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  • Der Krieg des Charlie Wilson

    Lebemann Charlie (T. Hanks) und Society-Lady Joanne (J. Roberts) stellen die US-Unterstützung für Afghanistan auf die Beine. Lebemann Charlie (T. Hanks) und Society-Lady Joanne (J. Roberts) stellen die US-Unterstützung für Afghanistan auf die Beine. Quelle: Universal Pictures Der Whirlpool blubbert, der Champagner fließt in Strömen und ein paar nackte Damen aalen sich im Badewasser: Charlie Wilson (Tom Hanks) lässt's mal wieder krachen. Der texanische Kongressmann liebt das laxe Leben. Zur Arbeit geht er stets in Cowboystiefeln. Und sein Büro ist ausnahmslos von wohlproportionierten Ladys besetzt, die fröhlich zwinkernd Hochprozentiges servieren. Was kaum jemand vermutet: Partylöwe Charlie hat auch eine ernste Seite.

    Als er im Fernsehen sieht, dass die afghanische Bevölkerung vom sowjetischen Militär niedergewalzt wird, fühlt Charlie sich zu großen Taten inspiriert. Kurz angemerkt: Wir befinden uns mitten im Kalten Krieg, Anfang der 80er. Um die "afghanische Sache" anzugehen, wendet Charlie sich an seine alte Freundin Joanne Herring (Julia Roberts) - eine millionenschwere Exzentrikerin mit platinblonder Turmfrisur und nebenbei auch eine überzeugte Kommunistenhasserin. Gestärkt von Joannes Einfluss, fängt Charlie an, finanzielle Mittel für die Bewaffnung der afghanischen Freiheitskämpfer aufzutreiben. Seine Machenschaften erregen bald die Aufmerksamkeit des bärbeißigen CIA-Agenten Gust Avrakotos (Philip Seymour Hoffman). Gust ist ebenfalls an der Bekämpfung der Sowjetunion interessiert und schließt sich deshalb Charlie an.

    Das sonderbare Trio - Playboy Charlie, Brummbart Gust und Sexbombe Joanne - reist fortan um die Welt und zieht geheime Strippen. Dank ihrer Unterstützung bekommen die afghanischen Mudschaheddin schultergetragene Raketen in die Hände, mit denen sie die Kampfhubschrauber der UDSSR abschießen können. Ein herber Rückschlag für das kommunistische Imperium - und der Anfang vom Ende des Kalten Krieges. Ein Happy End also? Mitnichten! Denn Charlie Wilsons guter Wille hatte einen kleinen Haken: Mit der Bewaffnung von Afghanistan sorgte Amerika selbst dafür, dass sich der spätere Staatsfeind Nr. 1 systematisch aufbauen konnte. Man bedenke: Den siegreichen afghanischen Stämmen gehörte auch ein kampferprobter Recke namens Bin Laden an ...

    Dumm gelaufen für die USA. Übrigens basiert Der Krieg des Charlie Wilson auf wahren Tatsachen. Der echte Charlie Wilson (Jahrgang 1933) hat sich inzwischen aus der Politik zurückgezogen und fungierte bei den Dreharbeiten als Berater. Seine Geschichte ist so bizarr, dass sie von keinem Hollywood-Autor besser hätte erfunden werden können. Für die amerikanische Filmfabrik ein Traumsujet. Schließlich bietet Wilsons Werdegang die Möglichkeit, Polit-Kritik mit Humoristischem zu verbinden.

    Allzu ernste politische Filme, von denen es in jüngster Vergangenheit recht viele gab, waren beim US-Publikum gnadenlos durchgefallen - trotz lobender Kritiken und bekannten Zugpferden wie etwa Robert Redford (Von Löwen und Lämmern). Der Krieg des Charlie Wilson serviert nun also locker-flockiges Politkino, schmackhaft gewürzt mit amüsanten Gags und Star-Power und dank seiner märchenhaften Story auch leicht verdaulich. Das macht den Film massentauglich und trotzdem anspruchsvoll.

    Eigentlich ein Kunststück - zugleich aber auch ein Kritikpunkt. Immerhin führte Satire-Fachmann Mike Nichols (Die Reifeprüfung, Fegefeuer der Eitelkeiten) hier Regie. Von ihm darf man mehr Biss und enthüllende Ironisierung erwarten. Merkwürdig jedoch: Charlie Wilson ist eher eine liebenswerte, skurrile Fabel als eine hintergründige Satire. Das mindert keineswegs den Unterhaltungsfaktor, hinterlässt aber einen etwas schalen Nachgeschmack. Sehenswert ist dieser Film natürlich trotzdem - schon alleine wegen seiner großartigen Darsteller!

    Bildergalerie: Der Krieg des Charlie Wilson
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    Fazit
    Amüsanter Einblick in ein kurioses Kapitel der amerikanischen Außenpolitik.
  • Der Krieg des Charlie Wilson
    Der Krieg des Charlie Wilson
    Vertrieb
    Universal Pictures
    Kinostart
    07.02.2008
    Film-Wertung:
     
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Der Krieg des Charlie Wilson
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http://www.pcgames.de/Der-Krieg-des-Charlie-Wilson-Film-152170/Tests/Der-Krieg-des-Charlie-Wilson-630983/
04.02.2008
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