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  • Dead State Preview: Die Early-Access-Version des Zombie-Rollenspiels im Check

    Wieder einmal steht die Welt am Abgrund. Wieder einmal hat ein Virus den Großteil der Menschheit in grunzende und umherschlurfende Zombies verwandelt. Wieder einmal müsst ihr ums Überleben kämpfen. Auch in Dead State. Doch Dead State will nicht einfach als ein weiteres Zombie-Spiel daher kommen, es will neue Akzente setzen. Und genau das könnte dem ambitionierten Projekt der Indie-Spieleschmiede DoubleBear Productions in der Tat gelingen, das seit Mitte Februar als Early-Access-Version auf Steam erhältlich ist.

    Dead State beginnt unspektakulär. Euer Charakter erwacht im Keller einer Schule und wird von einigen Personen darüber aufgeklärt, dass er einen Flugzeugabsturz über Texas überlebt habe und die Welt draußen mittlerweile von Zombies bevölkert sei. Dann übergibt euch das Spiel die Kontrolle über die Spielfigur, die ihr per Point&Click mit der Maus in isometrischer Perspektive durch die Räume dirigiert. Die Kamera lässt sich drehen und zoomen; nicht abgeschlossene Türen werden per Mausklick geöffnet. Eine Hotspotanzeige gibt es nicht. Der kontextsensitive Mauszeiger verrät, ob sich Gegenstände aufnehmen oder untersuchen lassen, ob Treppen benutzbar sind oder sich mit anderen Spielfiguren ein Gespräch beginnen lässt.

    Zunächst untersucht ihr die Räume der Schule nach brauchbaren Gegenständen. Dabei fällt vor allem die detailreiche Innenausstattung der positiv auf. Zwar ähneln sich Gegenstände gerade in der Schule häufig, aber zum einen sieht nun auch mal nicht jeder Tisch und jeder Spind in Klassenzimmern unterschiedlich aus, zum anderen zeigen Titel wie etwa DayZ mit häufig geklonten und fast Häusern auch, dass es deutlich schlechter geht.

    Die Schule ist zu Spielbeginn euer Unterschlupf und Hauptquartier, doch auch das ist nicht mehr sicher. Teile des Zaunes sind defekt und die Untoten könnten einen Weg hinein finden. Also ist es an der Zeit, einen Ausflug zu unternehmen, um Werkzeug für die Reparatur zu besorgen. In Lauf eines Gesprächs mit den anderen Überlebenden entscheidet ihr euch, ob euch lieber ein weiterer Kämpfer oder eine Ärztin begleiten sollen. Gefragt, entschieden, losgelaufen.

    Auf der Umgebungskarte sucht ihr euch eure Reiseziele aus. Auf der Umgebungskarte sucht ihr euch eure Reiseziele aus. Quelle: PC Games Aber wie geht es weiter? Auf Tutorials wartet ihr in Dead State noch vergeblich. Nachdem wir die Schule einmal umrundet hatten, fiel uns ein grüner Bereich am Zaun auf. Stellt man seinen Charakter dort hinein, wird ein winziges Icon in der Leiste am unteren Bildschirmrand plötzlich aktiv – die Reisefunktion. Per Mausklick auf der dann erscheinenden Karte wählten wir unser Reiseziel aus und kamen Sekunden später mit unserer dreiköpfigen Heldengruppe in einem neuen Gebiet an. Es dauert nicht lange, da erblickten wir auch bereits den ersten Untoten, der natürlich direkt vor unserem Ziel - dem örtlichen Baumarkt – stand und nur darauf wartete, in die ewigen Grunzgründe geschickt zu werden. Die Kämpfe laufen in Dead State im Vergleich zum Rest des Echtzeitspiels rundenbasiert ab. Eine Kampfsituation kommt zustande, indem ihr entweder jemanden aktiv angreift oder Untote euch anfallen. In der Early-Access-Version konnten wir allerdings selbst in wenigen Metern Entfernung mit der gesamten Gruppe an Untoten vorbeirennen, ohne dass diese einmal mit der Wimper gezuckt hätten. Selbst als wir das Auto, neben dem sie standen nach nützlichen Gegenständen durchsuchten, störten sie sich nicht daran. Geschweige denn, dass sie versucht hätten, uns anzugreifen. Hier muss DoubleBear noch einiges an der KI optimieren…

