Im Land der begrenzten Möglichkeiten
SYMBOLTRÄCHTIG An jeder Haltestelle werden Routennummer, wartende Fahrgäste und deren Zufriedenheit angezeigt.
Wie viel kostet ein Add-On normalerweise? 30 bis 40 Mark. Verkehrsgiganten kommen günstiger weg: Heft-CD einlegen, installieren, losspielen! Natürlich ist JoWooD kein Wohlfahrtsverband: Die Ich-verschenk-mein-Add-On-Aktion soll ein bisschen die Werbetrommel rühren für die seit kurzem erhältliche Gold-Edition.
"Fehlen eigentlich nur noch die eigentlich angekündigten U-Bahnen und Werbemöglichkeiten auf Bussen und Bahnen - vielleicht bietet die Mission-CD den Spieldesignern die Möglichkeit, sich noch mal über diese beiden Features Gedanken zu machen, die leider auf der Strecke geblieben sind." So stands geschrieben vor einem halben Jahr in PC Games 4/2000. Nun, U-Bahnen gibt es in der Goldedition (= Originalspiel + Zusatz-CD) leider immer noch nicht, dafür dürfen Sie nun in einer neuen Kampagne 15 amerikanische Städte mit einem Netz aus Wartehäuschen, Buslinien, Straßenbahnschienen und Magnetschwebebahnstationen überziehen. Per Mausklick auf einzelne Gebäude analysieren Sie in isometrischen Metropolen, aus welchen Stadtteilen die Besucher von Stadien, Schulen, Bürotürmen oder Kaufhäusern stammen und bauen dementsprechend das Bus- und Schienennetz aus. Smileys und Ziffern klären über lange Wartezeiten und überfüllte Busse auf. Weil in Wolkenkratzern wesentlich mehr Personen leben und arbeiten, können nun mit ein- und derselben Haltestelle deutlich höhere Umsätze generiert werden - was angesichts der knapp bemessenen Missionsziele und Zeitvorgaben auch dringend angezeigt ist. Details wie Fahrzeugwartung, Fahrpreise, Gehälter, Preiszonen und Werbung werden nach dem Gießkannenprinzip mit Prozentwerten eingestellt; Grafik (bis maximal 1.280x1.024 Bildpunkte), Menüdesign und Spielablauf blieben unverändert. Immer noch faszinierend am Verkehrsgiganten sind die förmlich "lebenden" Städte, in denen nicht nur die Bewohner zum Arbeiten, Einkaufen, Lernen oder Erholen ausschwärmen, sondern auch anhand bloßer Beobachtung der Verkehrsströme (und natürlich der Staus) erkennbar ist, wo sich der Bau einer Bus-, Straßenbahn- oder S-Bahnlinie lohnt.
