Demon Stone (PC)

Release:
23.10.2008
Genre:
Action
Publisher:
k.A.
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Demon Stone

02.03.2005 15:32 Uhr
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Neu
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Häufig sind Sie so lange in einem Raum, bis der scheinbar nie abreißende Strom an Gegnern versiegt. Dann öffnet sich eine Tür und es geht weiter. Häufig sind Sie so lange in einem Raum, bis der scheinbar nie abreißende Strom an Gegnern versiegt. Dann öffnet sich eine Tür und es geht weiter. [Quelle: Siehe Bildergalerie] Spiele, die auf dem Rollenspielsystem von Forgotten Realms fußen, sind normalerweise etwas für Geduldige. Denken Sie an Tempel des Elementaren Bösen oder an Pool of Radiance 2. Auch Demon Stone spielt im Dungeons & Dragons-Universum, ist aber ganz anders: Hier gibt es laute Dauerschlachten statt strategischer Rundenkämpfe.

Story aus Profi-Feder

Slaad-Lord Ygorl und Githynki-General Sereka streiten sich darum, wer die Welt Faerûn zuerst ausbeuten darf. Nur ein so genannter Demon Stone, ein Dämonenstein, kann die beiden aufhalten. Drei Helden machen sich unter Ihrer Leitung auf, den Stein zu finden. Vielleicht fragen Sie sich jetzt, wer sich solche Storys ausdenkt. Die Antwort lautet: R. A. Salvatore, ein Buchautor, den man in Fantasykreisen kennt, weil er spannende Geschichten um den Dunkelelfen Drizzt Do'Urden schreibt. Weniger spannend ist, was sich auf dem Bildschirm abspielt: Besagte Helden marschieren in einstudierter Pose durchs Fantasyreich, senken ihre Häupter unter der Bedeutungsschwere ihrer eigenen Worte und gehen dann mit einem coolen Spruch in den Kampf über. Dass ein geübter Autor für die Story verantwortlich ist, hätte man nicht für möglich gehalten, wäre es nirgendwo erwähnt.

Ein Gamepad muss her

Fliegende Drachen und Orks in einer düsteren Welt: Demon Stone will Herr-der-Ringe-Atmosphäre aufbauen und schafft das auch teilweise. Fliegende Drachen und Orks in einer düsteren Welt: Demon Stone will Herr-der-Ringe-Atmosphäre aufbauen und schafft das auch teilweise. [Quelle: Siehe Bildergalerie] Demon Stone erschien zuerst auf der Konsole, es handelt sich damit also um eine Umsetzung, die mal wieder typische, negative Begleiterscheinungen aufweist: Die Steuerung mit Maus und Tastatur funktioniert aufgrund der unnötig großen Tastenanzahl nur zusammen mit einem Spieler-Zähneknirschen und Hintergrundtexturen schauen standardmäßig aus, als hätte jemand Farbeimer darauf ausgekippt.
Die WASD-Tastenreihe lässt Ihren Charakter in die entsprechende Richtung laufen, zugeschlagen wird mit linker und rechter Maustaste. Distanzangriffe klappen nach einer Fingerverrenkung: Zuerst spreizen Sie Ihren linken Zeigefinger so weit, dass er die Taste "T" erreicht. Ring- und Mittelfinger sollten Sie im WASD-Bereich, den Daumen auf der Leertaste platzieren. So können Sie im Notfall ein Ausweichmanöver starten. Sobald Ihre linke Hand wie eine Klaue tippbereit auf dem Keyboard liegt, sorgen Sie mit kontrollierten Mausklicks für die Fernattacken. Oder Sie benutzen einfach ein Gamepad.

Gekämpft wird in Kulissen, die zum Genre passen: Burgen, Wälder, Sümpfe. Der Weg ist stets vorgeschrieben, Abzweigungen und damit Raum für Erkundungsrundgänge gibt es -nicht. Während Sie Ihre drei Figuren über den Bildschirm lenken und sich mit einem Dauermausklicken gegen die Monsterübermacht wehren, bewegt sich die Kamera eigenständig mit. Manchmal ist die Ansicht seitlich, was dazu führt, dass sich Entfernungen schlecht abschätzen lassen und Schwerthiebe ins Leere gehen. Da der Bildschirm aber für gewöhnlich von vorne bis hinten mit Gegnern gefüllt ist, wird Zielen ohnehin zur Nebensache. Irgendwas trifft man immer.