    Die Kämpfe laufen rundenweise ab. Die farbigen Felder zeigen an, wie weit ihr laufen könnt und wie erfolgreich ein Angriff sein wird. Die Kämpfe laufen rundenweise ab. Die farbigen Felder zeigen an, wie weit ihr laufen könnt und wie erfolgreich ein Angriff sein wird. Quelle: PC Games Nervig ist, dass ihr in den Scharmützeln nicht die Reihenfolge eurer Mannen wählen dürft. Das Spiel gibt vor, welcher der aktive Charakter ist und geht eure Truppe dann der Reihe nach durch. Mit dem jeweils aktive Charakter könnt ihr euch dann bewegen und eine Waffe gegen den Feind einsetzen. Alles im Rahmen der jeweils zur Verfügung stehenden Aktionspunkte. Das im Kampf eingeblendete Raster zeigt an, wie weit sich die Spielfigur bewegen kann und wie erfolgreich eine Attacke voraussichtlich sein wird. Viele Waffen bieten unterschiedliche Angriffe, die ebenfalls je nach verfügbaren Aktionspunkten ausgewählt werden. So weit, so Rollenspiel-Standard. In Dead State solltet ihr generell subtil vorgehen und so wenig Lärm wie möglich machen. Hieb- und Stichwaffen sind daher häufig die bessere Wahl gegenüber Feuerwaffen. Je länger ein Kampf dauert und desto lauter es wird, desto mehr steigt die Wahrscheinlichkeit, dass andere Feinde – egal ob Überlebende oder Untote – vom Lärm angezogen werden und zum aktuellen Kampf dazu stoßen.

    Werdet ihr im Kampf verwundet, müsst ihr euch heilen. Da sich Dead State selbst als semi-authentisches Spiel bezeichnet, kann das nur durch entsprechende Bandagen und Medikamente erfolgen. Nahrung bringt anders als in manch anderen Spielen mit diesem Zombie-Setting in Dead State keine Heilung. Die Verbandspäckchen müssen auch erst "aufgeladen" werden. Ein Medikit im Inventar nützt euch herzlich wenig, wenn ihr per Maus nicht einige Bandagen darauf gezogen habt. Jedes Mal, wenn ihr euren verletzten Helden damit anklickt, wird ihm eine bestimmte Anzahl an Lebenspunkten wieder gut geschrieben. Bei schweren Verletzungen ist es also erforderlich, diesen Vorgang mehrfach auszuführen.

    Video: Dead State Early Access gespielt

    05:24
    Dead State - Die Early-Access-Version angespielt

    Permadeath ist allgegenwärtig

    Ihr könnt euch und eure Kameraden auch im Kampf heilen – insofern ihr die Ausrüstung und erforderlichen Aktionspunkte dazu hat. Schafft ihr das nicht rechtzeitig, stirbt der verletzte Charakter. Neben Bandagen und Pillen sind Antibiotika in Dead State das Maß aller Dinge, denn in der aktuellen Version des Spiels verhindern sie eine Infektion mit Zombieviren. Heilen können sie diese Medikamente die Ansteckung allerdings auch nicht. Im finalen Spiel soll es aber einen Spielmodus geben, in denen Penizillin & Co. nicht mehr gegen Zombiebisse helfen; entsprechend schwieriger wird das Spiel. Und Dead State hält es wie beispielsweise XCOM. Wenn tot, dann tot. Permadeath ist in diesem Spiel allgegenwärtig. Die im Hauptmenü vorhandene Speicherfunktion war bei uns nutzlos. Es gab zwar akustisches Feedback beim Sichern des offensichtlich nur einzelnen Spielstandes, laden konnten wir ihn allerdings nicht und spielten die Version also "am Stück" weiter.

