Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
  • DEFIANCE

    Defiance im Test: Viel Action, aber auf Dauer eher dürftig - Jetzt mit PC-Wertung

    Durchwachsener Start für den MMO-Shooter der Rift-Macher: Defiance verspricht durch seine Kopplung an eine parallel ausgestrahlte TV-Serie besondere Story-Güte und Atmosphäre. Ob dem so ist und wie gut das eigentliche Spiel ist, klärt unser Test - der aus gutem Grund noch ohne Wertung daher kommt. Update: Jetzt mit PC-Wertung.

    Spiele zu Kinofilmen und TV-Serien haben keinen guten Ruf und das in der Regel zu Recht. Dabei handelt es sich oft um lieblose Umsetzungen mit drögem Gameplay, unzeitgemäßer Grafik und belangloser Story. Damit Defiance nicht auch in der Kategorie Lizenzschrott landet, hat sich Trion Worlds (Rift) in Zusammenarbeit mit dem Fernsehsender Syfy-Channel etwas Besonderes ausgedacht. Die gleichnamige TV-Serie, die zwei Wochen nach der Veröffentlichung des Spiels Premiere hatte, soll nicht nur die Hintergrundgeschichte für Defiance liefern. Geschehnisse in der Serie sollen einen direkten Einfluss auf die Welt des Third-Person-Shooters mit MMORPG-Anleihen haben - und umgekehrt.

    Wie Letzteres funktionieren soll, ist noch nicht ganz klar. Schließlich ist die erste Staffel von Defiance bereits abgedreht und etwaige Ingame-Errungenschaften von Spielern könnten sich frühestens in der zweiten Season auswirken. Bevor diese zweite Staffel spruchreif wird, muss das ambitionierte Projekt aber erst einmal Spieler und Zuschauer überzeugen und auf lange Zeit binden. Der Start von Defiance verlief ganz ordentlich, zumindest auf dem Computer. Während die Konsolenvarianten für Xbox 360 und PlayStation 3 mit vielen Bugs, Serverabstürzen und anderen technischen Problemen zu kämpfen hatten, lief die PC-Fassung von Beginn an etwas besser. Einige Spieler waren auch hier von Server-Warteschlangen oder Verbindungsproblemen betroffen und konnten sich zeitweise gar nicht ins Spiel einloggen. Wir hatten diesbezüglich keine Schwierigkeiten.

    Update: Wertung für die PC-Version

    Defiance macht es einem nicht leicht, eine passende Wertung zu vergeben. Der MMO-Shooter bietet zwar durchgehend solide Shooter-Action, die Feuergefechte sind aber trotz interessanter Ideen und aufwändiger Massenschlachten insgesamt zu austauschbar und anspruchslos. Am meisten Spaß machen da noch die Archenfall-Events, Instanzbesuche mit ein paar Freunden oder die PvP-Gefechte. Mit einem kürzlich aufgespielten Riesen-Patch wollte Trion Worlds zahlreiche Baustellen schließen, die sich seit der Veröffentlichung aufgetan haben. Dies ist nur teilweise gelungen, denn das Update brachte eine ganze Reihe neuer Probleme mit sich. Wir blieben während unserer Testphase glücklicherweise von Verbindungsproblemen oder gravierenden Bugs größtenteils verschont. Was Defiance fehlt sind spielerische oder inhaltliche Höhepunkte. Letztere sollten sich eigentlich automatisch durch enge Bindung an die gleichnamige TV-Serie ergeben: bislang Fehlanzeige. Und so ballern wir uns erst einmal weiter durch die düstere Zukunftswelt von Defiance, schließlich könnte ja in der nächste Waffentruhe ein tolles Upgrade schlummern, das wir auf keinen Fall verpassen wollen.

    Hinweis: Da dieser Test aus PC Games Ausgabe 5/2013 stammt, ist er mit der im Heft üblichen Sie-Ansprache geschrieben. Im Heft findet ihr zusätzlich erklärende Extra-Kästen zu Defiance.

