become Human durch Autor und Regisseur beiwohnen und erhielten so jede Menge neuer Informationen zum nächsten interaktiven Film der Heavy-Rain- und Beyond-Macher von Quantic Dream.

    Auf der Paris Games Week im vergangenen November war es endlich so weit und Quantic Dream präsentierten erstmals ihr neues Spiel Detroit: Become Human der Öffentlichkeit. Wieder ist es mehr ein interaktiver Film als ein klassisches Spiel und man übernimmt die Rolle des jungen weiblichen Androiden Kara, der erstmals in einer Tech-Demo für die PS3 auftauchte. Dem damaligen Trailer konnte man entnehmen, dass Kara und alle anderen Androiden von der menschlichen Rasse geächtet und wie Dinge behandelt werden, obwohl sich Kara sicher ist, Gefühle zu haben.

    Seitdem wurde es jedoch erstmal still um den Titel, nur um dann auf der Sony-Pressekonferenz der diesjährigen E3 eine Gameplay-Demo zu präsentieren, in der ein weiterer spielbarer Charakter bestätigt wurde und zahlreiche mögliche Konsequenzen einer gezeigten Szene vorgestellt wurde. Man durfte jedoch zurecht skeptisch sein, denn in der Vergangenheit haben schließlich alle interaktiven Filme eher Entscheidungsfreiheit vorgegaukelt, als sie auch wirklich abzuliefern. Auf einer Präsentation von David Cage, dem Autoren und Regisseur des Spiels, wird jedoch klar, dass es diesmal wohl tatsächlich möglich sein wird, ein ganz eigenes Erlebnis zu kreieren.

    Schöne neue Welt

          

    Bevor Cage die Gameplay-Demo startet, erklärt der sympathische Glatzkopf, dass Become Human in einer gar nicht allzu weit entfernten Zukunft spielt. Nach seiner Idee haben die Menschen bereits in etwa 20 Jahren lebensechte Androiden, welche die Drecksarbeit für sie erledigen. In Detroit jedenfalls, haben die kostengünstigen Roboter etliche Jobs übernommen, welche vormals von Menschen ausgeübt wurden. Dadurch entsteht eine enorme Kluft zwischen Arm und Reich.

    Während die Arbeitslosen, die Androiden für ihr Schicksal verantwortlich machen, sie bepöbeln und angreifen, lässt der reichere Teil der Gesellschaft die Nicht-Menschen sämtliche Arbeiten für sie erledigen und behandelt sie wie Sklaven. Bei den Androiden hingegen gibt es immer mehr Fälle, in denen die zur Gefügsamkeit programmierten künstlichen Intelligenzen sich plötzlich gegen ihr Schicksal zur Wehr setzen.

    Verhandlungskünstler

          

    Hier setzt dann auch die Gameplay-Demo von der Pressekonferenz an, die nun live vorgespielt wird. Hier stoßen wir auf den neuen spielbaren Charakter Connor. Statt sich wie Kara gegen das System aufzulehnen, ist dieser ein Teil davon. Connor ist nämlich ein speziell entwickelter Prototyp, der von der Polizei dazu eingesetzt wird, um revoltierende oder defekte Androiden in Gewahrsam zu nehmen oder auszuschalten. Nun wurde Connor zu einem Apartment gerufen, wo ein scheinbar Amok laufender Android ein kleines Mädchen als Geisel genommen hat und nun auf der Terrasse des Hochhauses steht und droht mitsamt Mädchen zu springen.

    Detroit: Become Human in der E3-Vorschau. (3) Detroit: Become Human in der E3-Vorschau. (3) Quelle: Sony Die Bewegung funktioniert dabei ähnlich wie in den vorherigen Quantic-Dream-Spielen Heavy Rain und Beyond: Two Souls - mit dem linken Stick bewegt man die Beine der Spielfigur und mit dem rechten Analogstick die Blickrichtung. Mit Objekten interagiert man, indem der rechte Stick in bestimmte angezeigte Richtungen bewegt wird. Auffällig ist jedoch die Anzeige oben links am Bildschirm, wo uns angezeigt wird, das die Chancen gerade einmal bei 50% stehen, diese Mission erfolgreich zu beenden. Uns wird erklärt, dass sich diese Wahrscheinlichkeit aus gesammelten Hinweisen und verstrichener Zeit zusammensetzt.

    In diesem Durchgang der Demo entscheidet sich der spielende Entwickler dafür, für eine Einsatzbesprechung zum zuständigen Officer vor Ort zu gehen. Wirkliche Informationen erfährt Connor jedoch nicht. Die anwesenden Polizisten möchten nicht, dass ein Android mit ihnen zusammenarbeitet und selbst die Mutter des bedrohten Mädchens brüllt vor Entsetzen, als sie erfährt, dass er kein Mensch ist. Der ganze Aufriss hat Zeit gekostet und unsere Chancen sinken immer tiefer.