    Gegner und Gegenstände erscheinen nach einem Line-of-Sight-System, d. h. sie tauchen auch plötzlich unvermittelt auf der bis dahin ungefährlich scheinenden Map auf. Gegner und Gegenstände erscheinen nach einem Line-of-Sight-System, d. h. sie tauchen auch plötzlich unvermittelt auf der bis dahin ungefährlich scheinenden Map auf. Quelle: PC Games Bei euren Streifzügen durch die postapokalyptische Welt riecht ihr natürlich nicht an den Rosen und bewundert die zarten Schäfchenwolken am strahlend blauen Himmel, sondern seit darauf aus, das Überleben eurer Gruppe zu sichern. Also durchstöbert ihr Autos, Müllcontainer, Garagen, Läden und nicht zuletzt auch Wohnhäuser nach brauchbaren Gegenständen. Allem voran Nahrung, Medikamente, Werkzeug, Waffen und Munition, aber auch Kleidung und Hygiene-Gegenstände. Mit kleinen Aufmerksamkeiten an eure Partymitglieder verbessert ihr nämlich die Moral der Truppe. So dürstet es Reneé beispielsweise nach Kaffee und Batterien für ihre Taschenlampe, damit sie nachts lesen kann und Joel hätte gern scharfe Sauce und Schokolade.

    Auf dem Jobboard in der Caféteria der Schule verteilt ihr Aufgaben an Gruppenmitglieder. Auf dem Jobboard in der Caféteria der Schule verteilt ihr Aufgaben an Gruppenmitglieder. Quelle: PC Games Doch die Jungs und Mädels sollen natürlich nicht den ganzen Tag in der Turnhalle sitzen und an Schokoriegeln knabbern. So überlebt man natürlich keine Zombie-Apokalypse. Es gibt viel zu tun! Deshalb könnt ihr auf dem Job-Board in der Caféteria den Gruppenmitgliedern verschiedene Aufgaben zuweisen. Dazu klickt ihr den Namen des Charakters an, wählt dann eine Tätigkeit wie etwa bauen oder reparieren und schließlich das dazugehörige Objekt. So verteilt ihr notwendige Arbeiten an kooperationsbereite Gefolgsleute eurer Party. Kooperationsbereit? Ja, denn einige NPCs in eurem Unterschlupf sind zunächst einmal Einzelgänger, die ihr noch vom Sinn einer Zweckgemeinschaft überzeugen müsst. Dazu analysiert ihr in Gesprächen ihre Persönlichkeit und Einstellung und erfahrt in den nicht vertonten Dialogen außerdem mögliche Ansatzpunkte, um sie zur Kooperation mit der Gruppe zu bewegen. Und vielleicht sind sie dann willens, beim Sichern des Unterschlupfes aktiv mitzuhelfen. Nicht nur der Zaun muss repariert werden, auch die alte Quelle auf dem Schulgelände muss wieder zum Sprudeln gebracht werden, denn frisches Wasser ist neben ausreichend Nahrung ebenfalls überlebenswichtig.

    Große Bedeutung kommt in Dead State auch der Diplomatie zu. Ihr trefft bei euren Streifzügen außerhalb der Schule natürlich auch auf andere Überlebende, die für eure Gruppe aufgrund ihrer Fähigkeiten möglicherweise nützlich sein könnten. Dann solltet ihr mit ihnen reden und versuchen, sie zum Beitritt in eure Gruppe zu bewegen. Alternativ könnt ihr sie natürlich buchstäblich über den Haufen zu schießen und nur ihre Ausrüstung abgreifen, so wie es etwa in DayZ häufig geschieht. Richtig interessant wird es, wenn ihr statt auf Einzelpersonen auf ähnliche Gruppierungen von Überlebenden trefft wie die eure. Krieg oder Frieden? Skepsis oder Vertrauen? Altruismus oder Egoismus? Entscheidungen wie diese sind in Dead State an der Tagesordnung und werden euer Ansehen als Gruppenleiter eurer Überlebenden signifikant prägen. Es soll in Dead State keine richtigen und falschen Entscheidungen geben. Es stellt sich viel mehr die Frage, was moralisch mehr oder weniger vertretbar ist. Zeit habt ihr dafür sieben Spielzeittage, dann endet das Überlebenstraining in der Early Access Version. Falls ihr so lange überlebt und weder der Hauptcharakter stirbt, die Nahrungsversorgung im Unterschlupf nicht mehr gewährleistet ist oder ihr es in drei Tagen nicht geschafft habt, den Zaun zu reparieren.

  • Dead State
    Dead State
    Release
    2011

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Dead State
Dead State Preview: Die Early-Access-Version des Zombie-Rollenspiels im Check
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http://www.pcgames.de/Dead-State-Spiel-21038/News/Dead-State-Preview-Die-Early-Access-Version-des-Zombie-Rollenspiels-im-Check-1111569/
28.02.2014
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2014/02/Dead_State_01_0500-pc-games_b2teaser_169.png
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