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  • Sechs Colts für alle Fälle

    MITNAHMEARTIKEL Unser Freund Sanchez kann die Gattling-Kanone dieses Turmes abbauen und mit sich herumschleppen. MITNAHMEARTIKEL Unser Freund Sanchez kann die Gattling-Kanone dieses Turmes abbauen und mit sich herumschleppen. Commandos - Desperados. Da klingen schon die Namen recht ähnlich und auf den ersten Blick sind es die beiden Strategiespiele auch. Unterschied: In Desperados ist der Wilde Westen noch wilder, als wir ihn aus einschlägigen Sonntagnachmittagfilmchen kennen. Mit welchen taktischen Mitteln Revolverheld Cooper demnächst dem Oberschurken El Diablo auf den Pelz rückt, lesen Sie in unserer exklusiven Titelstory.
    Ganz tief in der Tinte sitzt er, der Doc. Denn man hat ihm einen Strick gedreht - im wahrsten Sinne des Wortes. Und jetzt steht er da mit der Schlinge um den Hals auf dem Podest des örtlichen Galgens eines Wildwestkaffs. Gerade eben hat sich der Sheriff vom ordnungsgemäßen Zustand des Ziehungsgeräts überzeugt. Normalerweise müsste in einer solchen scheinbar aussichtslosen Situation ein edler Superheld vorbeigaloppieren, das Seil mit einem gezielten Schuss durchtrennen, den übergewichtigen Doktor aufsatteln und mit ihm von dannen reiten. Doch gar so leicht wie Terence Hill macht man es John Cooper und seinen Kollegen nicht: Durchtriebene Finstermänner liegen auf Balkonen und Dächern auf der Lauer. Wie es Cooper und seine Kollegen schließlich doch schaffen, was es mit dem Oberschurken El Diablo auf sich hat, warum es der Boss der angeblich von Raubüberfällen gepeinigten Eisenbahngesellschaft faustdick hinter den Ohren hat und weshalb Cooper aufgrund eines angehängten Mordes steckbrieflich gesucht wird - das ist eine laaange Geschichte. Letztere ist genau 25 Kapitel lang und spielt vor der großartigen Kulisse, die man aus der fünfzigsten Wiederholung von Spiel mir das Lied vom Tod oder Winnetou 1-3 kennt: Atemberaubende Canyons, mächtige Schaufelraddampfer, pokernde Schlitzohren, verschlafene Städtchen, umkämpfte Goldminen und all das durchwabert von extrem bleihaltiger Luft.
    Die Karl-May-kompatible Bilderbuchlandschaft von Desperados täuscht ein bisschen darüber hinweg, dass im Südwesten der USA kurz nach dem Ende des Amerikanischen Bürgerkriegs ein Komplott ungeahnten Ausmaßes statt findet. Doch Kopfgeldjäger John Cooper hat nicht nur den Charme eines Han Solo, sondern auch den nervösesten Zeigefinger jenseits der Rocky Mountains - da würde selbst Lucky Lukes Schatten den Kürzeren ziehen. Zusammen mit seiner fünfköpfigen Crew - Pokerspielerin Kate, Sprengstoffexperte Sam, der Doc, ein bärenstarker Mexikaner namens Sanchez und die zierliche Chinesin Mia - jagt er El Diablo und seine Bande kreuz und quer durch die Vereinigten Staaten.
    Unterwegs wollen wichtige Informanten aus dem Knast befreit, enge Schluchten durchquert und feindliche Stützpunkte ausspioniert werden. Dass die Crew bis zu den Zähnen mit Revolvern, Gewehren und Dynamitstangen bewaffnet ist, ist angesichts der zahlenmäßigen Unterlegenheit ein schwacher Trost: An den meisten Schauplätzen wimmelt es nur so vor herumstromernden Schurken, die stets die Augen offen halten und beim geringsten Geräusch hellhörig werden. Schusswaffen haben zwar den Vorteil, dass den Schützen niemals die Munition ausgeht, doch die Trefferquote hängt unter anderem von der Entfernung, einer Prise Glück und den Sichtverhältnissen ab; bei Dunkelheit zielt es sich logischerweise weniger gut.
    Zudem müssen die Waffen regelmäßig nachgeladen werden, was unter Umständen zu tödlichen Pausen führt. Und schließlich kann ein Revolver 'heiß' laufen und dadurch den Geist aufgeben, wenn schnell mehrere Schüsse abgegeben werden. Das betrifft unter anderem Cooper, der mit seinem Colt gleich drei Ziele binnen von Sekundenbruchteilen hintereinander anvisieren kann.
    Ähnlich wie in Commandos ist vor allem Tarnen und Täuschen gefragt: Behutsam voranschleichen, geschickt die Deckung von Fässern, Bäumen und Zäunen ausnutzen, Gegner möglichst lautlos mit Messern, Seilen, Faustschlägen und Blasrohr-Giftpfeilen ausschalten - alles, bloß keine Aufmerksamkeit erregen! Wildes Herumgeballer verbietet sich auch deshalb, weil keines der Teammitglieder im Kugelhagel ums Leben kommen darf, auch versehentlich durchsiebte Zivilisten sieht man im Wilden Westen gar nicht gern. Jederzeit anlegbare Spielstände drehen schlimmstenfalls die Zeit zurück.
    Mehr Informationen über Desperados und zusätzliche Screenshots gibt es in Ausgabe 12/2000. Dazu exklusiv auf der Heft-CD-ROM: Die Videoreportage - PC Games zeigt Live-Spielszenen und Zwischensequenzen.

  • Desperados: Wanted Dead or Alive
    Desperados: Wanted Dead or Alive
    Developer
    Spellbound Entertainment AG
    Release
    25.04.2001
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Desperados: Wanted Dead or Alive
Sechs Colts für alle Fälle
http://www.pcgames.de/Desperados-Wanted-Dead-or-Alive-Spiel-21303/News/Sechs-Colts-fuer-alle-Faelle-5073/
07.03.2001
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2001/11/5133original[1].jpg
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