    In der anschließenden Verhandlung mit dem Geiselnehmer bleibt Connor stur und geht nicht weiter auf die Forderungen des durchgeknallten Androiden ein. Ein paar unbedachte Antworten später schmeißt sich der Geiselnehmer mitsamt Mädchen vom Dach. Connor hat versagt.

    Das hat Konsequenzen, Freundchen!

          

    Der Entwickler startet nun aber einen zweiten Durchgang, in dem er uns zeigt, wie sehr sich die Spielweise auf die Entscheidungen und Möglichkeiten auswirkt. Statt unnötig Zeit zu verplempern geht Connor nun zügig durch die Zimmer der Wohnung und untersucht einige Hinweise. Von einem Video auf dem Computer des gefangenen Mädchens erfährt er beispielsweise, dass die Kleine Emma heißt und der nun durchgeknallte Android namens Daniel der Haushaltsroboter der Familie ist.

    Detroit: Become Human in der E3-Vorschau. (7) Detroit: Become Human in der E3-Vorschau. (7) Quelle: Sony Im Wohnzimmer findet Connor schließlich die Leiche des Familienvaters. Ähnlich wie in den Batman: Arkham-Games analysiert der Androiden-Cop einzelne Hinweise und rekonstruiert dadurch die Tat. Jeder der spielbaren Androiden soll je nach Modell eine andere Spezialfähigkeit haben. Als Connor den simulierten Tathergang beobachtet, fällt auf, dass dem Vater irgendetwas aus der Hand gefallen ist, als er erschossen wurde. Wir spulen die Simulation schnell hin und her und sehen so, wo das Objekt gelandet ist. Dieses stellt sich als Tablet heraus und als Connor den Seitenverlauf überprüft, erfährt er, dass die Familie Daniel gegen ein neueres Modell austauschen wollte.

    Auf dem Weg zur Terrasse sammelt Connor zudem die Pistole eines niedergeschossenen Polizisten auf, obwohl es ihm als Nicht-Menschen strengstens untersagt ist, eine Feuerwaffe zu tragen. Durch die verschiedenen gesammelten Informationen, die Kenntnis des Motivs und die eingesteckte Waffe ist nicht nur die Wahrscheinlichkeit für eine erfolgreiche Befreiung von Emma gestiegen, es ergeben sich nun auch viel mehr Dialogoptionen. Die Menge an Entscheidungen hängt davon ab, wie man spielt.

    Connor kann Daniel nun auf seine Situation und das Motiv ansprechen, sich rational oder mitfühlend äußern oder auch einfach versuchen den Androiden zu erschießen. Connor redet mit Engelszungen auf den Geiselnehmer ein, verwickelt ihn in ein Gespräch, kann so immer näher kommen, während unsere Chancen auf über 90% ansteigen. Der Dialog zwischen den beiden ist zudem sehr gut geschrieben und toll vertont. Wenn Daniel mit tränenerstickter Stimme brüllt, dass er sie liebe und dachte, teil der Familie zu sein, ist seine Verzweiflung spürbar.

    Schließlich begeht Connor jedoch einen Fehler. Statt einen Kompromiss zu suchen, versagt er Daniel den Fluchtwagen und teilt ihm mit, dass es keinen Ausweg gebe. Dieser gerät daraufhin in Panik und will sich mit dem Mädchen wieder in den Tod werfen. Da Connor nun aber näher zu ihm steht, kann er nach einem bestandenen Quicktime-Event gerade noch das Mädchen zurückziehen, fällt dabei aber selbst vom Gebäude.

    David Cage betont, dass jeder der spielbaren Charaktere sterben kann, es aber keinen Game-Over-Bildschirm geben werde, sondern das Spiel einfach weiterlaufe mit den anderen Figuren. So weit so gut, doch die uns vorgespielte Demo ist tatsächlich das erste Level des Spiels. Wer es hier versaut, wird nicht die Geschichte von Connor erfahren. Cage führt weiter aus, dass Detroit: Become Human so viele Entscheidungsmöglichkeiten und Verzweigungen in der Geschichte bietet wie nie ein Spiel zuvor. Jeder soll basierend auf seiner Art zu spielen seine eigene Story schreiben. Außerdem gebe es keinen festen Hauptcharakter. Im Gegensatz zu Heavy Rain, wo das spielbare Ensemble aus der Hauptfigur Ethan Mars und drei weiteren wichtigen Nebencharakteren bestand, soll es bei Detroit möglich sein, dass jeder der spielbaren Figuren zum Haupthelden der Geschichte wird.

    03:58
    Detroit: Become Human - Video-Fazit von der E3 2016
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Detroit: Become Human
Detroit: Become Human in der E3-Vorschau - Interaktive Dystopie mit vielen Entscheidungsmöglichkeiten
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http://www.pcgames.de/Detroit-Become-Human-Spiel-56278/Specials/E3-Vorschau-Interaktive-Dystopie-mit-vielen-Entscheidungsmoeglichkeiten-1198904/
17.06.2016
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2016/06/detroit-become-human-e32016-0005-pc-games_b2teaser_169.jpg
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