    Update: Wertung für die PS3-Version

    Die PS3-Fassung hatte von Beginn an mit gravierenden technischen Problemen zu kämpfen. Serverabstürze, Verbindungs- und Loginprobleme waren seit Start des Spiels am 2. April an der Tagesordnung. Auch im Spiel selbst gab's Probleme: Die Darstellung ist alles andere als flüssig und durch Probleme beim Nachladen von Texturen und Objekten kam es teilweise zu nervigem Pop-ins, die sich darin äußerten, dass man zB mit dem Fahrzeug an Gegenständen festhing, die man gar nicht sehen konnte. Dazu kamen nervige Bugs im Rahmen von Quests, die dafür sorgten, dass man manche Aufgaben überhaupt nicht beenden konnte. Ein großer Patch, der viele dieser Probleme adressieren soll, ist in Vorbereitung. Für die PC-Version, die mit weit weniger Problemen zu kämpfen hatte, wurde dieses Update kürzlich aufgespielt. Wir verraten euch in Kürze, ob der Patch die gewünschten Verbesserungen bringt und inwiefern sich diese auf die Wertung für PS3 und für PC auswirken.

    Klassenwahl ohne Konsequenzen

    Defiance im Test - Das taugt die Kombi aus Online-Shooter und TV-Serie. (4) Defiance im Test - Das taugt die Kombi aus Online-Shooter und TV-Serie. (4) Quelle: PC Games Nicht optimal gelungen ist den Entwicklern hingegen der Einstieg ins Spiel. Im Verlauf der Introsequenz erstellen Sie einen Spielcharakter und legen sein Aussehen fest. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind ordentlich, im Vergleich mit handelsüblichen Online-RPGs aber nicht überwältigend. Außerdem ist es im Grunde genommen egal, welches Geschlecht, welche Volkszugehörigkeit und welche der vier Klassen Sie wählen. Ob Sie als Veteran, Gesetzloser, Maschinist oder Überlebenskämpfer antreten, hat lediglich Auswirkungen auf Ihren allerersten Ballermann - und den legen Sie recht schnell ab. Denn wie bei Borderlands 2 dreht sich alles um Waffen und im Falle von Defiance noch um deren Aufwertung. Unzureichende Einführung Im Rahmen eines Tutorials werden zwar die grundlegendsten Spielelemente (Ballern, Vehikelsteuerung, Benutzeroberfläche und Skillsystem) des MMO-Shooters oberflächlich erläutert, viele wichtige Fragen bleiben aber unbeantwortet.

    Das gilt auch für die wirre Science-Fiction- Story, die in nicht allzu ferner Zukunft spielt: Sie verkörpern einen Archenjäger - eine Art Glücksritter -, der sich auf die Bergung von außerirdischer Technologie spezialisiert hat. Diese stammt von außerirdischen Raumschiffen (Archen genannt), die Jahre zuvor die Erde erreichten. Die Aliens wurden zwar ein Teil der Gesellschaft, Konflikte waren aber vorprogrammiert. Irgendwann stürzte ein Teil der Schiffe der außerirdischen Besucher dann plötzlich auf die Erde. Diese Archenfall genannten Ereignissen bestimmen seither das Leben der Erdbewohner. Zu Beginn der Geschichte des Spiels befinden Sie sich auf dem Luftschiff New Freedom der Erdstreitkräfte. Sie wurden vom dubiosen Wissenschaftler Karl von Bach angeheuert, um ihn bei einer Mission zu unterstützen, als die New Freedom plötzlich eine Bruchlandung hinlegt. Fortan schießen Sie sich von einer Mission zur nächsten, auf der Suche nach Ihrem Auftraggeber von Bach, der seit dem Crash der New Freedom vermisst wird. So weit noch alles klar?

    Wirre Story, schwach erzählt

    Ab hier wird es dann verwirrend: Das Spiel ballert Sie förmlich mit Namen, Charakteren und Storydetails zu, die wohl erst einen Sinn ergeben, wenn man die Defiance-Serie aufmerksam verfolgt. Die Pilotfolge, die uns vom Syfy-Channel zum Start des Spiels zur Verfügung gestellt wurde, und auch die Ingame-Hilfefunktion bringen etwas Licht ins Dunkel. Richtig befriedigend sind die Storyhappen aber nicht. Erschwerend kommt hinzu, dass Spieler, die sich das Spiel Defiance zum Launch besorgt haben, ja zwei Wochen auf den Serienstart warten mussten und nicht den gleichen Info-Vorsprung wie wir genießen durften. Die meiste Zeit fühlt man sich direkt verloren in der düsteren Zukunftswelt, die Trion Worlds und die Autoren beim Syfy- Channel ersonnen haben.

