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Desperados 2: Cooper's Revenge (PC)

Release:
26.04.2006
Genre:
Strategie
Publisher:
k.A.

Desperados 2: Cooper's Revenge

29.05.2006 00:10 Uhr
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Der Vorgänger schlug ein wie eine Bombe, der Nachfolger ist eher zwiespältig geraten ...

Kommt Ihnen die Festung bekannt vor? Die neue Grafik-Engine ist wirklich ansehnlich, lediglich die Figuren sind ein wenig klobig. Kommt Ihnen die Festung bekannt vor? Die neue Grafik-Engine ist wirklich ansehnlich, lediglich die Figuren sind ein wenig klobig. Die verschrobene Kopfgeldjägertruppe macht erneut den Wilden Westen unsicher. Nachdem John Coopers Bruder ermordet aufgefunden wurde, sinnt John auf Rache. Natürlich stecken die alten Gefährten, die ihm helfen sollen, gerade tief im Schlamassel, aus dem er sie erst mal herausboxt. Ähnlich fing das Abenteuer im Vorläufer an. Das bisherige Spielprinzip, vergleichbar dem der ersten drei Commandos-Teile, blieb über weite Strecken erhalten.

Die Helden sehen sich prinzipiell einer Übermacht gegenüber, verfügen über begrenzte Ressourcen und dürfen sich nicht entdecken lassen. Sie tricksen die Kontrahenten mit diversen Spezialfähigkeiten der sechs Charaktere aus. Neue Spezialitäten wie mit Nitroglyzerin gefüllte Dosen gibt es ebenso wie ein weiteres Mitglied: der Indianer Hawkeye ersetzt die Asiatin.

Die nun verfügbare Ego-Perspektive ist eine gute Ergänzung. Hier können Sie die vielen hübschen Details der ansehnlichen 3D-Grafik bewundern und manche Aktionen, wie etwa Schusswechsel, funktionieren in dieser Perspektive besser. Dafür bekommen Sie aber auch die hanebüchene Wahrnehmung der Gegner und deren arge Beschränktheit überdeutlich mit.

Ausgedehnte Schießereien gibt es reichlich, ebenso ein paar reine Action-Einlagen, wobei beides kaum Freude bereitet. Die Gegner laufen Ihnen sehenden Auges in die Schussbahn, kommen nie auf die Idee, mehr als fünf Meter weit nach den Angreifern zu suchen, schießen dafür um Ecken und strecken den Spieler meist mit einem einzigen Treffer nieder.

Da geht dann schon mal das famose Western-Flair den Bach runter, das Desperados 2 mit gelungenen Soundeffekten und Schauplätzen sowie den kernigen Charakteren reichlich versprüht. Vertont wurden die Protagonisten wieder von den sehr guten Sprechern, die schon in der vorangegangenen Episode zu hören waren.

Der zweite Punkt, der am Spielspaß zehrt, ist der knackige Schwierigkeitsgrad. Schon die Stufe "Leicht" ist richtig schwer, zumal der Spieler mit Widrigkeiten zu kämpfen hat. Typische Szene: Cooper soll einen Soldaten auf einem Plumpsklo umhauen. Zwei Mal boxt er daneben. Als er ihn endlich niederstreckt, kann Cooper sein Opfer zunächst nicht auf die Schulter nehmen, schließt sich im Klo ein, hebt ihn nun doch endlich auf und kommt erst nach einigen Versuchen wieder raus.

Das dauert zu lange, vor der Tür wartet eine Wache. Bei jedem Fehler scheitert die Mission, die Schnellladetaste ist im Dauereinsatz. Das kostet Nerven. Davon abgesehen machen einige der auf Schleichen und Köpfchen ausgelegte Passagen von Desperados 2 durchaus Spaß und knüpfen an (bessere) alte Zeiten an.

   
Bildergalerie: Desperados 2: Cooper's Revenge
Bild 1-3
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PC GAMES-
Spielspaß-Wertung:
78 %
Leserwertung
(0 Votes):
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Knobelstrecken mit Suchtgefahr
Steuerung und KI- Mängel, kleinere Bugs
Charaktere und Sound verbreiten Western-Flair
Schwierigkeitsgrad sorgt für Frust
Abwechslungsreiche Missionen und Orte
Moderation
29.05.2006 00:10 Uhr
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