Volltrunken durchs Auenland
Das Sonnenwendefest der Hobbits
Am Festbaum unterm Bühl geht die Aufnahmeprüfung zur Thekenmannschaft los - na dann Prost.
Gestatten, Bandoweis, zu Euren Diensten. Das Leben eines Schurken ist in Mittelerde immer voller Gefahren. Fiese Monster gilt es zu besiegen und mächtige Schätze aus Grüften zu bergen. Doch gestern war alles anders. Gestern startete das Sonnenwendefest in Mittelerde. Vom 20. Juni bis zum 10. Juli heißt es vielerorts Wein, Weib und Gesang statt Heiltrank, Monsterkloppe und Kampfgeschrei. Die Zwerge feiern in der Minentaverne in Thorins Hallen, die Menschen auf dem Festplatz nördlich von Bree. Die Elben begehen das Fest auf den sonnigen Hügeln von Duillont und die Hobbits, wie könnte es anders sein, auf dem Festplatz unter dem Bühl, auf dem schon Bilbo Beutlin seinen 111. Geburtstag groß feierte. Zusammen mit meinem Gefährten Pallandor, einem Menschenkundigen, traf ich am frühen Abend unter dem Festbaum ein. Herrliche Speisen ließen die Tische durchbiegen, Hobbits tanzten auf den Bänken. Kurzum: Es herrschte allseits Fröhlichkeit. Natürlich hatten Pallandor und ich großen Durst und ich wollte dem "Langbein" vorführen, welch vortreffliche Biere es im Auenland zu kosten gibt. Schließlich führe ich den ruhmreichen Titel "Bandoweis, Braumeister des Auenlandes". So gingen wir zum Wirt Ailward Pausbacken an einem der Tische. Dort standen mehrere Humpen bereit, doch nicht nur das. Ailward lud uns ein, die Aufnahmeprüfung der Thekenmannschaft abzulegen. Das ließen wir uns nicht zweimal sagen und schon ging es los: "Trinke 6 Biere in kürzester Zeit", so die erste Aufgabe. Gesagt, getan. Gar nicht so leicht - während ein Krug Farn-Bier im null Komma nix die Kehle runterläuft, dauert es beim starken Dunkelbier erheblich länger. Also musste man aufpassen, welchen Humpen man als Nächstes leeren wollte.
Auf zur Kneipentour
Leicht angeheitert schlossen wir die erste Aufgabe ab. Waren wir nun Mitglieder der Thekenmannschaft? Weit gefehlt, Herr Pausbacken klärte uns auf, dass wir noch sechs weitere Stationen der Thekenmannschaft absolvieren müssten. Das Gasthaus in Dachsbauten, nordöstlich vom Festplatz, war das zweite Ziel. Wir mussten uns sputen, denn die Aufgabe lautete, die nächste Biertheke zu erreichen, bevor die Alkoholwirkung endet - sprich in vier Minuten. So trabten wir eilends nach Dachsbauten, wo wir die nächsten sechs Humpen auf Zeit leeren mussten. Station drei war der "Goldene Barsch" in Stock, den wir ganz knapp vor Zeitablauf erreichten. Sechs Biere später starteten Pallandor und ich völlig benebelt in Richtung Froschmoorstetten. Langsam verschwamm der Blick, aber wir kamen rechtzeitig an und leerten hastig sechs weitere leckere Humpen Gerstengesöff.
Es wirkt - der Kampf um den Titel
"So lasst euch nicht lumpen, und leeret den Humpen!"
Jetzscht wurde es langsam schwer, die Orientierung zu behalten, allso schwankten wir lanz schnell zur Klassiger-Tawwerne nach Wascherau, ääh Wasserau. Im "Grünen Drachen" kippten wir noch mal sechsch Bierscher unn waggelden nach Hobbingen, in den "Efeubusch". Hier war esch schon kaum mehr möglisch, die Krüge anzuwisier'n, awwer wir ham's geschafft - hick! So, jetzscht noch fix nach Mischelbinge ins "Adler und Kind". Im dortigen Unnerg'schoss, das wir nur mühsam erreichten - der Türrahmen bewegte sisch einfach zu sehr - standen die letzschten sechsch Krüge bereit. Tief Luft geholt und angesetzscht - geschafft! Glücklisch lallend und reichlisch schaugelnd feierden Pallandor unn isch unscheren neuen Tiddel - "Mitglied der Thekenmannschaft". Was für ein schönes Fest!


Nein,nein spaß beiseite: sowas will ich öfters lesen (geschichten aus spielen;nicht die saufgelage
Jo das ist echt klasse! Mehr davon. Jeden Tag ne neue story!
Ein Tipp: Für die, die zu faul sind längere Texte zu lesen (2 Seiten sind für manche tatsächlich zu viel) wäre ein Video wahrscheinlich nicht schlecht!
Nein,nein spaß beiseite: sowas will ich öfters lesen (geschichten aus spielen;nicht die saufgelage