Für Einsteiger geeignet

Liegt ein Gegner am Boden, bewirkt ein Druck auf die Alt-Taste den Todesschlag: Die Diebin holt aus und bohrt ihre Messer ins Monster. Liegt ein Gegner am Boden, bewirkt ein Druck auf die Alt-Taste den Todesschlag: Die Diebin holt aus und bohrt ihre Messer ins Monster. [Quelle: Siehe Bildergalerie] Obwohl Sie laufend von Monstern umzingelt sind, ist Demon Stone kein schweres Spiel. Ihre drei Charaktere beherrschen Spezialattacken für jede Situation, etwa den Rundumschlag. Wenn Ihnen ein Gegner besonders zusetzt, rufen Sie Ihre Kameraden per Tastendruck zu Hilfe herbei. Ansonsten kämpfen die Mitstreiter eigenständig. Die KI fällt nicht gerade durch ihre Schlauheit auf, aber auch nicht durch ihre Dummheit. Wunden lassen sich heilen, indem Sie über Extras laufen, die etwa zerstörte Truhen oder Pflanzen hinterlassen. Selten sind leere Health-Balken ein Problem.

Demon Stone ist dann anspruchsvoll, wenn die umfangreichen Bosskämpfe folgen. Da erheben sich Dämonen laut schnaubend und schlagen mit Fäusten, die so groß sind wie Kleinwagen. Solche Endgegner verlangen nach Taktiken und den Einsatz von bestimmten Angriffen, die man nicht auf Anhieb herausfindet. Und je mehr Zeit Sie sich lassen, desto wahrscheinlicher ist das "Game Over". Dann müssen Sie wieder beim letzten Checkpoint anfangen; das ist meistens die letzte, durchschnittlich fünf Minuten zurückliegende Zwischensequenz (die sich übrigens nicht abbrechen lässt). Gespeichert wird nur nach erfolgreichem Levelabschluss. So sind sie nun mal, die Konsolenumsetzungen.
Ist eine der zehn Missionen geschafft, erfolgt die Vergabe der gesammelten Erfahrungspunkte. Diese investieren Sie in bessere Rüstungen, Angriffe oder Zaubersprüche. Was Sie auswählen, ist aber kaum spielentscheidend. Ungeduldige entscheiden sich für die automatische Auswahl und kämpfen sofort weiter.

Demon Stone (PC)
Spielspaß-Wertung

70 %
Leserwertung
(0 Votes):
-
Auf dem Bildschirm ist viel los.
Schwerfällige Maus- und Tastatursteuerung
Die zehn Kapitel sind grafisch völlig anders.
Anspruchslose Kämpfe, kurze Spieldauer
Bombastischer Sound und Musik
   
Thomas Weiß
Ich bleibe lieber bei den ruhigen Dungeons&Dragons-Rollenspielen wie Baldur‘s Gate.
Steine schlagen ein, von einem Katapult aus der Ferne geschleudert. Ein Drachen hustet Feuer und dreht dann über den Köpfen meiner Helden ab. Überall wimmelt es von Orks, die grölend mit der Keule fuchteln. Dazu eine Musik wie aus einem Abenteuerfilm: Fanfaren tönen, ein Chor legt sich darüber, die Pauken stampfen. Und doch lässt mich das alles seltsam kalt. Weil die Grafik nicht übers Mittelmaß hinauskommt. Weil das Spiel selten mehr umfasst als pausenloses Mausgeklicke. Für den schnellen Thrill ist Demon Stone empfehlenswert, mir persönlich ist die Gesundheit meines Zeigefingers aber wichtiger.
   
Moderation
02.03.2005 15:32 Uhr
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Dein Kommentar
Neuer Benutzer
Bewertung: 0
26.05.2009 18:16 Uhr
ich besitze das spiel Demon Stone, habe es auch schon mehrfach durchgespielt und finde es sehr gut . mit den tasten hab ich auch keine probleme .
es hat sehr viel action und macht sehr viel spaß.
Benutzer
Bewertung: 0
03.03.2005 08:26 Uhr
klingt ja gar nicht gut auf den ersten blick...
aber die ausführliche beschreibung der tastenbelegung sieht nach seitenschinden aus, konnte man so wenig über das spiel selbst schreiben?
und was ist "unnötig großen Tastenanzahl", beschrieben wurde doch nur wasd t und space?
und heutzutage…