    Einfache Missionsstrukturen

    Defiance im Test - Das taugt die Kombi aus Online-Shooter und TV-Serie. (4) Defiance im Test - Das taugt die Kombi aus Online-Shooter und TV-Serie. (4) Quelle: PC Games Nach dem Tutorial hetzen Sie wie angedeutet von einer Mission zur nächsten, sammeln Erfahrungspunkte und sacken ständig neue Ausrüstung ein. Ihr ständiger Begleiter dabei ist ein virtuelles Ego-Interface, das Sie beständig mit Infos versorgt, Auftragsziele auf der Karte anzeigt und als Schnittstelle zu Ihren Fähigkeiten, Ihrem Inventar und Ihrer Ausrüstung dient. Anders als bei Online-Rollenspielen dürfen Sie zwar Kleidungsstücke anlegen, diese haben aber einen rein optischen Effekt und wirken sich nicht auf Charakterwerte oder Ähnliches aus. Alles, was zählt, sind Waffen und Waffenupgrades, sogenannte Mods. Mit beidem wirft das Spiel Sie förmlich zu. Schon nach wenigen Missionen ist Ihr Inventar voll und Sie müssen sich wohl oder übel von Items trennen, denn eine Art Bankfach oder eine persönliche Item-Kiste, wie man sie von Online-RPGs kennt, gibt es nicht. Umständliche Benutzerführung Was Sie mit den nicht benötigten Gegenständen tun, liegt bei Ihnen: Sie können diese entweder bei einem Händler für Spielgeld (Scrips) verkaufen oder verwerten, um Ressourcen zu bekommen. Bei der Verwertung wird eines der größeren Mankos von Defiance deutlich: Alle Menüs und Menüfunktionen sind auf Konsolen (und damit auf das Spielen mit einem Controller) ausgelegt und aus PC-Spieler-Sicht fast schon absurd umständlich. Um einen einzelnen Gegenstand in Ressourcen umzuwandeln, sind mehrere Mausklicks nötig - angesichts der Itemflut ein absolutes Unding. Ebenfalls problematisch: Bei Defiance gibt es vier verschiedene Währungen, die im Rahmen der Spieleinführung nur unzureichend oder gar nicht erklärt werden.

    Viel zu tun, wenig Anspruch

    Keine große Erklärung erfordern hingegen die Missionen von Defiance. Während die Hauptquests oft mehrstufig und ein wenig umfangreicher ausfallen, sind Nebenmissionen meist äußerst simpel und schnell erledigt. Typischer Ablauf: Quest annehmen, zum Auftragsgebiet fahren, hier und da etwas suchen oder einen Gegenstand benutzen und dabei jede Menge Monster oder Mutanten wegballern. Und schon geht's weiter zur nächsten Mission. Die angesprochenen Hauptquests unterscheiden sich wie angedeutet nur durch ihren Umfang und die Tatsache, dass nebenbei die Story fortgeführt wird, von den Nebenaufträgen. Manchmal erledigen Sie dieselbe Mission gleich zweimal, einmal als Haupt- und dann noch einmal als Nebenaufgabe. Schlaue Leser fragen sich jetzt bestimmt, ob man die beiden Geschichten nicht in einem Aufwasch erledigen kann. Dummerweise dürfen Sie bei Defiance immer nur eine einzige aktive Mission haben. Das gilt auch für Aufträge, die Sie mehr als einmal machen können: In den Zeitrennen schwingen Sie sich auf das Gefährt, das Sie ziemlich zu Beginn des Spiels erhalten haben, und rasen von einem Wegpunkt zum nächsten in Richtung Ziel. Je nach Ergebnis gibt es unterschiedliche Belohnun gen. Weitere wiederholbare Aufträge sind sogenannte Amokläufe. Hier ballern Sie Gegner nach Serious-Sam-Art im Dutzend weg und erhalten dafür Punkte. Auch wenn die Quests an sich recht anspruchslos sind, macht man sie (zumindest am Anfang) ganz gern. Schließlich lassen sich so recht einfach Erfahrungspunkte, Ressourcen, Mods und neue Waffen ergattern.

    Welt-Events und PvP-Schlachten

    Defiance im Test - Das taugt die Kombi aus Online-Shooter und TV-Serie. (3) Defiance im Test - Das taugt die Kombi aus Online-Shooter und TV-Serie. (3) Quelle: PC Games Weil Missionen allein auf Dauer doch ein wenig langweilig sind, haben sich die Entwickler noch andere Betätigungsfelder ausgedacht. Bei den chaotischen, aber ganz netten Spieler-gegen-Spieler-Gefechten treten bis zu 128 Spieler gegeneinander an. Nicht weniger hektisch und ballerintensiv sind die Koop- Missionen, bei denen Sie mit drei Kameraden eine Mini-Instanz erleben, an deren Ende ein Endboss auf Sie lauert. Für dessen Erledigung warten hübsche Belohnungen auf Sie. Letzteres gilt auch für das Herzstück von Defiance: die Archenfall- Ereignisse. Bei diesen großen, mehrstufigen Open-World-Schlachten, die ein wenig an die Rift-Events aus Trion Worlds' Online-RPG Rift erinnern, stellen Sie sich mit einer Vielzahl von Verbündeten mehreren Feindwellen und bekämpfen mächtige Bossgegner. Auch hier zählt nur eins: ballern, was das Zeug hält. Wenn Ihr Held das Zeitliche segnet, beleben Sie sich einfach wieder und kehren schnurstracks in den Kampf zurück. Richtiges Gruppenspiel und taktische Finessen sind auch hier ohne Belang, was unter anderem auf die schwache Gegner-KI zurückzuführen ist. Die Archenfall- Ereignisse machen anfangs noch Spaß, verlieren wie die Missionen im weiteren Spielverlauf aber wegen des fehlenden Anspruchs etwas an Reiz. Nicht zuletzt weil die vielen Skills, die man lernt, auch hier keine große Rolle spielen.

    Durchwachsene Technik

    In technischer Hinsicht macht der MMO-Shooter einen eher durchwachsenen Eindruck. Die grafische Darstellung ist durchweg flüssig, kann aber trotz ordentlicher Effekte mit aktuellen Top-Titeln wie Crysis 3 oder Metro: Last Light nicht ansatzweise mithalten. Die Gebiete hätten beispielsweise gerne ein wenig abwechslungsreicher und detaillierter ausfallen dürfen. Und auch was die Charaktermodelle und deren Animationen angeht, wäre durchaus mehr drin gewesen. Während die Musikuntermalung, die von Bear McCreary (Battlestar Galactica) stammt, durchweg gelungen ist, nervt die schwache deutsche Sprachausgabe doch ziemlich. Die Sprecher sind in vielen Fällen schlecht besetzt und auch die Übersetzung bewegt sich nicht unbedingt auf dem Top-Niveau, das man angesichts der Verbindung mit einer aufwendig produzierten TV-Serie erwarten würde.

    Defiance (PC)

    Spielspaß-Wertung
    70 %
    Leserwertung
    (3 Stimmen):
    58 %

    Defiance (PS3)

    Spielspaß-Wertung
    62 %
    Leserwertung
    (1 Vote):
    14 %
  • Defiance

    Defiance

    Plattform
    PC
    X360
    PS3
    Publisher
    Trion Worlds
    Developer
    Trion Worlds
    Release
    02.04.2013

    Es gibt 9 Kommentare zum Artikel

    Von Wamboland
    Jede Woche gibt es Events im Spiel die sich auf die Folgen der Staffel beziehen.
    Von Mothman
    Erstmal garnicht, weil die erste Staffel meines Wissens schon abgedreht ist. Wenn überhaupt wirkt sich das Spielgeschehen auf die kommende zweite Staffel aus.
    Von Herbboy
    Wie wichtig ist denn der Bezug zur Story? Diese parallel laufende Serie bekommt man ja nur per payTV, oder? Und wie schnell "reagiert" die Serie auf das Spielgeschehen?

    Aktuelle Online-Spiele Releases

    Cover Packshot von Wildstar Release:

    Wildstar

    NCSoft
    Cover Packshot von Legends of Aethereus Release:

    Legends of Aethereus

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 09/2014 PC Games Hardware 10/2014 PC Games MMore 03/2014 play³ 10/2014 Games Aktuell 10/2014 buffed 04/2014 XBG Games 05/2014
    PC Games 09/2014 PCGH Magazin 10/2014 EDGE 267 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run

    Unser Netzwerk

    PC GAMES HARDWARE BUFFED GAMES AKTUELL VIDEOGAMES ZONE READMORE GAMEZONE 4PLAYERS